"Es war eine Bauchentscheidung", sagt Bauherrin Sonja Grayer. Als sie und ihr Mann Christian das verlassene und völlig heruntergekommene Gehöft entdeckten, wussten sie: Hier könnte etwas ganz Besonderes entstehen. Der Plan: Aus der seit 600 Jahren bestehenden Hofstätte eine moderne, energieeffiziente Wohnanlage für mehrere Familien zu machen und dabei das bäuerliche Erbe und den Geist des Ortes zu erhalten. Die Mühe hat sich gelohnt!
Das "Haus am Fluss" ist genauso außergewöhnlich wie die dazugehörige Bauherrengeschichte. Zehn Meter über der nördlichen Donauleite - ganz nah am Wasser gebaut - liegt der langgezogene, nach Süden komplett verglaste Holzriegel mit seinem spektakulären Ausblick auf Fluss und Landschaft. Im Bild: die Bauherren Thea Mettel und Robert Laacke beim Mittagessen mit Architekt Volker Schafitel.
Die junge Familie mit den zwei Kindern hat sich im westlichen Teil des Hauses eingerichtet und die Großeltern bewohnen das östliche Erdgeschoss, das noch durch einen Anbau nach Süden erweitert ist. Natürlich wurde bereits an die Zukunft gedacht: Der gesamte Wohnbereich der Senioren ist altersgerecht und barrierefrei.
Bayerisches Fernsehen TRAUMHÄUSER, "Ein Haus am Schloss", am Sonntag (18.11.12) um 14:45 Uhr.
Hochherrschaftlich in einem Schloss zu wohnen, davon träumen viele. Für die 18 Bewohner des Mehrgenerationenhauses von Schloss Blumenthal in Aichach bei Augsburg wurde dieser Traum wahr. Viel diskutiert wurde auch über die Frage, ob zeitgemäße Architektur überhaupt in das historische Ambiente passt. Unübersehbar: der Bezug zum Schlossensemble.
Mit Siebzig nochmal komplett neu anfangen? Warum nicht, sagten sich neun unerschrockene Senioren aus Ebersberg bei München. Sie starteten ein einzigartiges Bauprojekt, um gemeinsam ihren Lebensabend zu genießen.
An einer baulich höchst schwierigen Stelle baute der Architekt Stephan Maria Lang einen lang gezogenen, flachen Riegel, der sich gegen die problematische Umgebung abschottet.
Die Südwestseite des Hauses mit einem herrlichen Ausblick ins Tal ist folgerichtig komplett geöffnet. Eine große, über Eck laufende Fensterfront bildet den Gegenpol zur Schließung nach Nordosten. Im Gartengeschoss, wo die Schlafräume untergebracht sind, sorgen raumhohe Öffnungen für Licht und Aussicht. Architekt des Hauses in Konstein bei Eichstätt ist Christoph Herle vom Architektenbüro Herle + Herrle.
Das "Haus am Fluss" ist genauso außergewöhnlich wie die dazugehörige Bauherrengeschichte. Zehn Meter über der nördlichen Donauleite - ganz nah am Wasser gebaut - liegt der langgezogene, nach Süden komplett verglaste Holzriegel mit seinem spektakulären Ausblick auf Fluss und Landschaft. Im Bild: die Bauherren auf ihrem Freisitz.
Der große Stahlbetonkomplex mit Vorder- und Rückgebäude stammt aus den 1960er-Jahren und war früher eine Kleiderfabrik. Wo einst für die Stange genäht wurde, haben sich jetzt 40 Künstlerinnen und Künstler mit ihren ganz individuellen Bedürfnissen eingenistet.
Mit seiner hohen Wohnqualität, Umweltfreundlichkeit und altersgerechten Ausgestaltung ist das "Haus am Fluss" ein hervorragendes Beispiel für zeitgemäßes Bauen. Im Bild: das Schlafzimmer.