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35

Effi Briest

D, 1972

ZDF / � Fassbinder Foundation
  • Platz 840335 Fans  jüngerälter
  • Wertung0 44446noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Weiterer Titel: Fontane: "Effi Briest"
Mit 17 Jahren wird Effi Briest, Tochter aus preußischem Großbürgertum, von ihren Eltern in die Ehe mit dem fast doppelt so alten, aufstrebenden Beamten Baron Innstetten gezwungen. In ein freud- und ereignisloses Leben als Ehefrau und bald auch Mutter eingebunden, lässt sich Effi auf eine Affäre mit dem ebenfalls verheirateten Major Crampas ein - der Beginn einer Abwärtsspirale, die tragisch endet. Effis Eltern und sie selbst erwarten sich von der Ehe mit einem Adligen und Vertrauten des Fürsten Bismarck vor allem den gesellschaftlichen Aufstieg. Doch zunächst muss Effi mit ihrem Mann vom heimatlichen Hohen-Cremmen in den eher provinziellen Handelsort Kessin ziehen. Schwanger und von ihrem Mann zunehmend allein gelassen, fühlt sie sich in der Fremde unwohl. Was zu Anfang in ihrer Fantasie auch mit dem Reiz des Exotischen verbunden war, macht ihr bald nur noch Angst.
In ihrem Kessiner Haus scheint es zu spuken, und die provinzielle Enge droht sie zu erdrücken.Nach der Geburt ihrer Tochter Annie macht Effi Bekanntschaft mit dem neuen Bezirkskommandeur Major Crampas, einem charmanten Lebemann. Es folgen gemeinschaftliche Ausflüge des Ehepaares mit Crampas. Als Innstetten berufsbedingt abwesend ist, beginnt eine Affäre zwischen Effi und Crampas. Sie treffen sich nahezu täglich. Erst die Beförderung Innstettens zum Ministerialrat und der damit verbundene Umzug nach Berlin beenden diese Beziehung - sehr zur Freude und Erleichterung Effis. In Berlin erhofft sie sich ein neues, ihrem gesellschaftlichen Anspruch entsprechendes, großstädtisches Leben.Sechs Jahre später holt sie die Vergangenheit ein: Innstetten findet Crampas' Liebesbriefe.
In einem ausführlichen Grundsatzgespräch über den Stellenwert von Moral und Gesellschaft für das Individuum diskutiert Innstetten mit seinem befreundeten Kollegen Wüllersdorf die Möglichkeiten seines Handelns. Für Innstetten steht fest, er muss Konsequenz zeigen. Er tötet Crampas im Pistolenduell, verstößt Effi und nimmt ihr die gemeinsame Tochter.Bei einem späteren Wiedersehen begegnet ihr Annie mit kalter Höflichkeit. Effi gibt sie und sich verloren und erkrankt schwer. Erst auf Intervention ihres Hausarztes nehmen die Eltern Effi wieder bei sich auf, nachdem sie davor zur Wahrung ihrer moralischen Prinzipien den Kontakt mit ihr gemieden haben. Effi zieht wieder nach Hohen-Cremmen, kehrt nicht mehr ins gesellschaftliche Leben zurück und stirbt."Fontane Effi Briest" ist Rainer Werner Fassbinders Adaption des Romans "Effi Briest" von Theodor Fontane.
Rückblickend bezeichnete Fassbinder den Film häufig als denjenigen, in dem er seine künstlerischen Ideen am unabhängigsten und vollständigsten umsetzen konnte. Trotz des wörtlich übernommenen Fontane-Textes unternimmt der Regisseur keineswegs den Versuch, den Roman in das Medium Film zu übersetzen. Vielmehr setzt er sich ganz im Sinne des Autorenfilmes auf eine eigenständig künstlerisch-konzeptionelle Weise kritisch mit der Romanvorlage auseinander.Für Hanna Schygulla wurde die Effi zur einprägsamsten Rolle in ihrer Zusammenarbeit mit Fassbinder. Schygulla spielt ausdrucksstark mit einer Mischung aus Naivität und Unschuld.Die zeitgenössische Auseinandersetzung mit "Fontane Edffi Briest" in den 1970er-Jahren stand im Zeichen der 68er-Bewegung und der Frauenbewegung. Vor diesem historischen Hintergrund wurden jedoch Fragen thematisiert, die eine überzeitliche Gültigkeit haben. Dies verdeutlicht bereits die Tatsache, dass es Fassbinder gelang, die Problemstellungen und Grundkonflikte aus Fontanes Roman von dessen historischem Hintergrund zu lösen und auf seine eigene Zeit zu übertragen.
Die Fragen nach dem Verhältnis von Gesellschaft und Individuum, von gesellschaftskritischem Bewusstsein und gesellschaftskonformem Handeln sind heute so aktuell wie zu Zeiten Fassbinders oder Fontanes.
(3sat)
Nach dem Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane zeigt Rainer Werner Fassbinder in seinem Film, wie eine Gesellschaft mit emotionaler und physischer Brutalität ihre herrschenden Werte von Ehre und Moral erhält. Widerstand gibt es keinen, weder von der verstoßenen Effi selbst noch ihren Eltern, die die Verurteilung als gesellschaftlich normalen Vorgang akzeptieren. Fassbinder hat die filmische Umsetzung des Romans mit strenger Konsequenz betrieben. Er zeichnet die Zeit und das Milieu in einer überaus nuancierten Schwarzweiß-Fotografie. Der Zuschauer wird nicht mit suggestiven Bildern erschlagen, sondern der Film berichtet behutsam und gründlich, ja fast detailbesessen die Geschichte Effies. Fassbinder versucht keine Aktualisierung der literarischen Vorlage, bekennt sich vielmehr durch Schriftinserts und einen kommentierenden Erzähler zu ihr und macht dabei durch seine einfühlsame Interpretation des Romans seine überzeitliche Wirkung sichtbar. Dazu Fassbinder: "Ich meine, man soll an dem fertigen Film ganz klar merken, dass das ein Roman ist, und dass an dem Roman nicht das wichtigste ist, dass er eine Geschichte erzählt, sondern wie er sie erzählt. Die bisherigen 'Effi-Briest'-Verfilmungen zeigen sehr wenig von der Zeit und von Fontanes Sicht dieser Zeit. Ich finde das verkehrt, es sollte immer spürbar sein, dass das eine von jemand einmal erzählte Geschichte ist. Wie und warum die Geschichte so erzählt worden ist, das muss sich durch den Film übertragen."
(3sat)
Cast & Crew

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