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17

Der ganz große Traum

(Lessons of a Dream)D, 2011
Der ganz große Traum
Bild: ARD Degeto/Senator Film
  • 17 Fans 
  • Wertung0 1127noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Deutschlandpremiere: 24.02.2011
Deutsche Erstausstrahlung: 28.12.2011 (Sky Cinema)
Braunschweig, 1874. Am angesehenen Gymnasium Martino-Katharineum herrschen militärischer Drill und kaiserliche Traditionen. Disziplin und bedingungsloser Gehorsam wird den Jungen ebenso eingetrichtert wie Patriotismus und Klassendenken. Doch als der fortschrittlich gesinnte Schulleiter Gustav Merfeld (Burghart Klaußner) beschließt, als einer der ersten Direktoren in Deutschland Englischunterricht einzuführen, scheinen sich die Dinge ein wenig zu ändern. Merfeld stellt den jungen, in Oxford ausgebildeten Lehrer Konrad Koch (Daniel Brühl) ein. Der idealistische Pädagoge gerät allerdings gleich zu Beginn seiner Unterrichtszeit mit den rabiaten Disziplinarmethoden der altgedienten Kollegen und dem gnadenlosen Standesdünkel der Schüler in Konflikt; unter letzterem leidet insbesondere der kleine Joost (Adrian Benjamin Moore), das einzige Arbeiterkind der Schule. Koch versucht indessen, ein vertrauensvolles Verhältnis zu seiner Klasse aufzubauen - zunächst ohne großen Erfolg. Vor allem der arrogante Felix (Theo Trebs) wiegelt seine Kameraden gegen Koch auf. Durch einen Trick gelingt es dem Lehrer schließlich, die Jungen für die Fremdsprache zu interessieren: Er beginnt, mit ihnen Fußball zu spielen! Die Begeisterung für diese dynamische, in Deutschland bis dahin völlig unbekannte Sportart, ist auf Anhieb groß. Durch sie kann Koch den Jungen nicht nur englische Vokabeln vermitteln, sondern auch Sinn für Teamgeist und Fairplay. Allerdings lässt der Widerstand seitens der konservativen Lehrer und Eltern nicht lange auf sich warten. Sie fürchten um ihre Autorität und sehen durch den neuen britischen Sport Anstand und Sitte ihrer Kinder in Gefahr. Insbesondere Felix' Vater, der einflussreiche Unternehmer Hartung (Justus von Dohnányi), setzt alles daran, Koch loszuwerden. Gemeinsam mit anderen Eltern erwirkt er schließlich ein Verbot des Fußballspiels im gesamten Herzogtum Braunschweig. Koch wird entlassen. So leicht aber wollen die Schüler nicht aufgeben. Sie schicken sich an, Hartung und seine Anhänger mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Kaum zu glauben, aber wahr: Der Fußballsport war im Deutschland des 19. Jahrhunderts gänzlich unbekannt und wurde von den bürgerlichen Kreisen mit großer Skepsis betrachtet. Mit großem Aufwand und Starbesetzung erzählt der Film die Geschichte des Fußballpioniers Konrad Koch, der im Herbst 1874 das erste offizielle Spiel auf deutschem Boden initiierte. Im Jahr darauf gründete er den ersten deutschen Fußballverein. Doch "Der ganz große Traum" ist mehr als ein bloßer Fußballfilm. In der Tradition von "Der Club der toten Dichter" erzählt Regisseur Sebastian Grobler eine universelle Geschichte über Nonkonformismus, Mut und Gemeinschaftsgeist. Beim Deutschen Filmpreis 2011 wurde "Der ganz große Traum" in den Kategorien Bester Film, Beste Kamera und Bestes Kostümbild nominiert. Deutschland, 1874. Der junge Konrad Koch wird als Englischlehrer an einem Braunschweiger Gymnasium angestellt. Gehorsam und Disziplin gelten an der Schule als oberste Tugenden. Koch aber, der in England studierte, sorgt vom ersten Tag an mit seinen eigenwilligen Lehrmethoden für Irritation. So weckt er das Interesse der Schüler an englischer Sprache durch eine britische, in Deutschland bis dahin völlig unbekannte Sportart: Fußball. Den konservativen Eltern und Lehrern ist das ein Dorn im Auge. Sie wollen Koch um jeden Preis wieder loswerden.
(One)
"Der ganz große Traum" ist Sebastian Groblers zweiter Spielfilm und verhalf ihm zu breiter Bekanntschaft beim deutschen Publikum. Der Film wurde 2011 in drei Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert (Bester Film, Beste Kamera, Bestes Kostümbild) und erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertungsstelle das Prädikat "besonders wertvoll". Der Dreh fand an authentischen Orten in Braunschweig und Wolfenbüttel statt und beruht auf wahren Begebenheiten des späten 19. Jahrhunderts. Tatsächlich stieß der Fußball in Deutschland damals vielerorts auf Unverständnis und blieb in Bayern sogar bis 1927 verboten.
(One)
Rubriken: Gesellschaft, Drama

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