Conny und Ulla haben ihren Traum wahr gemacht: Sie kehrten dem hektischen Alltag den Rücken und leben seither allein auf einer kleinen Insel. Vor ein paar Jahren packten sie Möbel und Hausrat zusammen und zogen auf den Ruden, ein Eiland zwischen Usedom und Rügen im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden Mittfünfziger konnten sich in einem alten Lotsenhaus niederlassen. Stromanschluss und fließend Wasser gibt es dort nicht, geheizt wird im Kamin, gekocht auf einem Propangasherd. Für ein Monatsgehalt von der Gemeinde und dem Naturschutzamt sind die beiden Hafenmeister, Vogelwart und Inselführer in Personalunion. Doch die Inselromantik hat auch ihre Kehrseiten. Die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln ist eine dauernde Herausforderung. Einmal im Monat müssen sie mit ihrem Boot aufs Festland fahren und Nachschub holen. Dann können sie es kaum erwarten, wieder auf ihre Insel zurückzukehren, erzählen sie. Während Ulla im Sommer Segler, die im Hafen Station machen, ins Inselmuseum und zum Beobachtungsturm aus der NS-Zeit führt und über die DDR-Geschichte des Eilands informiert, bewacht ihr Lebensgefährte das Naturschutzgebiet. Hier tummeln sich tagsüber Tausende Kormorane. Allein ist das Paar im Sommer auf dem Ruden selten. Aber im Winter bekommen die ehemaligen Wirtsleute oft wochenlang keine Menschenseele zu Gesicht. Dann sind sie endlich allein mit Wind und Wellen, meint Conny, dann machen sie es sich richtig gemütlich. Rolf Sakulowski hat das Paar aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Ruden besucht. Er erzählt die Geschichte zweier Menschen, die ihren Lebenstraum verwirklichen konnten - allein auf einer Insel.
(rbb)
Daten
Länge: ca. 30 min.
| Deutsche TV-Premiere | Do, 14.12.2006 (NDR) |
| Originalsprache: | Deutsch |
gezeigt bei: Die Reportage (D, 2001 – )
gezeigt bei: Schlaglicht (D, 1986 – )
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