Seit 1963. Reihentitel für eigenproduzierte deutsche Filme, mit denen die Redaktion junge Talente entdecken und fördern will, mit geringem Etat, aber großem kreativen Freiraum und ohne Quotendruck.
Das Wort "klein" im Titel bezog sich zunächst vor allem auf die Länge der Fernsehfilme: Sie waren anfangs 25 Minuten kurz und liefen im Vorabendprogramm. Ab 1973 wanderten sie ins Hauptabendprogramm, wurden von dort aber durchgereicht bis in die frühen Nachtstunden. Erster Redaktionsleiter war Hajo Schedlich. Ihm folgte 1975 Eckart Stein. Er prägte die Reihe 25 Jahre lang und verteidigte sie immer wieder, oft mit Müh und Not, gegen die Kürzung des ohnehin überschaubaren Etats. Fünf Millionen € hat die Redaktion derzeit zur Verfügung, um 26 neue Produktionen jährlich herzustellen. Steins Nachfolgerin wurde 2000 Heike Hempel. Sie setzte neue Akzente, indem sie dokumentarische Formen forcierte. Es entstanden u. a. die Reihen "Gefühlsecht" und "Absolute Beginner".
Zu den Regisseuren und Autoren, deren Karrieren im Kleinen Fernsehspiel begannen, gehören Jutta Brückner, Tom Tykwer, Fatih Akin, Jim Jarmush, Edgar Reitz, Rainer Werner Fassbinder, Wolfgang Petersen, Christian Petzold und Michael Klier.
1978 erhielt die Redaktion eine "Besondere Ehrung" in Form eines Adolf-Grimme-Preises. Die Jury lobte, dass es ihr gelungen sei, "schwierige Talente und ausländische Filmemacher zu entdecken". Die Filme böten "Ungewöhnliches, Überraschendes und nicht Angepasstes".