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  • Fragen & Antworten

Serien unserer Kindheit: "Batman"

von Bastian Knümann (16.08.2018)
Wenn die wahre Fledermaus aus Deutschland kommt
Serien unserer Kindheit (4): Batman
Bild: Warner Bros. Television Distribution
Serien unserer Kindheit: "Batman"/Bild: Warner Bros. Television Distribution

Auch in dieser Woche stellt ein TV Wunschliste-Redakteur in unserer Reihe "Serien unserer Kindheit" eine Lieblingsserie vor, die er als Kind verschlungen hat. Bastian Knümann teilt seine Erinnerungen an "Batman":

Wenn ich an die Serien zurückdenke, die meine Kindheit in den 90ern und frühen 2000ern geprägt haben, fallen mir spontan einige ein. Doch welche ist dabei besonders herausragend? Vielleicht "Als die Tiere den Wald verließen", an die ich mich heute nicht mehr wirklich erinnere, zu der ich damals aber begeistert die dazugehörigen "Tiere aus dem Talerwald"-Hefte gesammelt habe? Oder die zahlreichen Zeichentrickserien à la "Calimero", "Kickers" oder "Mila Superstar", die im von "Vampy" moderierten Kinderblock von RTL 2 liefen? Der Anime-Hit "Sailor Moon", den damals gefühlt ganz Deutschland gesehen hat (mit meiner damaligen Lieblingskriegerin Sailor Jupiter)? Nicht zu vergessen eines der schönsten Rituale am Samstagmorgen: Erst zahlreiche Disney-Serien nonstop bei RTL ("Quack Pack", "Goofy und Max", "Doug", "Pepper Ann") und dann gegen 10 Uhr vom Fernseher direkt ans Fenster, wo ich sehnsüchtig nach dem Briefträger Ausschau gehalten habe, der mir die neueste Micky Maus-Ausgabe bringen sollte (und der Enttäuschung hin und wieder, wenn das Heft erst am Montag kam). Ja, das waren noch herrliche Zeiten. Das alles ist aber kein Vergleich zu zwei Verbrechensbekämpfern aus Gotham City, die meine Kindheit geprägt haben wie niemand Anderes: Batman und Robin.

Heilige Videokassette!

Es gibt diese eine VHS-Kassette. Eine Kassette, die mir mehr bedeutet als alle anderen Kassetten. Nüchtern betrachtet handelt es sich um eine normale Videokassette mit normalen Fernsehaufnahmen von ProSieben aus dem Jahr 1997. Für mich bedeutet sie jedoch Faszination, Erinnerung und Sehnsucht. Ein Schatz aus meiner Kindheit. Was sich darauf befindet? "Batman". Die knallbunte Serie aus den 60ern mit dem legendären "Nananana, nananana, Batman!"-Intro mit Adam West und Burt Ward als das dynamische Duo Batman und Robin.
Batman
Robin (Burt Ward) und Batman (Adam West) (Bild: Motion Picture © 1966 Twentieth Century Fox Film Corporation, Greenway Productions, Inc. Renewed 1994 Twentieth Century Fox Film Corporation, Greenway Productions, Inc. © 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved. ©Syfy Photocredit Mandatory)
Sechs Folgen aus der dritten Staffel, die am Samstagmittag auf ProSieben wiederholt wurden. Durch ständiges Wiederanschauen hat sich der Inhalt dieser Folgen in mein Gedächtnis gebrannt. Der Pinguin und Lola Lasagne mit dem getürkten Pferd Parasol auf der Rennbahn. Westernganove Shame im Duell mit Batman. King Tut in der Bathöhle. Heilige Fernsehunterhaltung! Dann noch eine Vorschau auf die nächste Folge, wo der Joker sein nächstes Verbrechen in einem UFO vorbereitet. Viele Jahre kannte ich nur diesen Teaser, die Folge selbst hatte ich nicht gesehen, geschweige denn aufgenommen. Es gab noch ein bis zwei Sequenzen aus anderen Folgen, die ich irgendwann mal gesehen haben muss und an die ich mich ganz schwach erinnern konnte. Aber diese befanden sich nicht auf der VHS. Und genau dies hat den Mythos "Batman" für mich noch weiter wachsen lassen. Ich kannte von den insgesamt 120 Folgen nur einige und wollte den Rest sehen. Unbedingt.

Doch die Serie wurde nach 1997 nirgendwo mehr im Free-TV wiederholt. Auch eine Veröffentlichung auf VHS oder DVD gab es in Deutschland nicht. Das Internet war damals noch echtes Neuland, so dass ich nicht wusste, ob die Serie in anderen Ländern erschienen ist. Als ich Ende der 90er im Hollandurlaub mit meiner Familie im Schaufenster eines Multimedialadens DEN Batman auf dem Cover einer VHS-Kassette entdeckte, hatte ich zunächst Hoffnung. Gibt es die Serie hier in den Niederlanden tatsächlich zu kaufen? Die Enttäuschung folgte prompt. Nur der Film zur Serie, kein deutscher Ton und ohnehin viel zu teuer. So folgten einige Jahre, in denen meine Kassette mit den Aufnahmen im Schrank verschwand und fast in Vergessenheit geriet. Als ich sie Mitte der 2000er wiederentdeckte, kamen die nostalgischen Gefühle zurück - mit ihr die Sehnsucht, die weiteren Folgen endlich sehen zu wollen. Vermutlich diese Nicht-Verfügbarkeit in Verbindung mit der Faszination, die ich als Kind verspürte, hat die 60er-Jahre-Batman-Serie einen hohen Stellenwert einnehmen lassen wie keine andere Serie.

Es gibt nur einen wahren Batman

Es gibt zwei Merkmale, die dafür sorgen, dass ich die Serie so sehr liebe, wie ich sie liebe. Es sind bei aller Verehrung nicht Adam West und Burt Ward, sondern ihre deutschen Synchronsprecher Peter Kirchberger und Boris Tessmann. Würde ich mir die Serie im Originalton anschauen? Wohl eher nicht. Auf Deutsch? Unbedingt! Ich brauche nur diese beiden Stimmen im Zusammenspiel hören und bekomme Gänsehaut. Der Spielfilm zur Serie, "Batman hält die Welt in Atem", wurde in Deutschland noch weit vor der Serie synchronisiert und musste deswegen mit anderen Sprechern auskommen. Ein echter Graus. Für mich sind Peter Kirchberger und Boris Tessmann die einzig wahren Bruce Wayne und Dick Grayson alias Batman und Robin. Und dann gab es noch sie: Yvonne Craig. Eine Hammerfrau, für die ich als Kind schwärmte und deren Anblick mich bis heute entzückt, wenn ich mir die Folgen wieder ansehe. Yvonne Craig übernahm ab der dritten Staffel die Rolle der Barbara Gordon. Die Tochter von Police Commissioner Gordon ist im "echten" Leben eine unscheinbare Bibliothekarin, doch wenn Gefahr herrscht, verwandelt sie sich in Batgirl und hilft dem dynamischen Duo. Eine toughe, schlagfertige, selbstbestimmte Frau, die mehr kann als nur kochen und putzen. Für die damalige Zeit wegweisend und für mich als neunjährigen Jungen einfach nur umwerfend.

Yvonne Craig ist Batgirl (Bild: Warner Bros. Television Distribution)

Dass es die Originalserie erst Ende der 80er nach Deutschland schaffte, hatte einen riesigen Vorteil: Im damaligen Batman-Hype ließ ProSieben die Zeichentrickserie "The New Adventures of Batman" aus dem Jahr 1977 synchronisieren, die auf den Charakteren der 60er-Jahre-Serie basierte. Originalgetreu waren auch alle wichtigen, deutschen Stimmen wieder mit an Bord: Peter Kirchberger als Batman, Boris Tessmann als Robin, Gabriele Libbach als Batgirl. Die perfekte Fortführung der Originalserie. Glücklicherweise habe ich 1998 fast alle Folgen von "Ein Fall für Batman", so der deutsche Serientitel, während der Sat.1-Wiederholung auf VHS aufgenommen. Seitdem wurde "Ein Fall für Batman" nicht mehr im Free-TV gezeigt und ist leider auch nicht auf DVD erhätlich.

"Batman" hat mich mehr oder weniger nachhaltig geprägt. Damit meine ich nicht die ikonischen Kampfszenen (Pow! Bang! Biff!), die ich mit meinen Brüdern nach jeder Folge mit Freude nachgespielt habe und wo wir uns liebevoll mit allem, was nicht niet- und nagelfest war, die Köpfe eingeschlagen haben. Herrlich! Vielmehr sind es die kleinen, unterbewussten Dinge. Als Kind träumte ich davon, später einmal ein Haus mit einer drehbaren Geheimtür zu bauen, hinter der sich ein geheimer Raum versteckt - ähnlich dem Zugang in Wayne Manor zur Bathöhle oder der Drehtür in Barbara Gordons Appartement. Der Plan ist noch nicht beiseite gelegt ... Bis heute faszinieren mich zudem US-amerikanische Oldtimer aus den 50ern und 60ern mit all ihren Heckflossen und dynamischen Rundungen. Dass diese Autos deutliche Parallelen zum Schönsten aller Batmobile bis dato aufweisen: kein Zufall.

Eine Klasse für sich: Das Batmobil (Bild: Warner Bros. Television Distribution)

Von den Zuschauern vielfach belächelt wurden die zahlreichen Weisheiten und die Lektionen, die Batman Robin mit auf den Weg gab, um stets als vorbildlicher, gesetzestreuer Bürger zu agieren. Da ich mich als Kind immer mit Robin identifizierte (ja, auch an Karneval im entsprechenden Kostüm) und Batman aus Kindersicht auch für das wahre Leben eine Vorbildfunktion einnahm, haben mich diese moralischen Wegweiser bis heute ein wenig beeinflusst. Und zu guter Letzt hat auch ProSieben seinen Beitrag geleistet. Das On-Air-Design von ProSieben, das ab 1995 einige Jahre im Einsatz war, ist perfekt. Der Jingle, die im Vergleich zu heute aufwendigen Werbetrenner, die Programmtrailer, das große, gläserne ProSieben-Logo rechts oben in der Ecke. Ganz ironiefrei: Wenn ich könnte, würde ich mir die komplette Serie noch mal mit dem damaligen ProSieben-Logo ansehen.

Die Hoffnung auf eine DVD-Veröffentlichung der Serie hat sich nach vielen Jahren tatsächlich bewahrheitet. Seit 2014 ist die komplette Serie auf DVD und Blu-ray verfügbar. Bis heute habe ich es allerdings noch nicht übers Herz gebracht, mir die 120. und damit allerletzte Folge der Serie anzusehen...

ProSieben-Trailer zur Serie von 1997:

Zu "Serien unserer Kindheit (1): Parker Lewis - Der Coole von der Schule"
Zu "Serien unserer Kindheit (2): Ocean Girl"
Zu "Serien unserer Kindheit (3): DuckTales"
Zu "Serien unserer Kindheit (5): Falcon Crest"
Zu "Serien unserer Kindheit (6): Pokémon"
Zu "Serien unserer Kindheit (7): The Tribe"
Zu "Serien unserer Kindheit (8): Rückkehr nach Eden"
Zu "Serien unserer Kindheit (9): Die dreibeinigen Herrscher"
Zu "Serien unserer Kindheit (10): Forsthaus Falkenau"
Zu "Serien unserer Kindheit (11): Die Dinos"

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Leserkommentare

  • DerMeister schrieb am 17.08.2018, 19.44 Uhr:
    DerMeister"Das Internet war damals noch echtes Neuland, so dass ich nicht wusste, ob die Serie in anderen Ländern erschienen ist."
    Wie habe ich das dann bloß 1974/75 hingekriegt, alle möglichen Info's über Raumschiff Enterprise zusammenzutragen? Wie hat iregendein Mensch vor der Erfindung des Internets überhaupt jemals iwas sammeln können? Ach ja, Händler fragen, Gleichgesinnte über Kleinanzeigen suchen, Kontakte knüpfen - also den Verstand bnutzen, nicht nur die Tastatur. SMH!!
  • DerLanghaarige schrieb am 17.08.2018, 08.45 Uhr:
    DerLanghaarigeDie Serie hatte über Jahrzehnte hinweg leider einen ziemlich schlechten Ruf, als peinlicher 60er Jahre Trash, den man nur als Kind gutfinden kann. Vor ein paar Jahren habe ich mir aber dann die DVD Box geholt (Die Restaurierung sieht auch im SD Format wirklich hervorragend aus!) und gemerkt, wie brillant die Serie eigentlich ist!

    Ja, sie ist extrem augenzwinkernd, aber das ist einer dieser Glücksfälle, bei denen alle Beteiligten wussten, wie albern sie sein dürfen, bevor es zu albern wird. Gerade Adam West überzeugt hier mit einer perfekten Mischung aus "Ich weiß, dass es lustig ist" und "Aber ich spiele es, als würde ich es nicht wissen".
 

Über den Autor

  • Bastian Knümann
Bastian Knümann, Jahrgang 1988, fühlt sich in der Nische wohler als im TV-Mainstream. In seiner Kindheit fesselten ihn neben Serien wie "Batman" aus den 60ern, den Disney-Serien im samstäglichen KRTL-Block und den RTL-II-Animes bei "Vampy" auch Shows wie "Geh aufs Ganze!", "Die 100.000,- Mark Show" und "Wetten, dass..?". Nach Ausflügen vor und hinter die Kamera war recht früh klar, dass er sein Hobby zum Beruf machen wird. Trotz eines BWL-Studiums ist er überzeugt, dass Programmverantwortliche mehr auf ihr Bauchgefühl hören sollten als auf nackte Zahlen aus der Marktforschung. Reagiert dank RTL II allergisch auf ungerechtfertigt geschnittene Sendungen im Namen eines falsch verstandenen Jugendschutzes ("Detektiv Conan", "Kickers" & Co.). Setzt sich dafür ein, dass die Meinungsfreiheit im deutschen Fernsehen gewahrt bleibt und dass keine US-amerikanischen Verhältnisse entstehen, bei der bestimmte Worte weggepiept werden. "Das Hausbau-Kommando" hat ihn dazu gebracht, sich einen großen Wissensschatz im Bereich des englischsprachigen Factual Entertainments anzueignen, das auf Nischensendern wie DMAX, ProSieben MAXX, TLC oder kabel eins Doku läuft. Aus dem fiktionalen Bereich begeistern ihn nach wie vor "American Crime Story", "black-ish", "The Carmichael Show", "Atlanta", "Stranger Things", "Fresh Off the Boat" und "Veep". Steht aufrichtig zu seinen Guilty Pleasures "Couponing extrem", "Auf Bigfoots Spuren" und "Germany's Next Topmodel". Nebenbei lässt er gerne CNN mit Kate Bolduan, Wolf Blitzer, Brian Stelter und Van Jones laufen und ist stolz darauf, an Jimmy Fallons Schreibtisch gesessen zu haben. Ist nach wie vor glühender Formel-1-Fan und freut sich über die samstägliche Sky-Bundesligakonferenz - vor allem, wenn Wolff-Christoph Fuss am Mikro sitzt.
Seit seinem Praktikum in den Semesterferien im Sommer 2011 gehört er der Redaktion an und ist damit einer der dienstältesten Mitarbeiter.