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Das Fernsehjahr 2016 im Rückblick - Teil 2

Das Fernsehjahr 2016 im Rückblick - Teil 2

von Bernd Krannich (30.12.2016)
Das Fernsehjahr 2016 im Rückblick



Mit dem Jahr 2016 finden auch bewegte internationale zwölf Fernsehmonate ihren Abschluss. In den Vereinigten Staaten lagen die Hauptthemen dabei vor allem in der Verstrickung der verschiedenen Fernsehsender mit Donald Trump sowie beim Umgang mit diesem.

Daneben wuchs ein weiteres Mal die Zahl der produzierten Fernsehserien und erreichte dabei zuvor für kaum möglich gehaltene Umfänge. Die ersten Wettbewerber mussten aber nach ihren erfolglosen Investitionen schon die Waffen strecken und aufgeben.

Ein in diesem Frühling häufiger genutztes "Stilmittel" in Serien, sorgte für einen Aufschrei. Während in Großbritannien die BBC mit einer konservativen Regierung um ihr Überleben in der bisherigen Form ringt und im Strukturwandel einige Aushängeschilde verlor, hat der öffentlich rechtliche Sender CBC in Kanada nach der Wahl einer liberalen Regierung wieder Hoffnung auf Besserung seiner prekären Lage.


Der Kandidat Trump und das US-Fernsehen
Donald Trump
Donald Trump als Moderator von "The Apprentice"
Bild: NBC

Als Donald Trump seinen Wahlkampf um den Job des Präsidenten der Vereinigten Staaten begann, da war das Kind schon ins Wasser gefallen. Mit generalisierenden Äußerungen über "kriminelle mexikanische Einwanderer" hatte Trump bereits dafür gesorgt, dass sein ehemaliger Haussender NBC ihm die Zusammenarbeit beim "Miss World"-Wettbewerb aufkündigte. Daraufhin begann ein Rechtsstreit über vertragliche Verpflichtungen, der auch eine weitere Moderation des Reality-Erfolgs "The Apprentice" ausschloss. Im Wahlkampf machte Trump - wie andere Kandidaten auch - Station bei diversen Late-Night-Talk-Formaten. Kritik musste sich dabei vor allem Jimmy Fallon anhören, der seht unkritisch mit Trump umgegangen war, ihn als "Schmusekandidat" darstellte. Für Trump wurden schließlich Tonaufnahmen zur Hürde, die 2005 im Rahmen des NBC-Promigagazins "Access Hollywood" entstanden waren, bei denen sich Trump wohl mit dem Moderator Billy Bush alleine wähnte. Der Immobilien-Mogul brüstete sich damit, wegen seines Reichtums gegenüber Frauen massive sexuelle Belästigungen erlauben zu können. Mit zehnjähriger Verspätung kostete Bush seine damalige, unkritische Reaktion auf diese Äußerungen seinen Job.

Da mit Trump erstmalig ein waschechter Medien-Star zur Wahl antrat, der trotz wildester Äußerungen im Rennen um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner blieb, standen die US-Medien vor einem neuen Problem: Es fiel schwer, Trump nicht weit mehr Raum als anderen einzuräumen. Zudem schoss Trump mit seinen Äußerungen aus der Hüfte und lag mehr als jeder andere ernsthafte Kandidat vor ihm mit seinen Aussagen nachweislich sachlich falsch. Die Sender taten sich lange Zeit schwer damit, darauf im laufenden Programm einzugehen. Letztendlich gewann Trump die Wahl "irgendwie" - dank einer Besonderheit des Präsidentschaftswahlrechts mit fast 3 Millionen Stimmen weniger, als die politische Gegnerin Hillary Clinton. Vermutlich werden sich die US-Medien auch in den kommenden vier Jahren schwer damit tun, mit dem ungeliebten Staatsmann umzugehen. Und unveröffentlichte Aufnahmen seiner Reality-Serie "The Apprentice" sollen noch weiteres explosives Material enthalten, bei dem sich Trump immer wieder massiv im Ton vergriff.

Immer noch nicht "Peak TV"
Peak TV
Die Anzahl der aktiven TV-Serien im zeitlichen Verlauf
Bild: FX

Anfang 2015 prägte John Landgraf, Präsident des amerikanischen Kabelsenders FX, den Begriff des "Peak TV". In Anlehnung an andere Peak-Begriffe, die einen Gipfelpunkt bezeichnen, postulierte Landgraf ein unweigerlich kommende Schrumpfung der Serienproduktion. Seiner These nach gab es damals durch den Neueinstieg diverser Sender, aber vor allem auch der Streaming-Dienste in Eigenproduktionen, mehr Serien, als dauerhaft haltbar seien. Einerseits sei einfach nicht genug fähiges Personal da, andererseits würden immer mehr Serien nicht die Aufmerksamkeit der Zuschauer erhaschen können und damit zum finanziellen Misserfolg werden.

Während Landgraf den "Peak" bereits im Jahr 2015 erwartete, musste er mittlerweile korrigieren und eingestehen: Der Peak wird wohl frühestens 2018 erreicht sein. Nachdem man bei FX 2014 schon satte 389 aktive, fiktionale, hochwertige Serien zählte, waren es 2015 421 und 2016 werden es wohl 455 sein. Für das kommende Jahr wird mit 500 aktiven Serien gerechnet. Landgrafs Fehleinschätzung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Stremaing-Anbieter weiteres Geld und Kreative aus dem internationalen Geschäft (v.a. England) und vom Film (durch Miniserien) anziehen konnten.

Trotzdem wird Landgrafs grundsätzliche These von vielen Branchenbeobachtern nicht angezweifelt. Irgendwann werden mehr Serien produziert werden, als das zur Verfügung stehende Publikum verarbeiten kann. Und dann wird der Markt einbrechen, und mit ihm vermutlich auch einige TV-Anbieter. US-Sender Pivot und der kanadische Streaming-Dienst Shomi, die beide dieses Jahr die Segel strichen, sind da vermutlich nur die ersten Vorläufer.

Game of Thrones auf dem Serien-Thron
Game of Thrones
Hat die Krone bei den Emmys errungen: "Game of Thrones"
Bild: HBO

Bei den diesjährigen Emmys war es soweit: "Game of Thrones" ließ bei der Hauptzeremonie die Konkurrenz hinter sich und stieg zum alleinigen Spitzenreiter in Sachen gewonnener Emmys einer fiktionalen Serie auf: 38 - und die Serie hat noch zwei weitere Staffeln vor sich, um den Rekord ausbauen zu können. Vorheriger Spitzenreiter war die Sitcom "Frasier", das es in elf Staffeln auf 37 Trophäen brachte. Nächstes Ziel für "GoT": Das Variety-Format "Saturday Night Live", das in 41 Staffeln auf bisher 50 Emmys gekommen ist (aber munter weiter sammelt). Gute Vorzeichen dabei sind, dass "Game of Thrones" sich in den Jahren 2015 und 2016 die Doppelkrone in der Kategorie "meiste Emmys in einem Jahr" sicherte: Jeweils zwölf Auszeichnungen gingen an die mörderische HBO-Serie.

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