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Quoten: ProSieben-Sitcoms desolat, "Villa der Versuchung" stürzt ab

von Dennis Braun in News national
(11.08.2026, 09.59 Uhr)
Leichtathletik-EM überragt bei Jüngeren, ZDF-Komödie insgesamt
Georgie Cooper (Montana Jordan) und Mandy (Emily Osment) in "Georgie & Mandy"
CBS

Nachdem Wiederholungen von  "Georgie & Mandy" in den zurückliegenden Wochen ordentliche Quoten auf ProSieben verzeichnet hatten, startete die zweite Staffel am gestrigen Montagabend desolat: Gerade mal 310.000 bzw. 300.000 Menschen sahen die ersten beiden Folgen, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kamen miese Marktanteile von 4,1 und 5,1 Prozent zustande. Doch im weiteren Verlauf wurde es noch schlimmer:  "Ted" meldete sich mit nur 3,4 und 3,1 Prozent zurück, der Auftakt von  "St. Denis Medical" versagte ab 22.15 Uhr angesichts 2,5 und 2,8 Prozent völlig.

Wunden lecken heißt es auch bei Schwestersender Sat.1, wo sich die zweite Staffel der Realityshow  "Villa der Versuchung" in die falsche Richtung entwickelt: Zwar blieb die Gesamtreichweite mit 680.000 Zuschauern im Vergleich zum Start vor einer Woche annähernd konstant, bei den Jüngeren reichte es mit 120.000 jedoch zu lediglich 4,3 Prozent - nach immerhin 7,2 Prozent in der Vorwoche. Das war abermals ein neuer Tiefstwert. Die  "Dschungel Divas" taten sich mit 5,6 und 5,0 Prozent ebenfalls schwerer als zuletzt.

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Viel junges Publikum dürfte vor allem die  Leichtathletik-EM gekostet haben, die im Ersten ab 20.15 Uhr 510.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren unterhielt und es auf tolle 18,1 Prozent brachte. Auch insgesamt lief es mit 3,20 Millionen (18,2 Prozent) rund. Zur Primetime musste man sich hier allerdings knapp dem ZDF geschlagen geben, wo die Komödie  "Nix ist fix" 3,37 Millionen anzog, wenngleich der Marktanteil aufgrund der kürzeren Sendezeit mit 17,7 Prozent minimal niedriger ausfiel. Bei den Jüngeren kamen die Mainzer nicht über 5,9 Prozent hinaus.

RTL schickte erneut eine Wiederholung der erfolgreichen Reality-Reihe  "Undercover Boss" ins Rennen, die sich diesmal allerdings mit 8,4 Prozent in der Zielgruppe begnügen musste. Insgesamt übersprang man dafür als einziger Privatsender die Millionenmarke, genauer gesagt wurden 1,07 Millionen Zuseher gezählt. Überraschend Platz 2 bei den 14- bis 49-Jährigen belegte Kabel Eins dank des Klassikers  "The Fast and the Furious", der bärenstarke 9,8 Prozent verbuchte. Die Gesamtreichweite betrug 700.000.

VOX blickte indes noch einmal auf das Beste aus 20 Jahren  "Goodbye Deutschland!" zurück und kann sich über gute 8,0 Prozent bei den Werberelevanten freuen. Auch  "Deutschland - Deine Schulden" landete bei RTL Zwei zunächst bei überdurchschnittlichen 5,3 Prozent, ehe  "Hartes Deutschland" auf dennoch ordentliche 4,0 Prozent zurückfiel.



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Leserkommentare

  • Andreas Janke schrieb am 11.08.2026, 16.47 Uhr:
    Es ist für mich persönlich unbegreiflich wie sich irgendjemand freiwillig Leichtathletik anschauen kann. Was langweiligeres gibt es doch nun wirklich nicht.
  • Spooky78 schrieb am 11.08.2026, 19.23 Uhr:
    Dann haben Sie wohl noch nie eine Schwimm-Übertragung gesehen (aktuell läuft übrigens auch hier die EM im TV). Da schwimmen die Leute immer nur hin und her und man erkennt ohne technische Einblendungen weder, wer eigentlich wer ist, noch wer am Ende gewonnen hat. Oder Handball: Ständig wird der Ball vor dem gegnerischen Torraum hin und her geworfen, bis sich irgendwann jemand aufrafft, mit aller Gewalt in einen Gegenspieler zu rennen und dabei aufs Tor zu werfen. 2 Sekunden brutale Action, der Rest gähnende Langeweile. Von Golf, Darts oder der Formel1 will ich gar nicht erst anfangen...
    Bei der Leichtathletik hat man hingegen permanente Abwechslung: Springen, Laufen, Werfen, mit unterschiedlichen Gerätschaften über kurze oder lange Distanzen. Mal Männer, mal Frauen - in allen erdenklichen Körperformen. Jede Entscheidung ein eigenes kleines "Elfmeterschießen". Ästhetik, Eleganz, Kraft und Ausdauer - und ab und zu auch mal ein wenig Gerangel, insbesondere bei den Mittelstrecken oder bei Staffeln.
    Die Protagonisten sind meist Studenten oder Menschen mit "echten" Berufen, keine volltätowierten Hauptschul-Abbrecher mit Lambo in der Garage, die außer zielgerichtet gegen einen Ball zu treten nicht viel auf die Kette bekommen.
    Wer die Leichtathletik nicht liebt, hat von Sport keine Ahnung! Für diesen "Kundenkreis" zeigt RTL daher jetzt wohl auch MMA-Kämpfe - degenerierte Gladiatoren-Spiele 2.0 für Leute, die Donald Trump für einen Politiker halten. Um wem selbst das noch zu hoch ist, für den gibt es ja immer noch Fußball... ;-)
  • TobiasS0810 schrieb am 11.08.2026, 17.35 Uhr:
    Lass dir deine Cola und Chips auf der Couch schmecken...
  • Roman1976 schrieb am 11.08.2026, 10.17 Uhr:
    Warum die deutschen TV Sender neue Sachen gegen Livesport bringen, wissen nur die Chefs. Werde mal Ko fütüre essen, um nicht zuviel darüber nachzudenken