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Senderchefin Channing Dungey räumt mit Altlasten auf
Im Zwielicht: Kermit und Miss Piggy in "The Muppets"
Bild: ABC
ABC stellt "Nashville", "The Muppets", "The Family" und "Galavant" ein/Bild: ABC

Mehrere Branchenbeobachter haben die zahlreichen Serieneinstellungen bei ABC in der Nacht zum Freitag mit der berüchtigten Red Wedding von "Game of Thrones" verglichen. Die neue Senderverantwortliche Channing Dungey trennte sich von zahlreichen alten Zöpfen. Neben "Castle" (wunschliste.de berichtete) war "Nashville" die zweite größere Überraschung. Die Absetzungen der Comedys "Galavant" und "The Muppets" sowie von "The Family" von "Marvel's Agent Carter" folgte hingegen dem Quotendiktat - auch wenn den "Muppets" und "Agent Carter" wegen Synergieeffekten im Mutterkonzern Disney noch Außenseiterchancen eingeräumt wurden.

Wie bei "Castle" waren bei "Nashville" die Zeichen eigentlich auf "Fortsetzung" geschaltet gewesen: Das Produktionsstudio Lionsgate TV hatte namhafte neue Showrunner speziell für eine kommende Staffel engagiert (wunschliste.de berichtete), die sogar schon an der Handlung der neuen Staffel gearbeitet haben. Laut Deadline sucht das Studio auch schon nach einer neuen Heimat für Serie "Nashville".

Genaue Gründe für die Absetzung wurden bisher nicht bekannt. "Nashville" war kein Quotenhit, konnte jedoch auf ein festes Kernpublikum vertrauen (und ABC hat einige größere Baustellen). Zudem brachten die Soundtracks Extra-Einnahmen. Gegen die Serie sprachen die die Einnahmen drückende Zusammenarbeit von ABC Studios mit Lionsgate, die Abhängigkeit der Profitabilität von Steueranreizen am Produktionsort sowie neue Gesetze im Bundesstaat Tennessee. Die erlauben unter dem Deckmantel der freien Berufsausübung unter anderem Psychologen, die Behandlung von homosexuellen Patienten abzulehnen. Die Darsteller der Serie und auch der Disney-Konzern empfanden das in Pressegesprächen als problematisch. Vermutlich fiel die Entscheidung letztendlich aber im Zuge des kürzlich vollzogenen Regime-Wechsels an der Senderspitze bei ABC. Dabei werden zumeist die Wackelkandidaten abgesägt.

Mit viel Elan gestartet waren seinerzeit "The Muppets". Viele Fans fanden Gefallen an der Pilot-Präsentation, der die Serie ihre Bestellung verdankte, und die ABC zeitweise ins Netz stellte. Die eigentliche Serie blieb jedoch hinter den inhaltlichen Erwartungen zurück. Das kostete den Showrunner den Job (wunschliste.de berichtete), sein Nachfolger hatte nur sechs Folgen Zeit, um sich zu beweisen. Doch gleich dessen erste neue Folge setzte nach einer Ausstrahlungspause einen neuen Quoten-Tiefpunkt. Seitdem wurde die Hoffnung auf eine Verlängerung lediglich vom Synergie-Argument genährt.

Bei "Galavant" hingegen hatte wohl niemand daran geglaubt, dass die Serie eine dritte Staffel erhalten würde. Mit ihr wollte Dungey-Vorgänger Paul Lee britischen "Monty Python"-Humor zum Sender bringen. Bereits die überraschende Bestellung einer zweiten Staffel sorgte bei der mittelalterlichen Musik-Comedy für Kopfkratzen. Die Quoten der zweiten Staffel gaben erneut nach. Mittlerweile hat auch Titeldarsteller Joshua Sasse einen neuen Job - seine neue Serie "No Tomorrow" wurde heute bei The CW bestellt Joshua Sasse.

Die Mystery-Serie "The Family" hingegen kam nie richtig in Fahrt. Im Zentrum steht die Politikerfamilie Warren um Matriarchin Claire (Joan Allen). Als der entführte und totgeglaubte jüngste Sohn der Familie nach einer Dekade zurückkehrt, sendet das Schockwellen durch die kleine Gemeinde, aus der er stammt. Neue Fragen über den Tathergang treten auf, die Nerven in der sich im Wahlkampf befindlichen Familie liegen blank - und letztlich stellt sich die Frage, ob der Zurückgekehrte wirklich der ist, der zu sein er vorgibt. Die Macher hatten vorab versprochen, dass das Finale der ersten Staffel zumindest hier Gewissheit schafft.


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