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"Die Programmansager": MDR reaktiviert klassische TV-Tradition für neues Magazin

von Glenn Riedmeier in News national
(23.04.2026, 17.14 Uhr)
Peter Heller und Stefan Bernschein stellen Highlights der ARD Mediathek vor
Peter Heller (l.) und Stefan Bernschein sind "Die Programmansager"
MDR/Alexander Friederici
"Die Programmansager": MDR reaktiviert klassische TV-Tradition für neues Magazin/MDR/Alexander Friederici

Bis in die späten 1990er Jahre waren sogenannte Programm- bzw. Fernsehansager und -ansagerinnen fester Bestandteil der meisten großen Fernsehsender. Sie kündigten auf sympathische Art das nachfolgende Programm an und stellten dadurch eine gewisse persönliche Nähe zum Publikum her. In abgewandelter Form bringt der MDR dieses Element aus der TV-Vergangenheit nun zurück: In der Nacht von Freitag (24. April) auf Samstag (25. April) läuft im MDR Fernsehen um Mitternacht die erste Ausgabe von  "Die Programmansager - Das Beste aus der ARD Mediathek".

In dem neuen halbstündigen Magazin stellen Peter Heller und Stefan Bernschein ausgewählte Highlights aus der Mediathek der ARD vor. Mit dem Konzept soll eine Brücke vom linearen Fernsehen zu den heutigen Möglichkeiten der Streaming-Welt geschlagen werden. Heller und Bernschein melden sich aus einem gemütlichen Wohnzimmer-Studio und stellen aktuelle Dokumentationen, Serien und Shows vor. Dabei geben sie Einblicke hinter die Kulissen erfolgreicher Produktionen und erläutern, welche Inhalte besonders sehenswert sind.

Die Sendung beschränkt sich jedoch nicht auf Empfehlungen: "Die Programmansager" erklären zudem anschaulich, wie die ARD Mediathek genutzt werden kann. Schritt für Schritt zeigen die Moderatoren, wie Zuschauerinnen und Zuschauer gezielt Inhalte finden oder auch verborgene Schätze aus dem Archiv entdecken können.

Mit Hintergrundinformationen, unterhaltsamen Gesprächen und verständlichen Erklärungen lädt das neue MDR-Magazin dazu ein, "Fernsehen neu zu entdecken und die Möglichkeiten des Streamings zu nutzen". Im Anschluss an die lineare Ausstrahlung sind "Die Programmansager" sowie die vorgestellten Produktionen über ein eigenes Widget im MDR-Bereich der ARD Mediathek abrufbar.

Programmansager gehörten über viele Jahrzehnte zu den bekanntesten Gesichtern der verschiedenen TV-Sender. In stets freundlicher Art verkündeten sie etwa, welcher Primetime-Film die Zuschauer erwartet und lieferten dazu die eine oder andere Hintergrundinformation. Ab etwa 1997 verschwanden die Ansager jedoch sukzessive aus den Programmen. Die Privatsender fingen als erste damit an, die Programmansager durch Trailer zu ersetzen. Als einer der letzten und bekanntesten Ansager des Abendprogramms nahm am 31. Dezember 2004 Dénes Törzs vom NDR seinen Hut, nachdem er ein letztes Mal den Silvesterklassiker  "Dinner for One" anmoderiert hatte. Immerhin bis 2007 gab es am Vorabend im Ersten innerhalb des Rahmenprogramms  "STUDIOeins" noch Ansager, die sich zwischen den Soaps  "Verbotene Liebe" und  "Marienhof" zu Wort meldeten.

In den Folgejahren wurde insbesondere auf kleinen Spartenkanälen immer mal wieder versucht, die Tradition der Programmansager zu reaktivieren, darunter auf Tele 5 und ZDFkultur. Im vergangenen Jahr fungierten Oliver Kalkofe und Peter Rütten im Rahmen der Eventprogrammierung  "Die schöne SchleFaZ Pause" auf Nitro als Ansager. Auch der Bildungskanal ARD alpha greift auf das TV-Relikt zurück: Durch die  "alpha-retro"-Freitagabende führen bis heute Programmansagerinnen, passend zu den gezeigten historischen Dokumentationen im Schwarz-Weiß-Filter.



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