Auf die ewige Frage, warum ein allmächtiger Gott all das Leid auf Erden zulässt, findet der belgische Regisseur Jaco Van Dormael in seiner abgedrehten Komödie eine einfache Antwort: Weil es Gott (Benoît Poelvoorde) nun mal so will! Der Schöpfer ist ein Sadist und es gefällt ihm, die Menschen zu ärgern und Unheil zu verbreiten. Im Bademantel, von seinem Büro in einem schäbigen Brüsseler Hochhaus aus, greift er in den Lauf der Dinge ein und verfasst Gesetze, die die Menschen verzweifeln lassen. Ein Konfitürebrot fällt immer auf die bestrichene Seite. Und im Supermarkt reiht man sich stets in die Schlage ein, die langsamer vorankommt. So etwas gefällt Gott. Zusammen mit seiner Frau hat Gott eine Tochter: Ea . Mal abgesehen von der Tatsache, dass sie über übernatürliche Kräfte verfügt und die Tochter Gottes ist, ist sie eine ganz normale Jugendliche. Und als solche wünscht sie sich nichts sehnlicher, als einmal die Welt zu sehen und auf eigenen Beinen zu stehen. Was aber tun, wenn der Vater allmächtiger griesgrämiger Pascha ist und sie wie eine Gefangene hält? Glücklicherweise gibt es da noch den älteren Bruder Jesus , der sich aber frühzeitig aus dem Staub gemacht hat. Der verrät ihr nicht nur, wie sie unbemerkt die Wohnung verlassen kann, sondern auch, dass Gott ohne seinen Computer nicht viel ausrichten kann. Also beschliesst sie, vor ihrer Flucht selbst noch etwas Gott zu spielen und jedem Menschen per SMS das jeweilige Todesdatum zuzuschicken, um sich anschliessend auf die Suche nach sechs Aposteln zu machen und ein brandneues Testament schreiben zu lassen.
(SRF)
Nach Filmen wie "Toto der Held", "Am achten Tag" und "Mr. Nobody" reiht sich nun auch "Das brandneue Testament" in Jaco Van Dormaels preisgekrönte surrealistische Kinowelt ein. Besondere Charaktere statt Standard-Figurenensemble und Fragen statt Antworten lautet die Devise des belgischen Regisseurs. Auf dem amerikanischen Austin Fantastic Fest gewann "Das brandneue Testament" den Preis in der Kategorie Beste Komödie. Außerdem wurde der Film 2015 mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie Bestes Szenenbild ausgezeichnet.
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