75 Jahre nach dem Ende des Hauptverfahrens des Nürnberger Prozesses wirft die Dokumentation einen Blick auf ein weiteres Verfahren, das Geschichte schrieb. Der Einsatzgruppenprozess von Nürnberg gilt als größter Mordprozess der Geschichte gegen Angehörige von vier Todes-Kommandos aus Sicherheitspolizei und SD (dem Sicherheitsdienst der SS). Während des Zweiten Weltkrieges wurden sechs Millionen Juden ermordet. Vier Millionen starben in den Vernichtungslagern, doch wurden zwei Millionen Menschen bei systematischen Massenerschießungen getötet. Die Täter standen ihren Opfern von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Sie schossen auf Männer, Frauen, Kinder - Tag für Tag, gehorsam und beflissen, als sei es normale Arbeit. Zehntausende Deutsche gehörten den mobilen Kommandos der Einsatzgruppen und Polizeibataillone an. Wer waren diese Männer, wie konnten sie solche Morde verüben? Was berichteten die wenigen Überlebenden, wie konnten sie dem Massensterben entkommen und mit der grausamen Erfahrung weiterleben? Autor Manfred Oldenburg zeichnet anhand von schriftlichen Überlieferungen, Originaldokumenten, Filmaufnahmen und Fotos sowie szenischen Rekonstruktionen den Weg eines der Mordbataillone nach. Historiker und Sozialpsychologen nehmen dazu Stellung. Benjamin Ferencz, inzwischen 101 Jahre alt, spielt eine zentrale Rolle in dem Film. Der amerikanische Top-Jurist schrieb Weltgeschichte, war in Nürnberg Chefankläger gegen führende Mitglieder der sogenannten Einsatzgruppen. Ein aktuelles, ausführliches Interview mit dem Jura-Professor bildet einen Leitfaden für den Film.
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Ende Juni 1942 werden Männer des Reservepolizei-Bataillons 101 nach Polen versetzt. Ihr Auftrag in den kommenden Wochen und Monaten: Sie sollen jüdische Männer, Frauen und Kinder erschießen.
Es existierten über 130 Polizeibataillone während des Zweiten Weltkrieges. Von allen diesen Einheiten hat das Hamburger Bataillon 101 die vierthöchste Mordrate.
1942 werden vor allem ältere Familienväter zum Dienst in Reservepolizei-Bataillone einberufen. Für einen Einsatz in der Wehrmacht eignen sie sich aus der Sicht der militärischen Führung nicht mehr.
Am 13. Juli 1942 erreicht das Reservepolizei-Bataillon 101 ihren ersten Einsatzort in Józefów, Polen. Major Wilhem Trapp versammelt die Männer am frühen Morgen zum Appell.
Der US-Jurist Benjamin Ferencz wurde mit nur 27 Jahren zum Chefankläger im Einsatzgruppenprozess. Heute ist er 101 Jahre alt und engagiert sich noch immer gegen Krieg und Völkermord.
Der renommierte US-Historiker Christopher Browning forscht seit Jahrzehnten über das Reservepolizei-Bataillon 101. Sein Buch "Ganz normale Männer" erschien 1992 und gilt heute als ein Standardwerk der Holocaust-Literatur.
Otto Ohlendorf (r.), ehemaliger Leiter der sogenannten Einsatzgruppe D, steht im Mittelpunkt des sogenannten Einsatzgruppenprozesses. Er befehligte 600 Männer, die in einem Jahr 90 000 Menschen ermordeten.
Das Reservepolizei-Bataillons 101 tritt zum Appell an. Einen Befehlsnotstand gab es nicht, trotzdem verweigert nur ein knappes Dutzend von etwa 500 Männern den Schießbefehl.
Ende Juni 1942 werden Männer des Reservepolizei-Bataillons 101 nach Polen versetzt. Ihr Auftrag in den kommenden Wochen und Monaten: Sie sollen jüdische Männer, Frauen und Kinder erschießen.