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TV-Kritik/Review: Suits

Ein Anwalt, ein Betrüger und ein Sommerhit, der überzeugt - von Ralf Döbele
(29.07.2011)

"Suits"
"Suits"

Schon wieder eine Anwalts-Serie. Obwohl das Genre für den amerikanischen Kabelsender USA abgesehen von einer Serie noch recht stiefmütterlich behandelt wird, ereilt einen zunächst nur ein müdes Gähnen. Immerhin:  "Fairly Legal" startete im Januar, eine zweite Staffel ist bereits bestellt. Auch wenn die Mediatorin Kate Reed (Sarah Shahi) bislang nicht einen so bleibenden Eindruck bei Serienfans hinterließ wie Michael Westen (Jeffrey Donovan), Mary Shannon (Mary McCormack) oder Neal Caffrey (Matthew Bomer), sind bei USA Network "Characters welcome", wie der Sender seit Jahren in sämtlichen Werbetrailern versichert - es ist also immer Platz für ein paar mehr. Kein anderer Kabelsender hat derzeit so viele potentielle Serienformate in der Entwicklung, auch halbstündige Serien sollen in Zukunft bei USA ein Zuhause haben.

Doch zuerst macht USA eben Platz für noch eine Anwaltsserie, angesiedelt in einer elitären New Yorker Kanzlei. Besonders außergewöhnlich und einladend? Vielleicht nicht. Aber der Sender hält sein Versprechen: "Characters welcome" - hier wird die Botschaft ernst genommen. Wer bei  "Suits" aufsehenerregende Mordfälle oder überdreht exzentrische Anwalts-Schablonen vermutet, wird schnell eines besseren belehrt. Stattdessen treten die Macher eindrucksvoll den Beweis an, dass auch in einem derart abgenutzten Genre mit den richtigen Hauptfiguren und Darstellern noch herausragendes Fernsehen möglich ist - bewiesen wird auch, dass Sommerserien nicht lieblos zusammengezimmerte Lückenfüller sein müssen.

Mike Ross (Patrick J. Adams) ist kein typischer Anwalt
Mike Ross (Patrick J. Adams) ist kein typischer Anwalt

Mike Ross (Patrick J. Adams) ist jung, hoch intelligent, hat das Zeug zu einem großartigen Anwalt - und ist vollkommen am Boden. Er hat keinen Job, wenig Geld und mit Trevor (Tom Lipinski) einen besten Freund (und Drogendealer), der ihn zwar mit Gras versorgt, ihm aber ansonsten kaum je echte Freundschaftsdienste erweist. Seine Gefühle für Trevors Freundin Jenny (Vanessa Ray) komplizieren die Situation zusätzlich. Mike hat nie ein Jura-Studium abgeschlossen, doch dank seines fotografischen Gedächtnisses hat er die Anwaltsprüfung bereits mehrfach bestanden - für andere Leute, die ihn mal mehr oder weniger gut dafür bezahlen. So hat Mike sein Einkommen als kleiner Betrüger, doch verdient er damit lange nicht genug, um seiner pflegebedürftigen Großmutter (Rebecca Schull) eine staatliche Einrichtung zu ersparen. Dafür braucht Mike 25.000 Dollar und er braucht sie schnell. Wie schlimm kann es schon werden? Einfach eine Drogenlieferung für Trevor in ein Nobelhotel bringen und das Geld gehört ihm. Doch Mikes Großmutter kennt Trevor. Sie will, dass dieser seine zweifelhafte Karriere beendet und warnt ihn inständig: "Dein Leben war nicht einfach, aber du bist kein Kind mehr. Versprich mir, dass du ab jetzt dein Potential nutzt!"

Potential, das Harvey Specter (Gabriel Macht) praktisch sofort in Mike erkennt. Doch zunächst hat der Top-Anwalt in der elitären New Yorker Kanzlei Pearson/Handler ein Problem: Er braucht Inspiration, einen weiteren Ausnahmeanwalt, mit dem er zusammenarbeiten kann. Seine Chefin Jessica Pearson (Gina Torres) würde es wohl anders beschreiben, sie will lediglich, dass Harvey einen Protegé einstellt. Und der Neue muss natürlich ein Absolvent der Elite-Universität Harvard sein, so wie alle Anwälte, die bei der Kanzlei angestellt sind. Keine gute Aussichten für Harvey, hasst er doch nichts mehr als Mitläufer und Mittelmäßigkeit. Er will keinen hirnlosen Klon an seiner Seite! Glücklicherweise kann er sich auf seine Sekretärin Donna (Sarah Rafferty) verlassen, die in der Suite des gleichen Nobelhotels, in dem auch Mikes Übergabe stattfinden soll, gleich mit bissiger Zielstrebigkeit die Spreu vom Weizen trennt.

Harvey Specter (Gabriel Macht) nimmt mit der Anstellung von Mike großes Risiko auf sich
Harvey Specter (Gabriel Macht) nimmt mit der Anstellung von Mike großes Risiko auf sich

Praktisch niemand kommt an ihr vorbei - bis Mike in die Suite stolpert und sich mehr als ungeschickt anstellt. Eigentlich ist er nur auf der Flucht vor der Polizei, die etwas von seiner Drogenübergabe mitbekommen hat: "Ich versuche nur, die Cops loszuwerden, mir ist egal ob Sie mich reinlassen..." Für Donna die magischen Worte! Und als Harvey dann die Gras-Pakete aus Mikes Koffer vor die Füße fallen, ist er sofort fasziniert. Vor allem natürlich von Mikes juristischem Wissen, seiner Lebensgeschichte und seiner Einstellung: "Ich wurde in ein anderes Leben geschleudert. Und seitdem wünsche ich mir nur noch einen Weg zurück."

Schließlich erhält Mike den Job, hat eine Chance, das benötigte Geld auf legale Weise zu verdienen. Als Gegenleistung verlangt Harvey, dass Mike sowohl das Gras, als auch Trevor für immer links liegen lässt. Im Gegenzug wird Harvey Mikes nicht vorhandener Jura-Abschluss unter der Decke halten. Was gar nicht so einfach ist, da Harveys Konkurrent in der Kanzlei, der intrigante Louis Litt (Rick Hoffmann), sofort damit beginnt, Mike auf Herz und Nieren zu testen.

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