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"The Unicorn" und "All Rise" erhalten keine dritte Staffel

Der amerikanische Sender CBS hat in der Nacht zum Sonntag einige Programmentscheidungen im Rahmen seiner am Mittwoch anstehenden Upfronts verkündet: Nicht verlängert werden die Comedy
Eher tragisch ist das Ende dabei für "All Rise" aus Sicht vieler Fernsehbeobachter. In der Serie spielt Simone Missick (
Für CBS ist die Serie aus zwei Gründen eine Seltenheit gewesen: Einerseits stellt sie eine weibliche Figur ins Zentrum - unter dem langjährigen Sender-Oberboss Leslie Moonves, dessen misogynen Vorstellungen im Zuge seiner Entlassung ans Licht kamen, war das schon immer eine Seltenheit und an den Fingern einer Hand abzuzählen (
Womit wir auch bei der größten Tragik sind: Fünf Autoren hatten nach der Auftaktstaffel freiwillig ihren Hut genommen, da sie mit dem männlichen, weißen Showrunner Greg Spottiswood darüber in einen Grundsatzstreit über die Darstellung von People of Color und auch von Frauen geraten waren - wohlgemerkt hatte sich Spottiswood die Autoren zunächst bewusst in sein Team geholt, dann halt nie ernst genommen. Spottiswood bekam zunächst eine "Beraterin" zur Seite gestellt, wurde sechs Monate später aber nach Vorwürfen über verbales Fehlverhalten entlassen. Trotz allen Problemen bleibt aber, dass "All Rise" ein Projekt mit guten Ambitionen war und eine in dieser Form sehr selten im US-Fernsehen gezeigte Lebenswirklichkeit wieder in der Versenkung verschwindet.
"The Unicorn" hatte sich inhaltlich über zwei Staffeln ordentlich entwickelt. Letztendlich hat CBS in Sachen Sitcom am Donnerstagabend einiges ausprobiert, und "The Unicorn" zieht nun den Kürzeren - laut Deadline vor allem aus finanziellen Gründen abseits der Quoten. Die Serie handelt von Witwer Wade (Walton Goggins), der mehr als ein Jahr nach dem Tod seiner Gattin mit seinen beiden Töchtern Grace (Ruby Jay) und Natalie (Makenzie Moss) in einer Art "stabilem, dauerhaftem Ausnahmezustand" lebt. Sein Freundeskreis bestürmt ihn, allmählich den Rest seines Lebens anzugehen. Die Frauen aus dem Kreis bestätigen ihm zudem, dass er auf dem "Dating-Markt" ein wahrliches Einhorn sei: Ein liebevoller Vater, selbstständiger Kleinunternehmer, kultiviert, beziehungserfahren und beziehungstauglich sowie - im Gegensatz zu allen Männern in ähnlicher Situation auf dem Markt - eben ohne Scheidungsdrama im Hintergrund.
So schlägt Wade das nächste Kapitel auf und begibt sich auf erste Dates - muss aber auch weiter zusammen mit seinen Töchtern die Trauer verarbeiten. Dazu kommen Geschichten um die Töchter als Schwestern im schwierigen Teenager-Alter und Geschichten aus Wades Freundeskreis. Weitere Hauptrollen haben Michaela Watkins, Omar Benson Miller, Maya Lynne Robinson und Rob Corddry.
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Leserkommentare
Hauptkommissar schrieb am 16.05.2021, 16.29 Uhr:
So leid es mir für "The Unicorn" tut aber es war bei den Quoten absehbar, so kam die Ersten Staffel auf Durchnittich 7,10 Mio. Zuschauer sank die 2.Staffel auf 5,66 Mio. Zuschauer zurück.Marcus Cyron schrieb am 16.05.2021, 14.16 Uhr:
Schade um „The Unicorn“. Zwar nie der ganz große Reißer, aber alles in allem recht gute Unterhaltung.Fernsehschauer schrieb am 16.05.2021, 14.10 Uhr:
Moonves kann ja so kein Frauenhasser gewesen sein, wenn er Serien mit Frauen bestellte. Sein Ausscheiden war sowieso ominös, er war, im Gegensatz zur Redstone Familie, immer gegen einen Zusammenschluss von Viacom und CBS. Wahrscheinlich hat man ihm sogar nen gutes Angebot gemacht dass er zustimmt, als er dies ablehnte kamen ohne Wunder wie aus dem Nichts und plötzlich jahrzehntealte angebliche Missbrauchsvorwürfe zum Vorschein und schon konnten sie ihn ohne alles rausschmeißen.
Und hätte sich CBS unter der neuen Führung verbessert, hätte man "All Rise" trotz der widrigen Bedingungen (schlechte Quoten) verlängert. Also hat sich nichts in dem neuen CBS ohne Moonves getan.Marcus Cyron schrieb am 16.05.2021, 14.17 Uhr:
Es finden sich immer welche, die Mißbrauch relativieren oder schön reden.
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