Der 28-jährige Joe Buck arbeitet in einer texanischen Kleinstadt als Tellerwäscher. Eines Tages beschließt er, nach New York zu gehen, wo er als Gigolo für alleinstehende Frauen schnelles Geld machen will. Doch der mittellose und ziemlich naive Naturbursche im Cowboy-Kostüm landet in der Großstadt bald in der Gosse. Dort lernt er den Kleinganoven Ratso kennen, der sich seiner annimmt. Gemeinsam versuchen sie, im Großstadtmoloch zu überleben. Der gut aussehende, aber naive Texaner Joe Buck hat sein heimatliches Provinznest und seinen Job in einer Imbissstube satt und macht sich auf nach New York, um die Großstadt im Cowboykostüm zu erobern. Sein Plan: Er will sich von reichen Damen für viel Geld als Gigolo aushalten lassen. Doch der Erfolg bleibt aus. Die Frauen der High Society sind entweder schockiert von Joes eindeutigem Angebot oder nehmen den naiven jungen Mann selbst aus. Bald ist Joe pleite und obdachlos. Doch dann lernt er den tuberkulosekranken Kleinganoven "Ratso" Rizzo kennen, der den tumben Texaner bei sich aufnimmt. Zwischen den ungleichen Außenseitern entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Ratsos Schwindsucht immer schlimmer wird, beschließt Joe, Geld für zwei Tickets ins warme Florida zu besorgen. Der Brite John Schlesinger inszenierte mit "Asphalt-Cowboy" 1968 seinen ersten US-amerikanischen Film und schuf eine sarkastische Abrechnung mit dem amerikanischen Traum, die heute zu den großen Klassikern des "New Hollywood"-Kinos zählt. Den ungeschönten Milieu-Realismus des vor Ort in der Bronx gedrehten Sozialdramas kontrastiert Schlesinger mit einem subtilen Außenseiter-Psychogramm, in dem Jon Voight und Dustin Hoffman eindringliche Charakterstudien vorlegen. Wegen seines realistischen Umgangs mit Themen wie Homosexualität, Prostitution und Obdachlosigkeit erhielt der Film bei seiner Uraufführung 1969 in den USA ein X-Rating, also ein absolutes Jugendverbot. Er wurde 1970 zu dem bisher einzigen Film mit dieser Freigabe, der einen Oscar als bester Film erhielt. Weitere Oscars gingen an Regisseur Schlesinger und Drehbuchautor Waldo Salt. Die beiden ebenfalls nominierten Hauptdarsteller Dustin Hoffman und Jon Voight verloren bei der Preisvergabe jedoch gegen John Wayne, der einen Oscar für seine Rolle in "Der Marshall" erhielt. "Brillanter Film John Schlesingers, der Sozialkritik mit Unterhaltungselementen mischt". (Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 303/1969)...
(BR Fernsehen)
Länge: ca. 108 min.
Deutscher Kinostart: 18.07.1969
Original-Kinostart: 25.05.1969 (USA)
FSK 16
Cast & Crew
- Regie: John Schlesinger
- Drehbuch: Waldo Salt
- Produktion: Jerome Hellman, Kenneth Utt, Fred C. Caruso, Hal Schaffel, Florin Productions, Jerome Hellman Productions
- Musik: Fred Neil
- Kamera: Adam Holender
- Schnitt: Hugh A. Robertson
- Szenenbild: Philip Smith
- Maske: Irving Buchman
- Regieassistenz: Burtt Harris, Terence A. Donnelly
- Spezialeffekte: Joshua White