Das Film- und Fernsehserien-Infoportal

Log-In für "Meine Wunschliste"

Passwort vergessen

  • Bitte trage Deine E-Mail-Adresse ein, damit wir Dir ein neues Passwort zuschicken können:
  • Log-In | Neu registrieren

Registrierung zur E-Mail-Benachrichtigung

  • Anmeldung zur kostenlosen TV-Termin-Benachrichtigung für

  • E-Mail-Adresse
  • Für eine vollständige und rechtzeitige Benachrichtigung übernehmen wir keine Garantie.
  • Fragen & Antworten

Die 10 besten spanischsprachigen Serien

Platz 5:  "Hundert Jahre Einsamkeit" (2024-2026)

Ein Meisterwerk der Weltliteratur in überzeugende Serienform zu gießen, ist nicht die leichteste Aufgabe. Die Macher von "Hundert Jahre Einsamkeit", einer kolumbianischen Adaption des gleichnamigen Klassikers von Gabriel García Márquez, bestehen den Test aber mit Bravour. Das bei Netflix veröffentlichte Epos um die Familie Buendía, die über mehrere Generationen in dem fiktiven Dorf Macondo lebt, hat Wucht und verzaubert mit symbolträchtigen Bildern, die den berühmten magischen Realismus aus der Buchvorlage beständig aufscheinen lassen. Während die ersten acht Folgen (Teil 1) bereits im Dezember 2026 an den Start gingen, sollen die restlichen acht Episoden (Teil 2) im August 2026 das Licht der Welt erblicken.

Platz 4:  "Patria" (2020)

Die erste Produktion von HBO España nimmt sich eines dunklen Kapitels der spanischen Geschichte an, das längst noch nicht restlos aufgearbeitet ist. Zwischen 1960 und 2011 trug die Terrororganisation Eta im Kampf für ein unabhängiges Baskenland Trauer und Schrecken in die Gesellschaft. "Patria", eine Adaption des gleichnamigen Romans von Fernando Aramburu, nutzt diesen mehr als 800 Menschenleben fordernden Krieg als Folie für die Geschichte zweier Familien, die nach einem tödlichen Anschlag entzweit werden. Auf unterschiedlichen Zeitebenen erzeugt die achtteilige, mitreißend bebilderte Miniserie einen immer stärker werdenden Sog, der auch und vor allem aus dem fein austarierten Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Elena Irureta und Ane Gabarain erwächst.

Platz 3:  "La Mesías - Die Auserwählte" (2023)

Zwei Geschwister, die einst dem Klammergriff einer von ihrer Mutter geführten Sekte entkamen, werden durch ein viral gehendes Video einer katholischen Mädchenpopgruppe mit den Traumata ihrer Kindheit konfrontiert. Das ist die Prämisse der sieben Folgen umspannenden Miniserie "La Mesías - Die Auserwählte", in der nuanciert gezeichnete Figuren und Ambivalenzen großgeschrieben werden. Besonders spannend: Regelmäßig lassen die Macher verschiedene Stimmungen und Genreelemente aufeinanderprallen, was den Reiz der um Glauben, toxische Familiendynamiken und Heilssehnsucht kreisenden Erzählung verstärkt.

Platz 2: "Los Simuladores" (2002-2004)

Nicht selten als eine der besten argentinischen Serien aller Zeiten gepriesen, besitzt "Los Simuladores" nach wie vor Kultstatus. Im Mittelpunkt der Handlung stehen vier Spezialisten, die Probleme ihrer Kunden mit psychologischem Geschick und ausgeklügelten Täuschungen zu lösen versuchen. Gewitzte Drehbücher, spannende Charakterporträts und clevere Genreparodien zählen zu den Qualitätsmerkmalen dieser leider nur kurzlebigen Produktion. Eine für 2024 angekündigte Filmversion scheint nicht mehr verwirklicht zu werden.

Von links nach rechts:
Von links nach rechts: Federico D'Elía, Diego Peretti, Alejandro Fiore und Martín Seefeld sind die "Simulanten" Telefe

Platz 1:  "Ana und Oscar" (2024)

So realistisch und feinfühlig wie selten taucht diese spanische Produktion in die komplizierte Liebesbeziehung ihrer beiden Protagonisten ein, die sich bei einer Silvesterfeier kennenlernen. Über eine Spanne von zehn Jahren und stets fokussiert auf den Zeitraum des Jahreswechsels erzählen die zehn Folgen so viel mehr als es gewöhnliche romantische Serien vermögen. Dialoge auf höchstem Niveau werden von Schauspielern mit echtem Leben gefüllt. Einfach wunderbar!



 

Über den Autor

  • Christopher Diekhaus
Christopher Diekhaus, Jahrgang 1985, erlebte seine TV-Sozialisation in den 1990er-Jahren. Seine echte Liebe für den Flimmerkasten entbrannte allerdings erst gegen Ende der Schulzeit. Nach seinem Studium landete er zunächst in einer Film- und Fernsehproduktionsfirma. Seit 2013 schreibt Christopher als Freiberufler Film- und Serienkritiken. Das Portal fernsehserien.de unterstützt er seit Ende 2019. Im Meer der Veröffentlichungen die Perlen zu entdecken – diese Aussicht spornt ihn immer wieder an. Insgeheim hofft er, irgendwann eines seiner in der Schublade liegenden Drehbücher zu verkaufen. Bis er den Oscar in Händen hält, sichtet und rezensiert er aber weiter fleißig die neuesten Serien.
Lieblingsserien: Devs, Lass es, Larry!, Severance

auch interessant

Beitrag melden

  •  

Leserkommentare

  • Drongo schrieb am 28.04.2026, 19.58 Uhr:
    honorable mension (weil bei uns nicht verfügbar): El ministerio del tiempo. Tolle Zeitreiseserie, halt seeeehr spanische Geschichte(n).
  • User 1930630 schrieb am 28.04.2026, 19.49 Uhr:
    The Pier - Die fremde Seite der Liebe (2019) fehlt auf dieser Liste - eine der besten Serien, welche ich in letzter Zeit gesehen habe