Die "Rauhnachtgeschichten" führen in die Welt uralter Erzählungen und Mythen des niederösterreichischen Alpenvorlandes, in dem sich viele althergebrachte Bräuche und Riten erhalten haben. In der Zeit zwischen dem Thomastag am 21. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar, in der kältesten Jahreszeit, vom wohligen Zuhause aus, erwacht eine längst vergangene Welt zu Leben, die in althergebrachten Bräuchen überliefert und damit auch Teil der Gegenwart ist. Die Wintersonnenwende, glaubt man im niederösterreichischen Alpenvorland, sei die Zeit für die Wesen der Parallelwelt, sich den Menschen schemenhaft zu zeigen. So machten sich die Percht und ihre Hexengefolgschaft auf den Weg, die Menschen zu kontrollieren und Gutes und Böses zu registrieren. Wer ihrer ansichtig wird, muss mit Vergeltung rechnen, da seien die rauhen Gestalten nicht zimperlich. In diesen mythischen Jahreskreislauf führen die "Rauhnachtgeschichten", die einen seltenen Einblick in bäuerliche Traditionen und deren Ursprünge bieten. Wer, der außerhalb des Alpenvorlands lebt, hat schon einmal von den "Zoderwascheln" gehört? Den Seelen der ungetauften Kinder, die um Erlösung tanzen. Oder von den Gesetzen der "wilden Jagd"? Und wer, der nicht dort zu Hause ist, weiß, was ein "Schober" ist, und was der Anschnitt eines Kletzenbrotes für eine Bedeutung haben kann?...
(3sat)
Daten
Länge: ca. 45 min.
| Internationale TV-Premiere | Mo, 29.12.2013 (ORF 2) |
| Deutsche TV-Premiere | Do, 16.12.2015 (3sat) |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
- Drehbuch: Anita Lackenberger, Gerhard Mader
- Produktionsauftrag: ORF












