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TV-Kritik/Review: "Das Pubertier": Seichte Unterhaltung mit zahlreichen Mankos

TV-Kritik/Review: "Das Pubertier": Seichte Unterhaltung mit zahlreichen Mankos

von Jana Bärenwaldt (07.09.2017)
Bestseller-Adaption gerät zur Aneinanderreihung von Klischees
Da werden Teenager zu Hyänen: Vater Jan Maybacher (Pasquale Aleardi), Tochter Carla (Mia Kasalo) und Mutter Sara (Chiara Schoras) in "Das Pubertier"
Bild: ZDF/Tobias Schult
TV-Kritik/Review: "Das Pubertier": Seichte Unterhaltung mit zahlreichen Mankos/Bild: ZDF/Tobias Schult

Die Pubertät ist eine schwierige Zeit. Eine Zeit geprägt von Umstellungen und Veränderungen. Das gilt jedoch nicht nur für den jeweiligen pubertierenden Teenager, sondern auch für das familiäre Umfeld. In "Das Pubertier" wird aus der Perspektive von Vater Jan Maybacher (Pasquale Aleardi) das Zusammenleben mit seiner Familie geschildert, bestehend aus seiner Frau Sara (Chiara Schoras), dem 10-jährigen Nick (Levi Eisenblätter) und vor allem mit seiner 13-jährigen Tochter Carla (Mia Kasalo). Die Dramedy basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Jan Weiler, der dieses Jahr auch als Kinofilm adaptiert wurde. Dem Titel zum Trotz ist die eigentliche Hauptfigur der Serie nicht das Pubertier Carla, sondern ihr Vater Jan, der nicht verstehen kann was aus "seinem kleinen Mädchen" geworden ist und wie er von heute auf morgen vom Super Daddy zur peinlichen Nervensäge degradiert werden konnte.

Das Leben der vierköpfigen Familie ist auf jeden Fall alles andere als alltäglich. Hier folgt ein Unglück auf das nächste und vor allem Vater Jan scheint besonders talentiert darin, wirklich in jedes erdenkliche Fettnäpfchen hineinzutreten. Eigentlich war immer alles perfekt und Jan hatte sich schon an sein Bilderbuchleben gewöhnt. Die Betonung liegt auf "eigentlich", denn von einen auf den anderen Tag verändert sich plötzlich alles: Carla kommt in die Pubertät. Fortan ist nichts mehr wie es einmal war, und es scheint als ob Jan damit mehr Probleme hätte, als Carla selbst - oder der Rest der Familie.

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Bereits das morgendliche Weckritual gleicht für Jan nun einem absoluten Horrortrip. Bei seinen ungeschickten Weckmethoden ist es allerdings auch kein Wunder, dass seine Teenie-Tochter fast die Wände hochgeht. Carlas Eltern verhalten sich so, als wäre ihre Tochter eine Bombe, die bei der kleinsten Bewegung hochgehen könnte. Wobei sich Carla eigentlich ziemlich berechenbar verhält, immerhin erfüllt sie alle gängigen Teeanger-Klischees, wie stundenlang das Bad zu blockieren, laut Musik zu hören oder bei allem was ihr nicht passt eine hysterische Szene zu veranstalten. In ihrer Freizeit trifft sie sich viel mit ihren Freunden und schwärmt von Lukas (Marc Sierzputowski), einem Jungen aus ihrer Schule. Hört sich doch alles nach einem ganz normalen pubertierenden Mädchen an. Die Eltern können in dieser Komödie von Glück reden, dass ihre Tochter keine wirklichen Probleme macht.

Das Pubertier
Ein Junge, ein Verbot - und schon fließen die Tränen bei Teenager Carla (Mia Kasalo) weint. Mutter Sara (Chiara Schoras) muss trösten

Überhaupt lebt "Das Pubertier" von ziemlich vielen Klischee. Da wäre zum Beispiel Roksana, (Anica Dobra) die osteuropäische Putzfrau der Familie, die stets mit hochgebundenen Haaren, riesigen Kreolen und einem rosa Kittel herumläuft. Oder Jans Vater Eberhard (Dietrich Hollinderbäumer), der sich auf einmal eine 20 Jahre jüngere Freundin namens Heidi (Annette Frier) gesucht hat und mit ihr seinen zweiten Frühling erlebt. Dumm nur, dass Heidi eine alte Schulfreundin von Jan ist, mit der er fast sein erstes Mal erlebt hat.

Manchmal kommt im Leben halt alles zusammen, wie in der ersten Folge von "Das Pubertier". Den Schock mit über 40 Jahren noch zum Scheidungskind zu werden kann Jan gar nicht richtig verdauen, muss er doch zur Schulaufführung seines Sohns Nick, den er irgendwie ständig vergisst, seine neue Kolumne vor der vorgezogenen Deadline einreichen und versuchen, seine neurotische Schwester Julia (Henriette Richter-Röhl) wegen einer erneuten Lappalie zu beruhigen. Julia fühlt sich als das schwarze Schaf der Familie, denkt dass Jan ihr stets vorgezogen wird und befindet sich gefühlt alle fünf Minuten kurz vor einem erneuten Nervenzusammenbruch. Nach der Hälfte der ersten Folge möchte man der Frau wirklich gern professionelle Hilfe ans Herz legen. Um das Chaos noch perfekt zu machen, glaubt Jan irrtümlich, dass Carla schwanger ist. Das "lustige" Missverständnis wird durch die gesamte erste Folge gezogen und mit gezwungen konstruierten Dialogen immer wieder an der Auflösung gehindert.

Die Dialoge sind außerdem leider ebenfalls ziemlich klischeebeladen und vor allem realitätsfern. Die Klassiker-Sprüche des gepflegten Familiendramas wie "Ich bin kein Kind mehr", "Wann bist du eigentlich so groß geworden?" dürfen ebenso wenig fehlen wie tiefgründige Wortwechsel in zeitgemäßer Jugendsprache à la "Ach, der ist doch voll Panne! Hey, der ist doch voll süß!" oder "Mein Herz rast wie verrückt. Bei diesem einen Lied, du weißt schon, wo die Bass Drum immer schneller und lauter wird". Da niemand wirklich so redet, wirken die Dialoge oft hölzern und gestellt, was schade ist, da die Darsteller so gezwungen sind ihr Licht unter den Scheffel zu stellen.
Das Pubertier
Jan (Pasquale Aleardi) wollte eigentlich nur den Grill zurückbringen und stolpert über seinen Vater Eberhard (Dietrich Hollinderbäumer, M) und dessen neue Gefährtin Heidi (Annette Frier)

"Das Pubertier" bemüht sich krampfhaft darum witzig zu sein, aber meist scheitern diese Bemühungen genauso schmerzvoll, wie Jans Bestrebungen, ein cooler Vater zu sein. Beispielsweise werden manchmal die Gedanken von Jan und Carla als übertriebene Horrorszenarien vor dem Green Screen zusammengebastelt und als humoristische Zwischensequenzen eingebaut. Eine im Prinzip nette Idee, die hier wieder einmal an der Umsetzung scheitert.

Natürlich ist das Thema der Serie recht banal, aber gerade darin kann auch der Reiz liegen, wenn die Thematik interessant und durchdacht erzählt wird. Bei "Das Pubertier" wird allerdings weniger auf Innovationen, sondern auf seichte Unterhaltung und bekannte Erzählmuster gesetzt, womit sich die Handlung größtenteils vorhersehbar gestaltet. Die schauspielerische Leistung von überfordertem Vater, in sich ruhender Mutter und aufsässiger Tochter kann zwar für einiges entschädigen, aber eben nicht sämtliche Mankos der Dramedy wieder wettmachen. Alles in allem bietet die Serie einfach nichts Neues und reißt den Zuschauer mit Sicherheit nicht vom Hocker.


Meine Wertung: 2/5


Jana Bärenwaldt © Alle Bilder: ZDF/ Britta Krehl

Die Serie "Das Pubertier" feiert ab dem 7. September 2017 um 20.15 Uhr beim ZDF ihre Fernsehpremiere - die weiteren fünf Folgen werden am 21. und 28. September sowie am 12., 19. und 26. Oktober ausgestrahlt, jeweils um 20:15 Uhr. Die ersten drei Episoden sind aktuell bereits in der Mediathek des ZDF online.
 

Leserkommentare

  • Fienchen schrieb via tvforen.de am 12.09.2017, 08.23 Uhr:
    FienchenNö.
  • Brioni49 schrieb am 11.09.2017, 09.15 Uhr:
    Brioni49"....gestressten Dad, der nen Schwangerschaftstest findet und sofort assoziiert, die pubertierende Tochter kriege ein Kind, über die damit verbundene Panik..."
    Was ist das für eine Erziehung, wenn man bei der 13jährigen einfach so eine Schwangerschaft unterstellen kann? Eine Assi-Familie? Welche Vorbilder hat das Kind? Welchen Umgang? Wurde das Kind nicht aufgeklärt? Warum brauchen heute Kinder - und das ist man mit 13 - Geschlechtsverkehr? Mir tun die Mädchen leid, x Burschen ausprobieren, bis der Richtige kommt, dann sind sie mit 20 getrennt oder geschieden, haben 1-2 Kinder und keine Ausbildung. Und das aus Angst, wenn sie ihn nicht ranlassen, haben sie keinen und verlieren Ansehen im Freundeskreis.
  • Brioni49 schrieb am 11.09.2017, 09.07 Uhr:
    Brioni49...und mein Sohn hat auch niemanden terrorisiert, war in der Schule ein zwar arbeitsintensiv, kam aber ganz gut durch. Vermutlich muß man schon früher die elementaren Grundlagen für gutes Benehmen und Rücksicht schaffen.
  • Brioni49 schrieb am 11.09.2017, 09.02 Uhr:
    Brioni49Himmel, waren wir pflegeleicht. Ich habe seinerzeit niemanden terrorisiert und wurde mit allen Veränderungen der Zeit allein fertig. Allerdings waren wir noch nicht so sexualisiert. Heute kriegen 14jährige die Krise, wenn sie noch Jungfrauen sind. Shoppen, Musik, diverse "Musts" machen unnötigen Stress. Wir haben die Teenagerjahre mit Lernen verbracht.
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 10.09.2017, 18.00 Uhr:
    Snake PlisskenWie kommt es denn, das Film- und Serienadaption zur gleichen Zeit laufen?? Sowas ist ja mehr als selten. Hört sich ein wenig danach an, als sollte da krampfhaft ein Franchise geschaffen werden, das man melken kann?! Bin ich eigentlich der Einzige, der den Titel einfach zu dämlich findet?? Snake
  • tiramisusi schrieb via tvforen.de am 10.09.2017, 12.34 Uhr:
    tiramisusija, vor kurzem angelaufen
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 13.59 Uhr:
    NachdenkerLäuft der nicht gerade im Kino ? Nachdenker
  • tiramisusi schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 13.54 Uhr:
    tiramisusiund ich hatte ernsthaft geglaubt , es sei die verfilmung mit J.Liefers ... dann hätte es sich wenigstens ein wenig gelohnt
  • chrisquito schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 12.59 Uhr:
    chrisquitoallein die Tatsache, dass das ZDF unsere Gebühren verschleudert, um auf Pro7 und Co. Trailer zu schalten, sollte schon im Vorfeld Anlass zu schlimmsten Befürchtungen gegeben haben
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 12.45 Uhr:
    NachdenkerNeeeeeeeeee so etwas habe ich nicht kennengelernt und wenn dann hätten wir als Eltern ganz anders reagiert . Nachdenker
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 12.09 Uhr:
    SvetaBesser kann man es kaum beschreiben. So etwas passt doch gut zu den anderen "Telenovelas" am Nachmittag. Überdreht inszenierte vorhersehbare "Probleme" von Besserverdienenden... wir haben 30min ausgehalten und sind dann auch nicht mehr zur zweiten Serie erschienen.
  • linkin_park schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 10.20 Uhr:
    linkin_parkWohl nur was für Eltern mit entsprechenden Erfahrungen. Also nix für mich.
  • Pete Morgan schrieb via tvforen.de am 08.09.2017, 04.13 Uhr:
    Pete MorganFür mich war das nix. Eine vorhersehbare Story voller Klischees und totalem Overacting - irgendwie hatte ich stets das Gefühl, das in anderen seichten ZDF-Romantic Comedies schon besser gesehen zu haben. da war alles drin, vom gestressten Dad, der nen Schwangerschaftstest findet und sofort assoziiert, die pubertierende Tochter kriege ein Kind, über die damit verbundene Panik bis hin zur Verwechslung des Freundes und dem kleinen Sohn, der als Riesengurke verkleidet durch die Gegend latscht, weil das Schultheaterstück ansteht. Und natürlich kriegt der Pappich von einem anderen Pappich eine gescheuert, damit er fortan ein blaues Auge hat und sich bemitleiden lassen darf... Mann, was ein Blödsinn. Und das Ganze dann irgendwie auf "realistisch" und gequält unterhaltsam getrimmt. Wenn das Fernsehen ist, wie es angeblich zurzeit die Zielgruppe begeistern soll, dann ist das nicht "meine" Art von Fernsehen. Ich guck das nicht mehr weiter. Die dreiviertel Stunde hat mir gereicht. Der Lonewolf Pete PS - Und gleich dahinter dann diese unsägliche 70er Jahre-Zeitgeist-Vergangenheitsbewältigungsgeschichte um eine Zeitschriftenredakteurin, die sich mit dem männlichen Kollegenumfeld anlegt und den machos zeigt, was "Frau" in den 70er draufhatte... bzw. hätte haben sollen, denn die Realität sdah dann doch bisschen anders aus, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Hier wollte wohl das Autorenehepaar Zahn ihre eigenen Wunschträume von einst nochmal wahr werden lassen - da bin ich von den beiden aber Besseres gewohnt. Mich hats nur genervt, die ganzen Charaktere sind irgendwie seltsam und nicht gelungen, und ich konnte zu keiner Zeit auch nur irgendeinen Zugang finden - nicht mal bei der Party, bei der am Ende alle nackt rumliefen (mags gegeben haben, aber in Kreisen, in die Normalsterbliche wohl kaum Zugang oder Einblick gehabt haben...). Am Ende drehte sich alles irgendwie um Titten, Ärsche, was man auf einem Magazincover zeigen darf, soll und wieder nicht, dazwischen gabs einen Baader-Meinhof-Querbezug und spießige Otto Normaldeutsche, die sich angewidert ob des nackten Männerpopos auf einer Titelseite abwenden (nur um dann im Kiosk nebenan wahrscheinlich das Aufklappposter im Playboy zu betrachten...). Auch hier vergeudete Sendezeit und nicht meine Art von Fernsehen. Eine Serie, die ich nicht gebraucht hätte. Und Ehepaar Zahn soll lieber wieder Krimis schreiben, das können sie nämlich besser.
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 07.09.2017, 14.28 Uhr:
    Nachdenkerich habe schon mal in der Mediathek geschaut und nach ca. 15 Minuten abgeschalten . Für mich war es einfach nur nervig !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich bin selbst Mutter aber so wäre ich meinem Kind nicht in den Hintern gekrochen . Pubertier hin oder her . Nachdenker
 

Über die Autorin

  • Jana Bärenwaldt
Jana Bärenwaldt entdeckte ihr Interesse an Fernsehserien relativ spät, erst mit der Ausstrahlung von "The Tudors" im deutschen Fernsehen wurde sie zu einem richtigen Serien-Fan. Bis heute ist die Historienserie eins ihrer favorisierten Genres, weswegen sie diesem Thema auch ihre Bachelorarbeit gewidmet hat. Mittlerweile schaut sie aber bunt gemischt, von Drama über Fantasy bis Crime ist alles mit dabei. Seit März 2016 ist Jana neben ihrem Studium in der Redaktion von TV Wunschliste tätig und schreibt dort hauptsächlich für TV-Serien aus dem englischsprachigen Raum.