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Streaming-Dienst versucht neuen Veröffentlichungsmodus
"Frau Jordan stellt gleich" mit Katrin Bauerfeind
Bild: Joyn / Christiane Pausch
Bauerfeind-Serie "Frau Jordan stellt gleich" kommt bald zu Joyn/Bild: Joyn / Christiane Pausch

Joyn hat einen Veröffentlichungstermin für seine Serieneigenproduktion "Frau Jordan stellt gleich" gefunden: Den 23. September 2019. An diesem Tag soll die komplette zehnteilige Auftaktstaffel veröffentlicht werden. Das berichtet DWDL unter Berufung auf den Streaming-Dienst. Demnach soll eine Ausstrahlung im linearen TV erst im kommenden Jahr auf ProSieben erfolgen.

Die Hauptrolle in der Serie hat Moderatorin und Autorin Katrin Bauerfeind, die Drehbücher stammen von "Stromberg"-Mastermind Ralf Husmann.

"Frau Jordan stellt gleich" befasst sich laut früheren Ankündigungen durch die Figur der Gleichstellungsbeauftragten Eva Jordan mit dem Thema Gleichstellung bzw. Gleichberechtigung von Frauen und Männern und will Antworten auf Fragen liefern wie "Wann sind Brüste in der Öffentlichkeit Kunst, wann Sexismus?" und "Sollte man sich einmischen, wenn ein Spielzeugladen das Geschäft in rosa Mädchenabteilung und blaue Jungenabteilung trennt?".

Jordan muss sich mit der gesamten Bandbreite des Themas herumschlagen: Männer in PEKiP-Frühförderkursen, Frauen bei der Feuerwehr, 'alte, weiße Männer' und 'junge, nackte Frauen', lästige Behinderte und lustige Senioren. Noch dazu gelingt es Eva Jordan nicht, ihr Privatleben aus ihrem Job herauszuhalten: Ein Mann hätte vermutlich längst kapituliert, Frau Jordan legt gerade erst los.

"Nachdem ich lange über Männer im Büro geschrieben habe, wollte ich etwas völlig anderes machen, nämlich was über Frauen im Büro. Die Gesellschaft spielte mir in die Karten und steuerte kurz darauf die Themen #MeToo, Sexismus und alte, weiße Männer bei", kommentierte Head-Autor, Showrunner und Creative Producer Ralf Husmann seinerzeit die Entwicklung des Stoffes. "Außerdem hatte Katrin Bauerfeind ein Buch geschrieben mit 'Geschichten, die Männern nie passieren würden'. Darin bekennt sie sich zum Humorfeminismus. Jetzt mussten wir nur noch eins und eins zusammenzählen. Das Ergebnis heißt: 'Frau Jordan stellt gleich'."

Zunächst wurde eine erste Staffel mit zehn Folgen in Berlin gedreht. Hinter der Produktion stehen Wiedemann & Berg Television (Produzentin: Nanni Erben; ausführende Produzentin: Elena Gruschka) und SevenPictures Film (Koproduzent: Stefan Gärtner; Creative Producer: Solveig Willkommen). Regie führen Felix Stienz und Fabian Möhrke.

Katja Hofem, Co-Geschäftsführerin von Joyn: "Mit 'Frau Jordan stellt gleich' realisieren wir eine weitere hochwertige Eigenproduktion für unsere neue Plattform. Die Zusammenarbeit mit Katrin Bauerfeind als schlagfertige Protagonistin und Ralf Husmann, einem der renommiertesten Drehbuchautoren in Deutschland, unterstreicht unsere lokale Strategie. Die Serie behandelt ein gesellschaftlich relevantes Thema mit viel Humor und einer einzigartigen Tonalität. Als SevenPictures uns dieses außergewöhnliche Projekt angeboten hat, haben wir keine Sekunde gezögert."

Mit der Veröffentlichung der kompletten zehn Folgen der neuen Serie nutzt Joyn für seine zweite Eigenproduktion also eine andere Strategie als für Staffel drei von "jerks.", die den Zuschauern mit wöchentlichen Doppelfolgen dargeboten wird. Für den jungen Anbieter dürfte in den kommenden Monaten wichtig sein zu verfolgen, wie sich die beiden Modi im Vergleich schlagen. Aktuell kann sich Joyn das noch gut erlauben, denn die Finanzierung erfolgt noch über Werbung - wobei es egal ist, wann der Zuschauer sie abruft. Später, wenn man auch ein Premiumangebot starten wird, will man die Zuschauer natürlich möglichst lange bei der Stange halten.

Nach "jerks." und "Frau Jordan stellt gleich" hat Joyn an fiktionalen Eigenproduktionen auch noch "Check Check" (von Husmann, mit Klaas Heufer-Umlauf) im Portfolio.


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