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NBC Universal: Längere Episoden durch weniger Werbung anvisiert

Mit der schwindenden Zahl an Fernsehzuschauern suchen die amerikanischen TV-Sender nach neuen Möglichkeiten, die Einnahmen aufzubessern. NBC Universal will das erreichen, indem man die Anzahl der Werbespots reduziert und Werbekunden dafür zahlen lässt, dass ihre Spots mit weniger Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Kunden kämpfen muss. Daneben bietet man Unterstützung dabei an, die Werbungen besser auf die jeweiligen Serienhandlungen zuzuschneiden, damit diese beim Zuschauer nachhaltiger wirkt. Das Konzept gilt für das Network NBC, aber auch die Kabelsender wie USA Network.
Einerseits kündigte NBC Universal an, dass man die Werbezeiten während der Erstausstrahlungen in der Primetime durchschnittlich um 10 Prozent senken werde. Die Anzahl an Werbungen pro "Werbepause" soll um durchschnittlich 20 Prozent sinken. Das soll bei mehr als 50 Primetime-Programmen zu sinkender Werbelast führen.
Das zentrale Konzept ist dabei der Ankündigung zufolge die Verkürzung der jeweils ersten und letzten Werbepause ("Pod") von 150 auf 60 Sekunden, sodass dann nur maximal zwei statt fünf Werbespots gezeigt werden. Auch für den deutschen Zuschauer dürfte sich das dank des starren amerikanischen Sendeschemas mit seinen Programmwechseln zur vollen Stunde auswirken: Weniger Werbeblöcke bedeuten Extraminuten für die Episoden.
Neben der Reduktion der Werbungen in den einzelnen Pausen sollen neue Werbeformen dafür sorgen, dass die Werbebotschaften besser bei den Zuschauern im Gedächtnis bleiben - die Werbeabteilung hebt unter anderem "Interaktive Bild-im-Bild-Werbungen" sowie "Social Commercial" und "Social First Pods" hervor (also eine Hervorhebung von Social Media in den Werbespot und den Werbepausen). Entsprechend will NBC auch eine enge Zusammenarbeit bei der Erstellung der Werbung anbieten. Etwa bietet NBC ein "auf KI (Künstlicher Intelligenz) basierendes kontextuelles Targeting" an - der Sender lässt die Scripte seiner Serien von Computern nach Möglichkeiten durchforsten, um Werbungen zu platzieren, für die das Publikum in der Situation besonders empfänglich sein dürfte. Diese Werbeformen können dann auch plattformübergreifend genutzt werden - also wenn etwa ein Zuschauer eine Serienepisode online schaut.
Von dort scheint es dann nur noch ein kleiner Schritt zu sein, bis die Drehbücher - noch stärker als bisher - direkt Werbungen einbauen.
NBC und seine Kabel-Schwestern werden ihr Programm im Rahmen der Upfronts zwischen dem 14. und 18. Mai den Werbekunden vorstellen und dort mit dem neuen Ansatz in die Schlacht ziehen.
Bereits zuvor gab es im amerikanischen Fernsehen schon vereinzelte Versuche, die Werbekunden mit einer Reduktion der Werbezeiten zu Premiumzahlungen zu bewegen. Kevin Reiley etwa begann damit in seiner Zeit bei FOX, als die erste Staffel von
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Leserkommentare
kaztenkreis schrieb am 06.03.2018, 18.53 Uhr:
Kann man bei den Star Trek-Serien gut beobachten. Die Original-Serie kam noch auf ca. 49 Minuten/Folge. Next Generation fing noch mit ca. 46 Minuten/Folge an und im Laufe der Zeit bis Voyager nahm das auf knapp 40 Minuten ab. Man merkt es auch am Vorspann einer Serie. Früher durchaus 1-2 Minuten lang, laufen die Credits heutzutage während der Folge ab, um ja keine Sendeminute zu vergeuden.dermichel schrieb via tvforen.de am 06.03.2018, 18.47 Uhr:
TV Wunschliste schrieb:Auch für den deutschen
Zuschauer dürfte sich das dank des starren
amerikanischen Sendeschemas mit seinen
Programmwechseln zur vollen Stunde auswirken:
Weniger Werbeblöcke bedeuten Extraminuten für
die Episoden.
Extraminuten für die Episoden schon. Die Frage ist aber, was davon bei uns ankommt, wenn sich an der Werbemenge bei den Privaten nichts ändert. Dann sind die Episoden zu lang. Wird dann bei uns gekürzt, um die Folgen an das Sendeschema anzupassen?Helmprobst schrieb via tvforen.de am 07.03.2018, 12.05 Uhr:
Ende der 1980er Jahre war eine US-Serienepisode netto ja noch ca. 48 Minuten lang, aktuell dürften es so ca. 40 sein. Wenn es also wieder 2 bis 3 Minuten mehr werden sollten wäre das ja ganz nett, hätte aber wohl kaum Auswirkungen auf die Handlung. Zumal es sich um Szenen handeln dürfte, die für Wiederholungen dann wieder problemlos rausgeschnitten werden können.Für die deutschen Ausstrahlungen wird es - sollten es die betroffenen Serien überhaupt bei uns ins Free-TV schaffen - keine Probleme geben, weil bei uns ja nicht so stark der Stundentakt greift, d.h. ob die zweite Serie des Abends z.B. bei Pro7 um 21:12 oder um 21:18 startet ist schlichtweg egal. Zumal hierzulande US-Ware häufig ohnehin schon künstlich verlängert wird, indem nach der Werbepause noch mal ein Teil der letzten Szene von vor der Unterbrechung ein zweites Mal gezeigt wird.GerneGucker schrieb via tvforen.de am 06.03.2018, 19.26 Uhr:
Die kriegen das schon eingebaut. Beim Import britischer Serien oder Folgen von US-Kabel-Serien, die je Folge meist 50-60 Minuten laufen, haben sie das "Problem" doch auch schon. "Outlander", "Taboo", "Game of Thrones" sind typische Beispiele.Sentinel2003 schrieb am 05.03.2018, 17.42 Uhr:
Nun, waren nicht eh früher, also in den 70er und 80er Jahren die Folgen nicht meisst konstant um die vollen 45min.???
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