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KI-Bilder im "heute journal": ZDF entschuldigt sich

Ein Vorfall, der sich in der
In der versandten Pressemitteilung heißt es:
Das ZDF hat am Sonntagabend im "heute journal" über Abschiebungen von Minderjährigen durch die ICE-Behörde in den USA berichtet. Dabei sind dem ZDF Fehler unterlaufen, für die sich der Sender entschuldigt.
Im Beitrag wurde an einer Stelle KI-generiertes Bildmaterial aus dem Netz verwendet, das Kinder zeigt, die sich an ihre Mutter klammern. Diese Sequenz hätte nach den Regeln des ZDF ohne Kennzeichnung und ohne Einordnung so nicht verwendet werden dürfen. Eine weitere Sequenz, in der ein Kind abgeführt wird, ist zwar real, stammt aber aus einem anderen Kontext aus dem Jahr 2022.
Anne Gellinek, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin der Aktualität beim ZDF, gibt zudem folgendes Statement ab: Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Fehler. Der Beitrag entspricht nicht unseren Standards und hätte in dieser Form nicht gesendet werden dürfen. Wir haben ihn deshalb von allen Plattformen entfernt und werden auf ZDFheute sowie an gleicher Stelle im 'heute journal' heute Abend korrigierend berichten.
Video aus redaktionellen Gründen nachträglich geändert.
Bleibt natürlich noch die Frage, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass solche KI-generierten Bilder in den "heute journal"-Beitrag aufgenommen wurden. Wurde lediglich übersehen, dies zu kennzeichnen - oder war dem ZDF gar nicht bewusst, dass es sich nicht um reale Bilder handelte? Gegenüber der WELT ging man etwas mehr ins Detail über den Beitrag, mit dem man demnach zeigen wollte, dass sowohl mit echten als auch mit KI-generierten Bildern ein Klima der Angst erzeugt wird
. Dies hat Moderatorin Dunja Hayali sogar in ihrer Anmoderation des Beitrags erwähnt. Man bedauere aber, dass in dem Beitrag nicht deutlich genug wurde, welche Bilder real sind und welche nicht
.
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Leserkommentare
Torsten S schrieb am 17.02.2026, 16.23 Uhr:
Es wird auch immer Schlimmer. Angefangen vor zwei Jahren wo die ARD und ZDF-Nachrichten die staatangehörigkeit von Straftätern verschweig, wenn über Taten berichtet wurde. Natürlich kann man bei KI-Bilder/Videos verstehen, dass man nicht mehr alles sofort erkennt. Aber sie waren sogar gekennzeichnet.
Doch das alles ist auch genau der Grund, warum ich keine Nachrichten mehr auf ARD oder ZDF schaue. Wobei die ARD Tagesschau sowieso zu 70% nur aus Poletik besteht und Meindungen die bei RTL aktuell nur kurz erwähnt werden, hier ausgebaut werden, was keinen interessiert. Daher bleibe ich bei RTL aktuell um wirklich gut informiert zu sein, das auch Vieles bei den Öffentlich Rechtlichen garnicht erwähnt wird.Lysander schrieb am 17.02.2026, 15.48 Uhr:
Und es dürfte in Zukunft zunehmend schwieriger werden, die Bilder mit dem bloßen Auge noch zu unterscheiden. Um so mehr sollten seriöse Medien überhaupt nur mit etablierten Fotografen/Fotoagenturen zusammenarbeiten und nicht einfach Bilder aus dem Netz verwenden. Darin sehe ich sogar eine Chance für seriöse Medien, sie müssen sich über zuverlässige Nachrichten von KI-Fakes abgrenzen.Aber auch generell sollte niemand Bilder aus dem Netz verwenden, an denen er nicht das Urheberecht hat. KI Bilder verletzten das Urheberrecht im großen Stil, bzw. hebeln es aus und zerstören die Jobs von Künstlern und Medienschaffenden. Und wenn diese Jobs erstmal weg sind - was sehen wir denn dann, was lesen wir dann, wo informieren wir uns dann noch zuverlässig?Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Wer weiterhin selbst an von Menschen gemachter Kunst und zuverlässigen Medien interessiert ist, sollte von KI Büchern/Filmen/Illustraionen/Medien tunlichst die Finger lassen, sollte sie selbst nicht nutzen und auch nicht konsumieren. KI zerstört die Jobs in der Kreativbranche!Platony schrieb am 17.02.2026, 16.11 Uhr:
Kann man zwar machen, aber auch das wird den langfristigen Einsatz, sei es absichtlich oder unbeabsichtigt, von KI-generierten Bildern/Inhalten nicht verhindern.
Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass man audiovisuellen Produkten nicht mehr vertrauen kann. Das muss daher auf jeden Fall reguliert und vom Gesetzgeber entsprechend unter Strafe gestellt werden, damit man zumindest eine gesetzliche handhabe hat (die EU hat da mit dem EU KI Act schon ganz gut vorgelegt).
Durch diese Entwicklung fällt es mir dummerweise zunehmend immer schwieriger, in Krimiserien oder -filmen so "Beweise" wie Fotos oder Audioaufnahmen (die dann sofort in der Handlung von allen ohne das zu hinterfragen als ultimativer Beweis akzeptiert werden), ernst zu nehmen.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es derartige Fälschungen auch schon lange vor der KI-Hype-Welle gab. Nur ist es jetzt halt so einfach wie noch nie und für die breite Masse durch die ganzen KI-Tools zugänglich.
Wird auf jeden Fall nicht langweilig.
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