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Mit dem Überschuss an Nahrung wird das Konservieren wichtig. Salz, das "weiße Gold", ermöglichte Seefahrern am Ende des 15. Jahrhunderts das Überleben mit gepökeltem Fleisch. Die Eroberer brachten Nahrungsmittel aus der "neuen Welt" mit, die die europäische Küche nachhaltig veränderten: Kartoffel, Mais, Tomaten und das Luxusgut Kakao. Die moderne Küche ist ohne diese Zutaten kaum noch denkbar. Die Industrialisierung veränderte das Essen: Es wurde kalorienreicher, vor allem aber reproduzierbar und haltbar. Durch Louis Pasteurs Verfahren zur Keimabtötung durch Erhitzen wurde die Lebensmittelproduktion revolutioniert. Industrialisierte Nahrung war nun für mehr Menschen verfügbar, häufig jedoch bei minderer Qualität. Inzwischen gehören industriell hergestellte Produkte wie Tütensuppen und Fertiggerichte zwar zur Selbstverständlichkeit, stehen jedoch stark in der Kritik. Unser Essen verändert sich permanent: mit Auswirkungen auf soziale Strukturen, politische Entwicklungen und kulinarische Gewohnheiten. Beginnend mit den ersten gebratenen Fleischkeulen weiter bis zur feinen bürgerlichen Küche des 19. Jahrhunderts zeigt die zweiteilige Reihe: Was hat das Essen mit uns gemacht - und wir mit ihm?
(ZDF)





