Unbezähmbar, scheu und fast unsichtbar - das sind Wildkatzen. Zuhause in mitteleuropäischen Wäldern, sind sie heute vielerorts verschwunden. Wo Wildkatzen noch vorkommen - wie in der Eifel - führen sie ein äußerst heimliches Leben. Wildkatzen verbringen die meiste Zeit versteckt im Wald und zeigen sich nur, wenn sie auf den angrenzenden Wiesen jagen. Fette Mäuse sind ihre Leibspeise - und die gibt es auf den Eifel-Wiesen reichlich. So reichlich, dass auch Füchse, Bussarde und andere Mäusejäger genügend Beute finden. Zurück im schützenden Wald, scheinen die Katzen mit den Schatten zu verschmelzen: Wie kleine Waldgeister, lautlos und unsichtbar, schleichen sie durchs Unterholz. Selbst Experten können die Katzen nur selten in ihrem Lebensraum beobachten: Die Wildbiologen Ingrid Büttner und Manfred Trinzen sind den scheuen Tieren seit Jahren mit der Kamera auf der Spur. Mit viel Geduld gelingen den beiden einmalige Aufnahmen von freien Wildkatzen in Wald und Flur.Von Jägern droht den Wildkatzen heute keine Gefahr mehr, im Gegenteil: Deutschlandweit versuchen Naturschützer, den Tieren durch sogenannte Katzenkorridore neue Verbreitungswege zu erschließen. In der Eifel gibt es allerdings einen besonderen 'Korridor': Die im Zweiten Weltkrieg erstellten Betonhöcker und Bunker des Westwall-Verteidigungssystems sind inzwischen völlig zugewachsen und schützen viele Tiere auf ihren Wanderungen von Wald zu Wald. Trotz aller Bemühungen, Wildkatzen zu schützen, geraten Jungtiere bei Waldarbeiten oder durch wohlmeinende Spaziergänger immer wieder in Lebensgefahr. Sogenannte Wildkatzen-Findlinge sehen zwar niedlich aus, lassen sich jedoch auch bei bestem Willen nicht zähmen. Wenn die wilden Kätzchen Glück haben, landen sie schließlich in der Auffangstation bei Ingrid und Manfred. Die beiden Experten päppeln die Jungtiere auf, bis sie groß genug sind, um in der Wildnis allein zurechtzukommen. Eine mühevolle, doch besondere Aufgabe: Jahrelang begleiten die beiden Wissenschaftler ihre Schützlinge. Mit stimmungsvollen Bildern aus der Eifel und authentischen Aufnahmen erzählt dieser Film die faszinierende Geschichte des heimlichen und kaum bekannten Lebens der Wildkatzen. Sie könnten überall in unserer Nähe wohnen - versteckt in Deutschlands Wäldern. Wildkatzen waren einst in fast allen mitteleuropäischen Wäldern zu Hause, doch über die Jahrhunderte sind sie vielerorts verschwunden. War es früher die Jagd, macht ihnen heute die deutsche Kulturlandschaft zu schaffen: Es gibt kaum noch große und zusammenhängende Laub- und Mischwälder, in deren Schutz Wildkatzen ungestört herumwandern können. Felder, Straßen und Siedlungen machen den scheuen Tieren das Leben schwer. Wildkatzen sind Waldkatzen: Wo es Baumhöhlen zum Schlafen, Hecken zum Verstecken und Lichtungen zum Jagen gibt, fühlen sie sich wohl.
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Junge Wildkatzen haben noch ein deutlich gezeichnetes Fell. Wenn sie größer werden, verwischt die Zeichnung und macht die Tiere im Wald so gut wie unsichtbar.
Wildkatzen haben es im Winter schwer: Es ist so gut wie unmöglich, Mäuse unter der Schneedecke zu erjagen. Deshalb fressen die Katzen im Winter auch Aas.
Wie alle Katzenkinder sind kleine Wildkatzen neugierig. Doch auf Menschen reagieren schon die Jungtiere ziemlich kratzbürstig: Wildkatzen lassen sich so gut wie nicht zähmen.