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ProSiebenSat.1: US-Seriendeals auf dem Prüfstand

08.11.2018, 14.32 Uhr - Bernd Krannich/TV Wunschliste in Medien
Medienunternehmen stellt neue Wachstumsstrategien vor, verschreckt Aktionäre
Bild: ProSiebenSat.1 Media SE
ProSiebenSat.1: US-Seriendeals auf dem Prüfstand/Bild: ProSiebenSat.1 Media SE

Auch bei der ProSiebenSat.1 Media SE sollen die Zeichen allmählich auf Zukunft gestellt werden. Auf den Prüfstand kommen dabei die Lizenzverträge mit den großen US-Studios, von denen aktuell vier die Sender und Angebote von ProSiebenSat.1 beliefern: Warner Bros., CBS, Disney und Fox - denn US-Serienware im linearen TV ist aktuell kein Zugpferd. Entsprechend soll deren digitale Auswertung verbessert werden. Dazu will das Unternehmen mehr in Streaming investieren (TV Wunschliste berichtete) und mehr in Eigenproduktionen gesteckt werden, die dann ebenfalls zusätzlich langfristig on Demand ausgewertet werden können.

Anlässlich der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal 2018 hat die ProSiebenSat.1 Media SE verkündet, dass man in diesem Jahr größere Teile des Überschusses nicht in Dividendenzahlungen stecken werde, sondern in strategische Investitionen - nur 50 Prozent statt wie zuletzt 80 bis 90 Prozent sollen an die Aktionäre gehen. Daneben werde der jährliche Konzernumsatz leicht auf 4 Milliarden fallen. An den Börsen gab die Aktie laut Handelsblatt daraufhin 12,8 Prozent nach. Das freiwerdende Geld will der Konzern nachhaltig in künftiges Wachstum investieren.

Digital ist besser
Für seine Zukunft setzt das Unternehmen nun auf die Digitalsparten. Sie sollen einen anvisierten Umsatzanstieg von aktuell 4 Milliarden Euro auf 6 Milliarden Euro tragen. "Entertainment, das die Menschen lieben, und Commerce-Angebote, die Menschen brauchen", sollen die Kerngrundsätze sein.

Technologie aufrüsten
In Sachen Entertainment will die Unternehmesgruppe auf neue Technologien setzen, um das Segment der sogenannten "adressierbaren" Werbung (ausgelieferte Werbung wird auf den Nutzer abgestimmt) zu verbessern, das höhere Einnahmen auf den Webseiten des Unternehmens verspricht (also den Commerce-Angeboten in Verbraucherberatung, Partnervermittlung, Erlebnis- und Geschenkgutscheine sowie Beauty & Lifestyle).

Ebenfalls setzt man auf Investitionen in Sachen Streaming, wo eine gemeinsame Plattform mit Discovery in Vorbereitung ist - und damit die lange Zeit eher stiefmütterliche Behandlung dieses Verbreitungsweges zum Ende kommen soll und hier höhere Reichweiten ermöglichen soll.

Einmal selbst produziert, ewig lizenziert
Daneben soll der Anteil am Programm, der hausintern von Red Arrow Studios für die Entertainment-Angebote der ProSiebenSat.1 Media SE produziert wird, binnen fünf Jahren von aktuell etwa 13 auf 30 Prozent erhöht werden. Diese Unterhaltungsformate kann man dann besser und dauerhaft über die eigenen linearen und digitalen Plattformen auswerten und monetarisieren. Auch in den USA geht der Trend seit einiger Zeit dahin, dass Sender Programme vornehmlich mit Beteiligung ihrer Schwesterstudios herstellen, um für diese auch nach einer linearen Ausstrahlung beim Sender langfristig Lizenzgebühren einzunehmen.

Daneben soll Red Arrow auch weiterhin für das Ausland produzieren, schwerpunktmäßig für UK und USA.

Serieneinkäufe optimieren
Schließlich will man die bisherigen Vertragsbedingungen mit den US-Studios überprüfen und gegebenenfalls nachverhandeln - mit dem Vertrieb von Warner Bros. wurde demnach gerade ein neuer Vertrag ausgehandelt, der nach ProSiebenSat.1-Angaben "einen qualitativ deutlich optimierten Zufluss sicher[stellt] und [...] einen erheblich verbesserten Rechteumfang" aufweist.

In der schönen, neuen TV-Welt übt der Zuschauer beständig Druck dahingehend aus, immer mehr Inhalte on Demand sehen zu können. Das hat auch in den USA schon dazu geführt, dass gerade die Streamingrechte für bereits im TV ausgestrahlte Folgen von Serien für die Sender immer wichtiger werden, sie immer weitgehendere Rechte haben wollen, zur aktuellen Staffel gehörende Episoden lange auf den eigenen Seiten on Demand anbieten zu dürfen. Daneben wünscht man sich als Lizenznehmer natürlich eine möglichst lange Exklusivität, bis Serien(-staffeln) auch bei anderen Anbietern wie Netflix und Amazon im Paketangebot verfügbar werden. Und schließlich dürfte es bei den Rechten auch darum gehen, möglichst wenig kurzlebige Serien abnehmen zu müssen - man denke an das jüngste Versenden von in den USA zügig abgesetzten Comedys bei ProSieben im Vormittagsprogramm am Sonntag und Montag oder auch an RTL Passion, wo für solche Serien ebenfalls eine Schiene etabliert wurde.

Alles in allem setzt man bei ProSiebenSat.1 also auf zahlreiche Heilmittel, die bereits andernorts eingesetzt werden. Die RTL-Gruppe setzt aktuell ebenfalls auf einen Ausbau ihrer eigenen Streaming-Angebote (Stichwort NOW US). Daneben investiert man hier ebenfalls verstärkt in Eigenproduktionen und hat Rechte-Deals mit Disney (ging an ProSiebenSat.1) und Sony (ging an das ZDF) auslaufen lassen. In den USA kämpfen die Sender schon länger um Synergieefekte mit Schwesterfirmen bei der Content-Produktion und weitergehende On-Demand-Rechte.

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Leserkommentare

  • Seriensuchtl schrieb am 11.11.2018, 18.41 Uhr:
    Seriensuchtl"...eine möglichst lange Exklusivität, bis Serien(-staffeln) auch bei anderen Anbietern wie Netflix und Amazon im Paketangebot verfügbar werden."

    Das heißt also, die Serien werden von ProSiebenSat1 und RTL gekauft, nach 3 Folgen abgesetzt und der Zuschauer hat dann keine Chance die Serie zeitnah zu sehen, da die Streamingdienste sie auch nicht senden dürfen. Na schönen Dank!!!
  • Marlae schrieb am 11.11.2018, 11.03 Uhr:
    Marlaedie bringen ja nicht mal die jahrelangen Serien wie "Reich & Schön" weiter und brechen nach dem 5500 Teil einfach ab. Die Serie läuft heute noch in USA und wird immer wieder ausgezeichnet. Aus Deutschland haben viele Zuschauer geschrieben, Petitionen eingericht, das sie weiter schauen möchten, aber keine Reaktion. Da bringen sie lieber die hundertsten Law & Order .....Serien oder andere in Dauerschleife. So hält man keine Zuschauer. Egal bei welchem Sender. Vielleicht sollte man auch mal die Meinung der Zuschauer auswerten, bevor man über mangelnde Zuschauerzahlen lamentiert.
  • markox schrieb am 09.11.2018, 21.57 Uhr:
    markox"Und schließlich dürfte es bei den Rechten auch darum gehen, möglichst wenig kurzlebige Serien abnehmen zu müssen"
    Pro7/RTL sind da doch auch nicht besser, was die Situation für die Zuschauer gleich doppelt unangenehm macht. Denn auch langlebige Serien werden viel zu oft von ihnen abgesetzt, wenn die Quoten nachlassen. Das führ im laufe der Zeit dazu, dass mit jeder frühzeitig abgebrochenen Serie ein paar mehr Zuschauer aufgeben und zu Amazon/Netflix abwandern. Wodurch weniger potentielle Zuschauer für Folgende neue Serien im linear TV übrig bleiben. Die Probleme sind also über Jahre auch zum großen Teil hausgemacht.
    Informationen und Flexibilität fehlt den deutschen Sendern. Ob da so ein Umbau allein reicht muss sich erst Mal zeigen, wenn die Basis nicht stimmt.
    Nur Dauerbrenner wie Simpsons und The Big Bang Theory durch laufen zu lassen ist doch Rosinenpickerei und kein nachhaltiges Handeln.
  • Sentinel2003 schrieb am 09.11.2018, 17.16 Uhr:
    Sentinel2003Ob bei RTL ( ich meine NICHT RTLnow ) jemals wieder NEUE US - Serien laufen werden, mag ich stark bezweifeln!