Der Film zeigt die von Michel Alexandre über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren in Deutschland und Österreich geführten Interviews. Die Erinnerungen der Augenzeugen umfassen die Zeit vom Anschluss Österreichs über die sog. Reichskristallnacht bis zur Deportation in Vernichtungslager und planmäßigen Ermordung vieler tausend Menschen in örtlichen Massakern während des Zweiten Weltkriegs. Manche der befragten Personen geben Informationen wieder, die sie bei einem zufälligen Zusammentreffen mit unmittelbar Tatbeteiligten wie SS-Mitgliedern bekommen hatten. Viele Interviewpartner waren Wehrmachtsangehörige (Soldaten, Feldgeistliche, Truppenärzte) und haben auch durch eigene Beobachtungen während ihrer Fronteinsätze von systematischen Tötungen erfahren. Die am Film beteiligten Täter und Opfer schildern ihre persönlichen Wahrnehmungen. Alexandre befragt seine Gesprächspartner knapp, direkt und gezielt. Die ausführlichen Antworten offenbaren oft einen Gewissenskonflikt der unfreiwilligen Mitwisser, die ihre Kenntnisse in der NS-Diktatur wegen einer möglichen Strafbarkeit etwa nach dem Heimtückegesetz geheim hielten und weitere Verbrechen nicht verhindern konnten, auch nicht mit dem Attentat vom 20. Juli 1944. Anders als viele, die in der Nachkriegszeit weiter geschwiegen haben oder den Holocaust leugnen, sind die Zeitzeugen im Film bereit, ihr damaliges Wissen preiszugeben. Die Aussagen werden unter anderem durch Erkenntnisse der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, des Instituts für Zeitgeschichte und des österreichischen Wissenschaftlers Walter Manoschek gestützt.
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