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Personalabbau: WDR will 500 Stellen streichen
(13.06.2014, 15.45 Uhr)

Der WDR bemüht sich um Sparmaßnahmen im Personalbereich. In den kommenden Jahren sollen 500 Planstellen abgebaut werden. Das teilte WDR-Intendant Tom Buhrow den Mitarbeitern des Senders mit.
"Der Stellenabbau ist eine schmerzhafte, aber zwingende Entscheidung. Nur so bleiben wir aus eigener Kraft handlungsfähig und können den WDR steuern", erklärt Buhrow. Steigende Ausgaben, beispielsweise durch Tariferhöhungen oder Produktionskosten, könnten durch den Rundfunkbeitrag, der zudem ab 2015 sinkt, nicht mehr aufgefangen werden. Ohne die Personalkosten deutlich zu reduzieren, seien die dringend notwendigen Einsparungen nicht zu leisten. "Um den Personalabbau zu beschleunigen, haben wir schon mit den Gewerkschaften Modelle für Altersteilzeit und Vorruhestand verabredet", so Buhrow weiter.
Bis zum Jahr 2020 sollen 500 Stellen, die zum Beispiel durch Verrentungen frei werden, nicht nachbesetzt werden. Das betrifft vor allem die Bereiche Verwaltung und Produktion. Außerdem will der WDR seine Aufgaben reduzieren, Sachkosten senken und die Effizienz steigern. Buhrow: "Für die Menschen ist unser Programm das Wichtigste. Deshalb streichen wir dort so wenig wie möglich. Aber wir werden nicht mehr alles tun können, was wir heute tun. Ich sehe auch die Chance, dass wir uns neu und zukunftsfähig aufstellen."Ruth Hieronymi, Vorsitzende des Rundfunkrats, unterstützt den Kurs des Intendanten: "Der WDR muss diesen schwierigen Weg gehen, um sich fit für die Zukunft zu machen."
Der für die Berechnung des Rundfunkbeitrags zuständige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) sind insbesondere die hohen Personalkosten bei ARD und ZDF weiterhin ein Dorn im Auge. Gefordert wurden tarifliche Neuregelungen. Kritisiert wurde außerdem die Umverteilung von Programmmitteln zugunsten des Personalbereichs. Zwar dürfen die Sender derartige Umschichtungen vornehmen, jedoch werden dem "Programmbereich auf diese Weise beträchtliche Mittel entzogen", heißt es im 19. KEF-Bericht, der Anfang des Jahres veröffentlicht wurde (wunschliste.de berichtete).
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