Apfelwangen und eine Nase in Birnenform. Selten ist die natura morta so quicklebendig wie in den Gemälden des Giuseppe Arcimbaldo. Seine fruchtigen Porträts großer Persönlichkeiten machten den Maler zu einem der am meisten gefeierten Künstler der Renaissance. Als Hofmaler des Habsburger-Kaisers Maximilian II schöpfte er aus dem Vollen, was Felder, Beete und Plantagen so an Obst und Gemüse hergaben. Sein Zyklus "Die vier Jahreszeiten" ist rätselhaft und komisch zugleich - ein ständiges Vexierspiel: der Witz liegt im Detail, aber das große Ganze verblüfft. Nach seinem Tod im Jahr 1593 fiel er schnell der Vergessenheit anheim, um in den 1920er-Jahren - wie durch ein mysteriöses Zeit-Raum-Kontinuum katapultiert - von den Surrealisten Man Ray, Salvador Dalí oder André Breton wiederentdeckt zu werden. Dass Arcimboldos Werk gewagt, subversiv und oft unheimlich ist, macht ihn bis heute für zeitgenössische Künstler*innen interessant.
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