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Das Fähnlein der sieben Aufrechten

CH, 2001

SRF/Turnus Film
  • 1 Fan jüngerälter
  • Wertung0 14449noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Zwei Jahre nach dem Sonderbundskrieg von 1847 sind die kriegerischen Ereignisse im kleinen Dorf im Bernbiet noch nicht in Vergessenheit geraten. Sieben patriotisch gesinnte Mannen, angeführt vom Zimmermeister und Dorfkönig Frymann , bildet «das Fähnlein der sieben Aufrechten», eine Stammtischrunde, die sich jeden Sonntag zu Schiessübungen versammelt.
Zum «Fähnlein» gehört auch der verarmte Schneider Hediger , dessen Sohn Karl durch ein traumatisches Kriegserlebnis zum Waffengegner geworden ist. Als nach einem Welschlandaufenthalt Frymanns Tochter Hermine ins Dorf zurückkehrt, hofft Karl auf eine gemeinsame Zukunft mit seiner Jugendliebe. Aber Frymann hat seine Tochter bereits seinem Geschäftspartner versprochen, dem Spekulanten Ruckstuhl aus Zürich. Doch Karl gibt nicht auf.
Gottfried Kellers Novelle «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» ist erstmals 1934 verfilmt worden, mit Geld aus Nazideutschland - und der entsprechenden ideologischen Tendenz. Die jüngste Verfilmung von 2001 atmet ihrerseits wieder den Zeitgeist - sowohl im unbekümmerten Sampling-Stil der Inszenierung als auch in der ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte. Der junge Produzent Lukas Erni sah die Aufführung des von Hansjörg Schneider verfassten, auf Gottfried Keller beruhenden Stücks auf dem Ballenberg und beschloss, daraus einen Film zu machen. Der Alpenwestern, in nur drei Wochen gedreht, wurde ohne öffentliche Fördergelder produziert.
Ernis Konzept mit der Kombination von Volkstheater, Heimatfilm und US-Mainstream-Kino sowie dem Darstellermix aus Profis, Promis und Laien wurde zwar anfangs von Kritik und dem etablierten Filmgewerbe skeptisch beobachtet, hat aber zu einem erfreulichen Resultat geführt. Besonders die zwei schauspielerisch unbelasteten Hauptdarsteller Kisha und Fabien Rohrer überzeugen mit ihrer Natürlichkeit. Die «NZZ» meinte dazu: «Er tut äusserst wenig, das aber nicht ungeschickt, und richtig ausgeleuchtet erinnert er von Ferne an den jungen Kevin Costner.»
(SRF)
SRF 1 zeigt diesen Film «Zum 125. Todestag von Gottfried Keller».
(SRF)

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