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"Wir lassen uns juristisch nicht einschüchtern"
Sat.1
Sat.1 gegen Tönnies: Sender weist Unterlassungsforderungen zurück/Sat.1

Mitte Dezember 2021 hat Sat.1 in einer äußerst kurzfristigen Programmänderung eine  "Sat.1 investigativ"-Reportage über das umstrittene Unternehmen Tönnies ausgestrahlt. Bereits im Vorfeld versuchten Anwälte, die Dreharbeiten zur Reportage über Fleisch-Milliardär Clemens Tönnies und sein Unternehmen zu verhindern. Nun legte Tönnies nach und forderte Sat.1 zur Unterlassungserklärung auf, auf weitere Ausstrahlungen zu verzichten. Der Sender lehnt dies entschieden ab und geht in den Angriffsmodus.

Mit den Worten Jetzt sollen wieder mal Juristen Kritiker zum Schweigen bringen beginnt eine heute Mittag von Sat.1 veröffentlichte Pressemitteilung. Trotz anders lautender Äußerungen aus dem Firmenumfeld kurz nach Ausstrahlung der Reportage wolle Tönnies nun doch mit juristischen Mitteln weitere Ausstrahlungen verhindern. Sat.1 habe ein 28 Seiten langes Schreiben erhalten, in dem der Sender dazu aufgefordert wurde, zentrale Punkte seiner Reportage nicht mehr auszustrahlen. Sat.1 wehrt sich dagegen und gibt die geforderte Unterlassungserklärung nicht ab.

Im Umfeld des Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück war es 2020 zu einem der größten Corona-Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen gekommen, Fragen nach der Mitverantwortung des Konzerns wurden laut. Der Sender informiert darüber, dass Tönnies schon während der Dreharbeiten zur Reportage seine Anwälte mit rechtlichen Schritten drohen ließ - anstatt auf die simple Frage der Reporter:innen zu antworten: Wie viele Menschen im Tönnies-Werk sind zum Mindestlohn beschäftigt?

Sat.1-Chefredakteurin Juliane Eßling: Mit der Investigativ-Reportage über die Zustände von Wohnungen und unvorstellbare Arbeitsbedingungen in und um das Fleischimperium Tönnies haben wir offensichtlich einen Nerv getroffen. Wir lassen uns juristisch nicht einschüchtern. Unser SAT.1 Reporter:innen-Team recherchiert nach einigen neuen Hinweisen auf Missstände im Umgang mit Arbeiter:innen weiter.

Sat.1-Sprecher Christoph Körfer ergänzt: Wir haben nach der Reportage so viele Anrufe von Menschen bekommen, die unter dem System Tönnies leiden, dass es eine gesellschaftliche Verpflichtung ist, diese Reportage weiter jedem zugänglich zu machen, der sich für das Unternehmen Tönnies und seine Machenschaften interessiert. Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen und sehen einer juristischen Klärung des Sachverhalts durch ein ordentliches Gericht sehr gelassen entgegen.


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Leserkommentare

  • TheBlutsvente schrieb am 16.01.2022, 18.09 Uhr:
    Respekt, bleibt standhaft!!
    Solche Presse brauchen wir.
  • Torsten S schrieb am 13.01.2022, 15.34 Uhr:
    Richtig Sat.1, weiter so! Bravo!
  • Silverwolf schrieb am 13.01.2022, 19.04 Uhr:
    Super, weiter so, TOP