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Neue Folgen spielen in der Zeit des Nationalsozialismus
"Charité"
Bild: ARD/Nik Konietzny
"Charité": Neue Besetzung und neuer Regisseur für zweite Staffel/Bild: ARD/Nik Konietzny

Mit der historischen Eventserie "Charité" hat Das Erste im Frühjahr einen bombastischen Erfolg eingefahren. Die ersten beiden Folgen wurden von 8,32 Millionen Zuschauern gesehen und erreichten einen Marktanteil von 25,5 Prozent - dies entsprach dem besten Serienstart seit vielen Jahren. Schon am Tag danach wurde angekündigt, dass die historische Krankenhausserie fortgesetzt wird. Nun informierte die ARD darüber, dass die Dreharbeiten zu insgesamt sechs neuen 45-minütigen Folgen am 4. Dezember in Tschechien beginnen - nicht mehr unter der Regie von Sönke Wortmann, sondern Anno Saul. Die Fortsetzung spielt in der Zeit des Nationalsozialismus, es geht unter anderem um die Aufarbeitung der Medizinverbrechen der Nazis. Für die zweite Staffel wurde eine komplett neue Besetzung zusammengestellt.

Nichts gleicht mehr dem Armenkrankenhaus von 1888: Ein modernes Gebäude, eine strenge Hygiene, zeitgemäße Geräte und perfekt ausgestattete Operationssäle ermöglichen ein optimales Arbeiten. Unter diesen für jene Zeit herausragenden Bedingungen operiert der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch (Ulrich Noethen). Allerdings ist der Zerfall der Berufsethik unter den Ärzten zugunsten der perfiden NS-Gesundheitsdiktatur deutlich spürbar. Unter der Belegschaft finden sich Handlanger der Ausmerzungsideologie der Nazis - aber auch Ärzte wie Professor Sauerbruch, der anfangs vom Nationalsozialismus überzeugt ist, dem es aber dann nicht an Selbstbewusstsein und Widerspruchsgeist fehlt. Unter seinem Schutz entwickeln sich erstaunliche Formen des Widerstands gegen das NS-Euthanasie-Programm.

Hauptfigur ist die angehende Ärztin Anni (Mala Emde), die zum Ende des Zweiten Weltkriegs Medizin an der Charité studiert und von der Ideologie der Nazis überzeugt ist, was auch ihre Haltung gegenüber behinderten und kranken Kindern prägt. Sie selbst erwartet freudig ein Kind des umschwärmten Oberarztes Dr. Artur Waldhausen (Artjom Gilz). Doch als ausgerechnet ihr Baby einen Wasserkopf entwickelt, muss das Vorzeigepaar schwere Entscheidungen treffen. Prof. Sauberbruch führt spektakuläre Operationen durch und wird dabei von seiner deutlich jüngeren Frau Margot (Luise Wolfram) und dem zwangsversetzten Franzosen Dr. Adolphe Jung (Hans Löw) unterstützt. Immer wieder wird Sauerbruch um Hilfe gebeten, etwa von seinem ehemaligen Kollegen Karl Bonhoeffer (Thomas Neumann), dessen Schwiegersohn in der Charité Schutz vor der SS finden soll. Währenddessen macht der neue Leiter der Psychiatrie, Max de Crinis (Lukas Miko), dem Chirurgen das Leben schwer. Während de Crinis die Euthanasie vorantreibt, kämpft Sauerbruch um das Leben jedes Patienten bis zur Stunde Null.

Erneut werden in "Charité" sowohl real existierende als auch fiktional erzählte Charaktere zu sehen sein. "Während wir z.B. bei 'Weissensee' vertraute Figuren über die Jahre hinweg treu begleiten, schlagen wir bei 'Charité' ein gänzlich neues Kapitel auf und lernen neue Figuren kennen", erklärt Jana Brandt, Vorsitzende der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm. "Wiederum beleuchten wir eine Zeit, in der herausragende historische Persönlichkeiten an dieser weltberühmten Klinik gewirkt haben. Und wieder stellen wir eine junge Frauenfigur in den Mittelpunkt. War es in der ersten Staffel Hilfsschwester Ida, die uns in die Kaiserzeit eintauchen ließ, begleiten wir nun Anni, eine angehende Ärztin, durch die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs. So zeigen wir mit einer innovativen seriellen Erzählstruktur die Institution Charité im Wandel der Zeit."

Die Fortsetzung wird erneut von UFA FICTION realisiert. "'Charité' wird auch in der zweiten Staffel ein Fest der großen Schauspieler - Medizin trifft auf Zeitgeschichte, kaum ein anderes Programm hat den Wissensdurst des Publikums so sehr befriedigt wie die erfolgreichste deutsche Serie des Jahres", so Nico Hofmann, CEO UFA und Produzent. Die Idee und die Drehbücher stammen erneut von Grimme-Preisträgerin Dorothee Schön und Dr. Sabine Thor-Wiedemann.


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Leserkommentare

  • burchi schrieb via tvforen.de am 26.11.2017, 08.54 Uhr:
    burchiIch finde 45 Minuten pro Folge für so eine Geschichtsserie zu kurz - wobei die Staffeln an sich schon zu kurz sind. Kaum hat man sich in die Serie hineinversetzt, ist die Staffel auch schon wieder vorbei.

    Dass die Serie nun einen Schnitt macht und in einer anderen Ära weitergeht, würde ich damit entschuldigen, dass in den Jahren dazwischen nichts "weltbewegendes" an der Charite passiert ist. Ansonsten hätte ich es besser gefunden, wenn man sich mit weiteren Folgen in die Nazi-Zeit vorgetastet hätte.