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Update Joko & Klaas setzen Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Gewalt

von Glenn Riedmeier in News national
(13.05.2020, 21.40 Uhr)
Entertainer-Duo tritt in gewonnener Sendezeit selbst nicht auf
Sophie Passmann präsentiert die schockierene Ausstellung "Männerwelten"
ProSieben/Screenshot
Joko & Klaas setzen Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Gewalt/ProSieben/Screenshot

Nachdem Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gestern Abend in der Spielshow  "Joko & Klaas gegen ProSieben" als Sieger hervorgingen, erhielten sie als Gewinn am heutigen Mittwochabend erneut 15 Minuten Sendezeit zur freien Verfügung. ProSieben selbst distanziert stets sich von dieser Sendezeit - die inhaltliche Gestaltung liegt komplett in der Verantwortung von Joko und Klaas. Bereits in der Vergangenheit wusste das Entertainer-Duo die Sendezeit um 20.15 Uhr zu nutzen, um auf bestimmte Themen aufmerksam zu machen. Doch so ernst wie diesmal war das Gezeigte noch nie.

Das Duo selbst trat während der gesamten 15 Minuten überhaupt nicht auf - stattdessen begrüßte Autorin und Journalistin Sophie Passmann die Zuschauer in einem düsteren Korridor. Ihr sei die Sendezeit von Joko und Klaas zur Verfügung gestellt worden und diese wolle sie nutzen, um den Zuschauern eine ganz besondere, einmalige Kunstausstellung zu zeigen - die Ausstellung "Männerwelten". "Diese Ausstellung ist wirklich nichts für Kinder und nichts für schwache Nerven", warnte Passmann. In den folgenden Minuten war unter Veranschaulichung mit drastischen Beispielen zu sehen, wie unglaublich verbreitet Sexismus und sexuelle Belästigung gegenüber Frauen im Internet ist.

Sophie Passmann
Sophie Passmann ProSieben/Screenshot

Zunächst trat Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski in Erscheinung, die durch eine ganze Galerie mit Bildern führte, die ihr und anderen Frauen von Männern im Internet zugeschickt wurden. Es handelte sich um sogenannte Dickpics, also Bilder von männlichen Geschlechtsteilen. Insbesondere prominente Frauen werden mit Bildern dieser Art regelmäßig belästigt. Passmann wies darauf hin, dass dies eine Straftat ist.

Palina Rojinski und Sophie Passmann
Palina Rojinski und Sophie Passmann ProSieben/Screenshot

Danach kamen die Moderatorinnen Jeannine Michaelsen und Visa Vie sowie  "Germany's Next Topmodel"-Gewinnerin und Influencerin Stefanie Giesinger zu Wort. Sie rezitierten sexistische Kommentare und Beleidigungen, die bei YouTube oder in sozialen Netzwerken über sie verfasst wurden.

Jeannine Michaelsen
Jeannine Michaelsen ProSieben/Screenshot

Als nächstes leitete Sophie Passmann zu den Schauspielerinnen und Moderatorinnen Katrin Bauerfeind und Collien Ulmen-Fernandes über. Im Dialog lasen sie Chatverläufe mit sexuellen und vulgären Äußerungen vor, die diverse User bei Twitter, Instagram oder Whatsapp verfasst hatten. Eingesandt wurden diese an die Organisation Antiflirting 2, die sich gegen sexuelle Belästigung im Internet einsetzt.

Katrin Bauerfeind
Katrin Bauerfeind ProSieben/Screenshot

Längst stockte einem beim Zuschauen der Atem. Sophie Passmann erläuterte, dass Sexismus natürlich nicht nur im Internet allgegenwärtig ist, sondern auch in der Öffentlichkeit. In einer dunklen Halle standen nun mehrere Frauen wortlos da - die Kamera schwenkte von einer zur anderen, während sie aus dem Off erläuterten, wie ihnen sexuelle Belästigung im Alltag in den unterschiedlichsten Situationen widerfahren ist. All dies war unterlegt mit einer bedrückenden Musik.

ProSieben/Screenshot

Die 15 Minuten näherten sich dem Ende. Sophie Passmann sagte, dass allen Beteiligten bewusst sei, dass dieser kleine Einblick in die Realität von Frauen die Welt nicht verändern wird, es handle sich leider um eine "Dauerausstellung", die auch nach der Sendung weitergehen wird. "Wir müssen ertragen, dass diese Scheiße weitergehen wird, aber wir müssen sie nicht akzeptieren." Sie rief Menschen dazu auf, Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen und Anzeige zu erstatten, wenn ihnen etwas Derartiges passiert ist.

Der traurige Höhepunkt folgte allerdings zum Ende der Sendung: Abermals schwenkte die Kamera durch eine dunkle Halle, doch nun standen keine Frauen mehr da. Stattdessen waren aufgehangene Kleidungsstücke von Opfern sexueller Gewalt zu sehen - und aus dem Off waren Frauenstimmen zu hören, die davon erzählten, wie sie vergewaltigt wurden oder Erfahrungen mit versuchten Vergewaltigungen machen mussten.

ProSieben/Screenshot

Anschließend folgte Schwarzbild mit dem Text: "Fast die Hälfte aller Frauen wurde schon einmal sexuell belästigt. Jede siebte Frau in Deutschland hat bereits strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erlebt."

Mit dieser Aktion haben Joko und Klaas ein starkes Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Gewalt gesetzt und ein weiteres Mal bewiesen, dass sie mehr als nur die Blödel-Dödel von ProSieben sind. Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit den Organisationen Terre Des Femmes und Antiflirting 2 erstellt.

Die komplette Sondersendung

UPDATE: ProSieben wird die 15-minütige Sendung erstmalig wiederholen: Am späten Donnerstagabend (14. Mai) wird "Joko & Klaas LIVE" über "Männerwelten" um 23.50 Uhr noch einmal zu sehen sein.


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Leserkommentare

  • Kate schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 22.32 Uhr:
    pumaquibö schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Interessant ist allerdings, dass das deutsche
    > Strafrecht keine exhibitionistischen Handlungen
    > von Frauen kennt.
    > Exhibitionismus - auch eine Form von sexueller
    > Belästigung - gibt es rechtlich gesehen
    > grundsätzlich nur von Männern.
    > Allerdings habe ich keine Zahlen, wie hoch die
    > Zahl an exhibitionistischen Frauen ist...

    Die Fälle von weiblichem Exhibitionismus sind sehr gering. Genaue Zahlen kann ich dir auch nicht liefern. Diese Fälle bleiben allerdings nicht unbestraft, sondern es werden andere Paragraphen bemüht, beispielsweise Erregung öffentlichen Ärgernis.
  • VT 5081 schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 22.06 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > [...] Tatsache
    > ist, dass das Verhalten von Frauen und Männern
    > nicht gleich beurteilt und bestraft wird. Und
    > nein, ich bin weder bekannt noch verwandt mit
    > Kachelmann.

    Dazu paßt das folgende Video relativ gut:

  • pumaquibö schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 21.27 Uhr:
    Interessant ist allerdings, dass das deutsche Strafrecht keine exhibitionistischen Handlungen von Frauen kennt.
    Exhibitionismus - auch eine Form von sexueller Belästigung - gibt es rechtlich gesehen grundsätzlich nur von Männern.
    Allerdings habe ich keine Zahlen, wie hoch die Zahl an exhibitionistischen Frauen ist...
  • Kate schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 20.39 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ist doch ein gutes Beispiel. Frauen absichtlich
    > auf dem Männer-Klo finden alle lustig. Sogar wenn
    > die Frauen Sprüche über die Schwänze der
    > Männer machen (Ach Liebling, solch kleine Dinger
    > lutsche ich nicht). Mann unabsichtlich auf dem
    > Frauen-Klo ist ein Fall für die Polizei. Tatsache
    > ist, dass das Verhalten von Frauen und Männern
    > nicht gleich beurteilt und bestraft wird. Und
    > nein, ich bin weder bekannt noch verwandt mit
    > Kachelmann.

    Die armen Männer haben Jahrhunderte lang die Frauen unterdrückt.
    Zwangsehen, Vergewaltigung in der Ehe, Misshandlungen und Ermordungen waren da Gang und Gebe.
    Frauen wurden als Menschen zweiter Klasse behandelt und das ist nicht mal annähernd vergleichbar mit dem, was du so als "Beispiele" anbringst.

    Wurde dein angetrunkener Freund bestraft? Ist der Fall überhaupt vor Gericht gelandet? Wenn ja, wie lautet die Anklageschrift?
    Nicht mal in der Schweiz eröffnet ein Staatsanwalt ein Verfahren, weil jemand die Toiletten verwechselt hat, vor allem da es in Damentoiletten normalerweise Kabinen gibt. Das bedeutet, dass hinter der Geschichte mehr steckt, beispielsweise ein dummer Spruch oder dergleichen.
  • Argus schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 20.11 Uhr:
    andreas_n schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Argus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Nach meiner Hochzeit hat sich übrigens die
    > > Polizei bei mir gemeldet. Einer meiner Gäste
    > > wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt.
    > Was
    > > er gemacht hat? Er hat nach dem 5. oder 6. Glas
    > > Wein die WC-Türe verwechselt und ist auf dem
    > > Damenklo gelandet. Man vergleiche das mal mit
    > all
    > > den Frauen, die jeweils auf Volksfesten im
    > > Männerklo direkt neben dem Pissoir
    > herumstehen,
    > > weil die Warteschlange bei den Männern nun mal
    > > kürzer sei.
    >
    >
    > Und was möchtest du uns mit dieser Anekdote in
    > diesem Thread mitteilen?
    > Dass du jede Art von Zeichen gegen Sexismus und
    > sexuelle Gewalt als unberechtigt oder
    > unverhältnismäßig erachtest?

    Ist doch ein gutes Beispiel. Frauen absichtlich auf dem Männer-Klo finden alle lustig. Sogar wenn die Frauen Sprüche über die Schwänze der Männer machen (Ach Liebling, solch kleine Dinger lutsche ich nicht). Mann unabsichtlich auf dem Frauen-Klo ist ein Fall für die Polizei. Tatsache ist, dass das Verhalten von Frauen und Männern nicht gleich beurteilt und bestraft wird. Und nein, ich bin weder bekannt noch verwandt mit Kachelmann.
  • Kate schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 20.03 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Männer können in der Schweiz nicht vergewaltigt
    > werden. Das Schweizer Strafrecht definiert
    > Vergewaltigung als erzwungenen vaginalen
    > Geschlechtsverkehr mit einer weiblichen Person.
    > Männer können deshalb rechtlich gesehen nicht
    > Opfer einer Vergewaltigung werden. Wer in der
    > Schweiz einen Mann anal vergewaltigt, macht sich
    > strafrechtlich bloss einer sexuellen Nötigung
    > schuldig.

    Die Schweiz führte 1971 das Frauenwahlrecht ein. Da mahlen die Mühlen langsamer.


    > Wie ist das in Deutschland?

    Anders.


    > Kann sein, dass in Deutschland Frauen und Männer
    > im Strafrecht gleich behandelt weden. In der
    > Schweiz werden Männer im Strafrecht klar
    > diskriminiert, ob sie nun heterosexuell,
    > homosexuell oder bisexuell sind. Genau deswegen
    > nervt mich die einseitige öffentliche
    > Verurteilung von uns Männern so sehr.

    Wie gesagt, Frauen bekamen in der Schweiz 1971 das Wahlrecht.

    Die Schweiz steht nicht ganz oben auf meiner Liste fortschrittlicher Staaten.
  • Kate schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 19.49 Uhr:
    Romplayer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Liebe Kate,
    > ich möchte dir an dieser Stelle mal Danke sagen
    > für deine sachliche und ruhige Art, wie du hier
    > über das Thema gesprochen und diskutiert hast.
    > Finde ich super!

    Danke schön.


    > Darf ich fragen, was du arbeitest? Ich habe den
    > Eindruck, dass du in deinem Job mit diesen Themen
    > viel in Berührung kommst.

    Ich bin Rechtsanwältin, hauptsächlich Strafverteidigung.
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 18.10 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nach meiner Hochzeit hat sich übrigens die
    > Polizei bei mir gemeldet. Einer meiner Gäste
    > wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt. Was
    > er gemacht hat? Er hat nach dem 5. oder 6. Glas
    > Wein die WC-Türe verwechselt und ist auf dem
    > Damenklo gelandet. Man vergleiche das mal mit all
    > den Frauen, die jeweils auf Volksfesten im
    > Männerklo direkt neben dem Pissoir herumstehen,
    > weil die Warteschlange bei den Männern nun mal
    > kürzer sei.


    Und was möchtest du uns mit dieser Anekdote in diesem Thread mitteilen?
    Dass du jede Art von Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Gewalt als unberechtigt oder unverhältnismäßig erachtest?
  • Argus schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 17.17 Uhr:
    andreas_n schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Argus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Solche Erlebnisse kennt jeder Mann.
    >
    > Ähm, ich bin ein Mann und habe soetwas bisher
    > noch nicht erlebt.

    Ich könnte nun ganz plump behaupten, dass dies daran liegt, dass ich in einem Land mit einem Ausländeranteil von über 25 Prozent lebe. Ich begründe es besser mal damit, dass meine deutschsprachige Geburtsstadt 40 Minuten neben der französischsprachigen Schweiz und 60 Minuten neben Italien liegt. Da versteht man sich schon sprachlich weniger gut. Kommt dann noch Alkohol im Überfluss dazu, ist die Gefahr einer Schlägerei /Stecherei nun mal da.

    Nach meiner Hochzeit hat sich übrigens die Polizei bei mir gemeldet. Einer meiner Gäste wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt. Was er gemacht hat? Er hat nach dem 5. oder 6. Glas Wein die WC-Türe verwechselt und ist auf dem Damenklo gelandet. Man vergleiche das mal mit all den Frauen, die jeweils auf Volksfesten im Männerklo direkt neben dem Pissoir herumstehen, weil die Warteschlange bei den Männern nun mal kürzer sei.
  • Argus schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 16.59 Uhr:
    Kate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Argus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    >
    > Homosexuelle Männer, die Opfer sexueller Gewalt
    > werden, tauchen in der Statistik genauso auf wie
    > Frauen. Je nach Straftat, Vergewaltigung,
    > sexueller Missbrauch, tauchen sie in dieser
    > Kategorie auf und das ganze wird nach Alter
    > aufgeschlüsselt.
    > In der all umfassenden Statistik des BKA wird kein
    > Unterschied gemacht zwischen Lesben, Schwulen,
    > Zwitter oder dergleichen, sondern nach Geschlecht
    > und Alter.

    Männer können in der Schweiz nicht vergewaltigt werden. Das Schweizer Strafrecht definiert Vergewaltigung als erzwungenen vaginalen Geschlechtsverkehr mit einer weiblichen Person. Männer können deshalb rechtlich gesehen nicht Opfer einer Vergewaltigung werden. Wer in der Schweiz einen Mann anal vergewaltigt, macht sich strafrechtlich bloss einer sexuellen Nötigung schuldig.
    https://www.swissinfo.ch/ger/strafrecht_maenner-koennen-in-der-schweiz-nicht-vergewaltigt-werden/44391718

    Wie ist das in Deutschland?

    Hassdelikte gegen Homosexuelle werden in der Schweiz nicht statistisch erfasst.
    https://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmungen/abstimmungen-vom-9-02-2020/anti-rassismus-strafnorm/statistische-erfassung-hassdelikte-gegen-homosexuelle-sollen-registriert-werden

    Wie ist das in Deutschland?

    Kann sein, dass in Deutschland Frauen und Männer im Strafrecht gleich behandelt weden. In der Schweiz werden Männer im Strafrecht klar diskriminiert, ob sie nun heterosexuell, homosexuell oder bisexuell sind. Genau deswegen nervt mich die einseitige öffentliche Verurteilung von uns Männern so sehr.
  • Romplayer schrieb via tvforen.de am 19.05.2020, 16.35 Uhr:
    Liebe Kate,
    ich möchte dir an dieser Stelle mal Danke sagen für deine sachliche und ruhige Art, wie du hier über das Thema gesprochen und diskutiert hast. Finde ich super!
    Darf ich fragen, was du arbeitest? Ich habe den Eindruck, dass du in deinem Job mit diesen Themen viel in Berührung kommst.


    Ach ja, und was die Statistik von Gewalttaten gegen Homosexuelle betrifft: Natürlich gibt es die. War sogar erst vor wenigen Tagen in der 20-Uhr-Tagesschau.
  • invwar schrieb via tvforen.de am 17.05.2020, 04.35 Uhr:
    Mich persönlich erschreckt, das anscheinend Frauen ungefragt bei jeder Gelegenheit Penisbilder zugeschickt werden. Kann solch ein Verhalten ja bei jemanden "verstehen", den man auf Tinder oder anderen Partnervermittlungen kennengelernt hat. Aber das sowas zB auch auf normale Twitterbeiträge etc passiert, ist schon massiv irritierend. Da kann ich nur hoffen, das die Leute Exhibitionisten sind und hoffentlich bald Hilfe bekommen.
    Der zweite Teil der Show war aber mehr verstörend und traurig machend!
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 22.32 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Solche Erlebnisse kennt jeder Mann.

    Ähm, ich bin ein Mann und habe soetwas bisher noch nicht erlebt.
  • Kate schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 21.35 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich spreche hier von direkter oder indirekter
    > sexueller Gewalt. Und da rechne ich auch die
    > typischen Party- und Volksfestfälle dazu: Frau
    > tanzt in der Männermenge und testet ihren
    > Marktwert. Sie flirtet aktiv mit einem Mann.
    > Plötzlich kommt ihr Freund dazu, manchmal auch
    > "nur" der Bruder. Es folgt wie aus dem Nichts ein
    > Faustschlag oder ein Messerstich. Die Frauen
    > schlichten nicht etwa, sondern stellen sich als
    > Opfer dar. Solche Erlebnisse kennt jeder Mann.

    Dann kennst du komische Leute. Ich habe so einen Fall noch nie gehört geschweige erlebt, weder beruflich noch privat.

    Außerdem hat das mit sexueller Gewalt weder direkt noch indirekt zu tun. So Sprüche wie "flirtet aktiv" oder "testet ihren Markwert" zeigen ja schon, dass du automatisch der Frau die Schuld gibst. Selbst wenn die den ganzen Club flachlegt, hat keiner das Recht deswegen einen Faustkampf oder gar eine Messerstecherei zu starten.
    Ansonsten sprichst du klar von einer KV.


    > Eine Statistik,
    > die im übrigen zumindest bei uns im Land nicht
    > einmal eine Kategorie kennt für Gewalt gegen
    > homosexuelle Männer. Weil Mann ja nie
    > unschuldiges Opfer sein kann.

    Vielleicht gibt es dazu sogar eine eigene Statistik. Das weiß ich nicht.

    Homosexuelle Männer, die Opfer sexueller Gewalt werden, tauchen in der Statistik genauso auf wie Frauen. Je nach Straftat, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, tauchen sie in dieser Kategorie auf und das ganze wird nach Alter aufgeschlüsselt.
    In der all umfassenden Statistik des BKA wird kein Unterschied gemacht zwischen Lesben, Schwulen, Zwitter oder dergleichen, sondern nach Geschlecht und Alter.
  • Fienchen schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 15.40 Uhr:
    Danke!
  • Argus schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 13.42 Uhr:
    Kate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Argus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber in der Öffentlichkeit ist die Gefahr für
    > Männer viel
    > > grösser, Opfer einer Gewalttat zu werden. Ich
    > > kenne locker ein dutzend Männer, die einfach
    > mal
    > > so wegen einer Party oder dem Besuch eines
    > > Fussballspiels im Spital gelandet sind. Meinen
    > > Kolleginnen ist so etwas nie passiert. Auch im
    > > #MeToo-Zeitalter soll man doch bitte bei den
    > > Fakten bleiben.
    >
    > Bleiben wir bei den Fakten. Dafür müsstest du
    > erst einmal definieren, was Gewalt für dich ist.
    >
    > Schau dir die Statistik des BKA von 2019 an. Es
    > gibt deutlich mehr Frauen, die das Opfer sexueller
    > Gewalt wurden als Männer und das schließt
    > öffentliche Orte wie Parks, Partys und der
    > gleichen mit ein.
    >
    > Natürlich ist das nicht vergleichbar mit einem
    > paar männlichen Vollidioten, die sich bei einem
    > Fußballspiel in die Haare kriegen. Da gebe ich
    > dir Recht. Das ist ein typisch männliches
    > Problem.
    >
    > Außerdem unterscheidet die Statistik zwischen
    > verschiedenen Formen von KV. Bei einfacher KV
    > liegen die Zahlen gar nicht so weit auseinander.
    > Bei Entführung gibt es mehr weibliche Opfer.
    >
    > Dann gäbe es noch Menschenhandel, Zwangsehen und
    > dergleichen.

    Ich spreche hier von direkter oder indirekter sexueller Gewalt. Und da rechne ich auch die typischen Party- und Volksfestfälle dazu: Frau tanzt in der Männermenge und testet ihren Marktwert. Sie flirtet aktiv mit einem Mann. Plötzlich kommt ihr Freund dazu, manchmal auch "nur" der Bruder. Es folgt wie aus dem Nichts ein Faustschlag oder ein Messerstich. Die Frauen schlichten nicht etwa, sondern stellen sich als Opfer dar. Solche Erlebnisse kennt jeder Mann. Mein bester Kumpel hat auch so eine Freundin, die nach 2-3 Drinks ohne ihn auf Männersuche geht. Endet mehrmals pro Jahr in irgendwelchen Tumulten, bei denen dann die Polizei dazu gerufen wird. Wird dann natürlich als x-beliebige Männerschlägerei in der Kriminalstatistik verbucht. Eine Statistik, die im übrigen zumindest bei uns im Land nicht einmal eine Kategorie kennt für Gewalt gegen homosexuelle Männer. Weil Mann ja nie unschuldiges Opfer sein kann.
  • GerneGucker schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 12.19 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > P.S. Auch Frauen machen Sexting. War das auch ein
    > Thema der Sendung?

    Thema der Sendung war sexuelle Gewalt gegen und Belästigung von Frauen, wie du leicht aus dem Startbeitrag hättest entnehmen können, hätte es dich interessiert. Auch daß 15 Minuten Sendezeit nicht für zusätzliche Nebenthemen aureichen, für die selbst in einer 45-Minuten-Doku kein Platz wäre, hätte man sich durch einen einfachen Gedankengang wohl ganz von allein erschließen können.

    Ich für meinen Teil finde es hochspannend, wie hier mit Nebelkerzen Mißbilligung gestreut wird ("Jojo und Klaas, ach das sind doch bloß Clowns" | "Na klar, für Frauen gibt es so eine Sendung, aber was ist mit uns armen Männern? Und böse Frauen gibt's ja auch noch."), anstatt den Mut zur würdigen, einer Zuschauergruppe, die auf pure Unterhaltung aus ist, zur besten Sendezeit ein so ernstes Thema "aufzuzwingen."
  • Kate schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 11.37 Uhr:
    Argus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aber in der Öffentlichkeit ist die Gefahr für Männer viel
    > grösser, Opfer einer Gewalttat zu werden. Ich
    > kenne locker ein dutzend Männer, die einfach mal
    > so wegen einer Party oder dem Besuch eines
    > Fussballspiels im Spital gelandet sind. Meinen
    > Kolleginnen ist so etwas nie passiert. Auch im
    > #MeToo-Zeitalter soll man doch bitte bei den
    > Fakten bleiben.

    Bleiben wir bei den Fakten. Dafür müsstest du erst einmal definieren, was Gewalt für dich ist.

    Schau dir die Statistik des BKA von 2019 an. Es gibt deutlich mehr Frauen, die das Opfer sexueller Gewalt wurden als Männer und das schließt öffentliche Orte wie Parks, Partys und der gleichen mit ein.

    Natürlich ist das nicht vergleichbar mit einem paar männlichen Vollidioten, die sich bei einem Fußballspiel in die Haare kriegen. Da gebe ich dir Recht. Das ist ein typisch männliches Problem.

    Außerdem unterscheidet die Statistik zwischen verschiedenen Formen von KV. Bei einfacher KV liegen die Zahlen gar nicht so weit auseinander. Bei Entführung gibt es mehr weibliche Opfer.

    Dann gäbe es noch Menschenhandel, Zwangsehen und dergleichen.
  • Argus schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 09.52 Uhr:
    Zuerst vorab: Es ist Scheisse, unter wie viel Gewalt Frauen auch heute noch in ihren eigenen Familie und Verwandtschaft zu leiden haben. Hier muss man weiter genau hinsehen und all die schlimmen Taten verhindern. Aber in der Öffentlichkeit ist die Gefahr für Männer viel grösser, Opfer einer Gewalttat zu werden. Ich kenne locker ein dutzend Männer, die einfach mal so wegen einer Party oder dem Besuch eines Fussballspiels im Spital gelandet sind. Meinen Kolleginnen ist so etwas nie passiert. Auch im #MeToo-Zeitalter soll man doch bitte bei den Fakten bleiben.

    P.S. Auch Frauen machen Sexting. War das auch ein Thema der Sendung?
  • Kate schrieb via tvforen.de am 15.05.2020, 08.56 Uhr:
    Die 15 Minuten, in denen sie die Zeit den Themen Seenotrettung, Obdachlosenhilfe und Rassismus überlassen haben, akzeptiere ich als ernsthaftes Thema.

    Das andere Video mit dem Anti-Idioten-Gerät ist für mich genauso Blödelei wie die Corona-Sondersendung von RTL abzufilmen.
  • serieone schrieb am 14.05.2020, 15.16 Uhr:
    Unfassbar! Dienstag, Mittwoch und jetzt auch noch am Donnerstag bekommen die beiden Sendezeit.
  • Varion_H schrieb via tvforen.de am 14.05.2020, 13.27 Uhr:
    Hier

    https://www.youtube.com/watch?v=pUA64okqpNw

    Und hier (allererste Ausgabe)

    https://www.youtube.com/watch?v=S76hI3tjb4Y
  • Kate schrieb via tvforen.de am 14.05.2020, 11.41 Uhr:
    Varion_H schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Da gab es noch andere Ausgaben dieser 15 Minuten,
    > die sehr ernsthaft waren.

    Gibt es dazu eine Aufstellung?
    Ich kann mich nur an die bescheuerten Aktionen erinnern, zuletzt die grottige Corona-Nummer. Sollte ich mich irren, gebe ich das zu.


    > Aber eindrucksvoll zu hören, dass jemand hier
    > ungefragt von Unbekannten Penisbilder bekommen
    > möchte...

    Ohne es verharmlosen zu wollen, sind für mich persönlich Penisbilder oder mal ein dummer Spruch nicht wirklich dramatisch. Schlimm wird es, wenn diese Personen ein Nein nicht kapieren und einen dennoch weiter belästigen. Das gilt für mich. Jemand anderes empfindet das sicherlich ganz anders und darauf muss man Rücksicht nehmen.
    Beispiel: Wir haben einen älteren Kollegen vor der Pensionierung, der jüngere Kollegen gerne auch mal Kindchen nennt oder die Studenten Fräulein und Burschen. Dabei ist dieser Mann sehr gut in seinem Job, ein großartiger, netter Mensch, der sich für seine Kollegen einsetzt, wenn sie unter Beschuss stehen, Hilfe bei Problemen gibt, einfach, weil er das gerne macht und jeden mit Respekt behandelt, sogar die unfreundlichen Klienten. Da fühle ich mich doch nicht sexistisch behandelt, wenn er mich Kindchen nennt. Eine Studentin fühlte sich deswegen allerdings massiv unwohl, also bin ich zu dem Kollegen und habe ihn gebeten diese Studentin nur mit dem Namen anzusprechen. Problem gelöst ohne negative Gefühle.
    So unterschiedlich sind Wahrnehmungen und deswegen ist es so wichtig die Menschen darauf aufmerksam zu machen und sich dann selbst darüber Gedanken zu machen. Denn wichtig ist dabei nicht, was die anderen sagen, sondern wie man sich selbst dabei fühlt.

    Was ich unglaublich erschreckend finde und was ich bei meiner Arbeit leider immer wieder erlebe, ist die unglaublich hohe Dunkelziffer an Männeropfern. Das ist ein Thema, das es auch zu enttabuisieren geht. Das hat jetzt nur rudimentär mit dieser Ausstellung zu tun. Doch auch Männer erleben sexuelle Belästigung und stehen unter massiven Druck, denn sie haben das gleiche Schamgefühl und die gleiche Angst und oftmals viel weniger Mitgefühl durch die Öffentlichkeit.
  • Varion_H schrieb via tvforen.de am 14.05.2020, 10.10 Uhr:
    Da gab es noch andere Ausgaben dieser 15 Minuten, die sehr ernsthaft waren.

    Aber eindrucksvoll zu hören, dass jemand hier ungefragt von Unbekannten Penisbilder bekommen möchte...
  • Phantomias schrieb am 14.05.2020, 06.58 Uhr:
    Ich konnte die beiden früher nicht leiden, aber seit Klaas diesen Werbespot für Respekt gedreht hat, in dem er das A****-loch darstellt hat sich meine Meinung über ihn geändert, und mit dieser Aktion haben beide meinen Respekt.
  • Kate schrieb via tvforen.de am 14.05.2020, 01.20 Uhr:
    > Mit dieser Aktion haben Joko und Klaas ein starkes
    > Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Gewalt gesetzt
    > und ein weiteres Mal bewiesen, dass sie mehr als
    > nur die Blödel-Dödel von ProSieben sind. Die
    > Sendung wurde in Zusammenarbeit mit den
    > Organisationen Terre Des Femmes und Antiflirting 2
    > erstellt wurde. Die komplette Sondersendung

    Für mich sind diese 15 Minuten das erste Mal, dass die beiden nicht als Blödel-Dödel aufgetreten sind.
  • User 192202 schrieb am 14.05.2020, 00.25 Uhr:
    Die Kommentare hier gehen am Thema vorbei, was deutlich zeigt, dass da gerade heute noch immer und wieder besonders viel Aufklärungs- und Handlungsbedarf besteht. Das Schlimme neben den "mentally challenged" Männern ist, dass Mädchen und Frauen auch und gerade heutzutage (in den 80ern sah die Bewegung noch viel besser aus) nicht kapieren, dass das allgemein und immer noch ein ernstes Thema ist, weil sie viel zu oft den Männern gefallen wollen und deshalb meinen, sich nicht wehren und für weibliche Rechte aussprechen zu können, ja sogar im Kampf um Partner oder um den Chef zu beeindrucken etc. stutenbissig gegen andere Frauen sind - schlimmer und schädlicher gehts nicht. Das Gelaber, dass Frauen keine Piloten, Ärzte etc. sein können, insbesondere blonde Frauen nicht, gibt es heute noch - das ist unbegreiflich, Hirne aus dem finstersten Mittelalter (und gegen jegliche Statistiken aus Abis und Studium und Beruf). Es braucht Frauenpower und Frauensolidarität statt Männern hinterherlaufen und Stutenbissigkeit - keiner sagt, ihr dürft nicht heiraten/Kinder kriegen, aber respektiert andere Frauen dabei und nehmt Rücksicht und macht keine anderen Frauen nieder, insbesondere nicht die, die sich gegen uralte, verkrustete Vorstellungen und Umstände einsetzen. Die haben eben NICHT keinen abgekriegt, sondern einfach mehr Hirn und Rückgrat mitgekriegt (und eben auch mal nein gesagt). Nein sagen und allein zu sein sind stärker/weit größere Leistungen als sich mit ausgeschaltetem Hirn hinter einem Deppen zu verstecken.
  • Fernsehschauer schrieb am 13.05.2020, 23.22 Uhr:
    Joko&Klaas bleiben weiter die Blödel-Dödel von Pro7....
  • Besserwisserin schrieb via tvforen.de am 13.05.2020, 23.16 Uhr:
    Also ich habe nichts dagegen, wenn mir Aufnahmen möglichst ästhetisch geformter Körperteile zugeschickt werden. Spart doch viel Zeit, wenn man sich die nicht selbst zusammensuchen muss.

    Das mit den sexistischen Beleidigungen kenne ich aber auch. "Fette Kuh" wurde mir zum Beispiel mal an den Kopf geworden. Hätte mich mein Mann nicht zurückgehalten, hätte ich der Schlampe eine gelangt.
  • Sentinel2003 schrieb am 13.05.2020, 22.36 Uhr:
    Krass!! Danke Joko und Klaas!! Auch, ich als Mann bin völlig sprachlos!

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