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Oscar- und Emmy-Preisträger Robert Duvall ("Der Pate", "Apocalypse Now") ist tot

von Christopher Diekhaus in Vermischtes
(17.02.2026, 18.21 Uhr)
Hollywood-Ikone wurde 95 Jahre alt
Robert Duvall (1931 - 2026)
IMAGO/MediaPunch
Oscar- und Emmy-Preisträger Robert Duvall ("Der Pate", "Apocalypse Now") ist tot/IMAGO/MediaPunch

Die Film- und Fernsehwelt trauert um einen der ganz großen US-Schauspieler, der vor mehr als 70 Jahren seine Karriere begann. Robert Duvall, unter anderem bekannt aus Francis Ford Coppolas Gangsterfilmklassiker  "Der Pate" und seiner Vietnamparabel  "Apocalypse Now", ist am Sonntag, dem 15. Februar, im Alter von 95 Jahren auf seiner Farm in Middleburg im US-Bundesstaat Virgina friedlich eingeschlafen. Das gab Ehefrau Luciana Pedraza ohne Nennung der genauen Todesumstände offiziell bekannt. In ihrem Statement heißt es weiter: "In jeder seiner vielen Rollen gab Bob alles für seine Figuren und für die Wahrheit des menschlichen Geistes, den sie repräsentierten. Damit hinterlässt er uns allen etwas Bleibendes und Unvergessliches. Vielen Dank für die jahrelange Unterstützung, die Sie Bob entgegengebracht haben, und dafür, dass Sie uns diese Zeit und Privatsphäre geben, um die Erinnerungen zu feiern, die er hinterlässt."

Robert Duvall kam am 5. Januar 1931 im kalifornischen San Diego als zweiter von drei Söhnen des Ehepaares Mildred Virginia Duvall (geborene Hart) und William Howard Duvall zur Welt. Schon seine Mutter war als Amateurschauspielerin aktiv. Für seine berufliche Ausbildung zog es ihn Mitte der 1950er-Jahre an die Neighborhood Playhouse School of the Theatre, wo er zusammen mit dem im letzten Jahr verstorbenen Gene Hackman und seinem "Der Pate"-Kollegen James Caan studierte. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine bis zu seinem Tod anhaltende Freundschaft mit Dustin Hoffman.

Nach seinem Theaterdebüt im Jahr 1952 und weiteren Bühnenengagements tauchte Duvall 1959 in einer Folge der Anthologieserie  "Armstrong Circle Theatre" erstmals im Fernsehen auf. Auf dem kleinen Bildschirm war er fortan regelmäßig, vor allem in Gastrollen, zu sehen. Zu seinen frühen TV-Produktionen gehören  "Shannon klärt auf",  "Alfred Hitchcock präsentiert",  "Gnadenlose Stadt",  "Die Unbestechlichen",  "Route 66",  "Die Leute von der Shiloh-Ranch",  "The Lieutenant",  "Stunde der Entscheidung",  "The Outer Limits",  "Auf der Flucht",  "Preston & Preston",  "Time Tunnel" und  "Verrückter Wilder Westen".

Seine Kinopremiere feierte Robert Duvall bereits 1962 in Robert Mulligans Literaturverfilmung  "Wer die Nachtigall stört". Auch wenn in den 1960er-Jahren das Fernsehen noch sein Hauptbetätigungsfeld war, wirkte er in zwei Leinwandklassikern dieser Dekade, dem Krimidrama  "Bullitt" und dem Western  "Der Marshal", mit.

Im folgenden Jahrzehnt glückte ihm dann, während der vielgepriesenen Epoche des New Hollywood (einer Zeit, da die großen Studios offener für Experimente waren), endgültig der Sprung ins Kino. Filme wie Robert Altmans Kriegssatire  "M.A.S.H." und George Lucas' experimentellen Debütfilm  "THX 1138" wertete Duvall mit seinen mimischen Fähigkeiten auf. Ins popkulturelle Gedächtnis schrieb er sich 1972 in Coppolas Mafiaepos "Der Pate" als Tom Hagen, der besonnene, strategisch agierende Berater der im Mittelpunkt stehenden Gangsterfamilie, ein. Eine Rolle, für die er seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Wenig verwunderlich folgten nach diesem Hit auch weitere spannende Parts und Filmprojekte: darunter Coppolas Paranoia-Thriller  "Der Dialog",  "Der Pate II", Sidney Lumets Satire  "Network" und John Sturges' Kriegsdrama  "Der Adler ist gelandet".

Zwei prägende Rollen übernahm Duvall Ende der 1970er-Jahre als Lt. Colonel Bill Kilgore (bekanntester Satz: "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen") in "Apocaplyse Now" und als Bull Meechum im Melodram  "Der große Santini". Beide Performances wurden mit einer Oscar-Nominierung bedacht. Gewinnen konnte Duvall den begehrten Academy Award schließlich 1984 in der Kategorie Bester Hauptdarsteller als Ex-Country-Star Mac Sledge in  "Comeback der Liebe".

Seinen Beruf übte der gebürtige Kalifornier auch nach diesem Erfolg mit großer Leidenschaft weiter aus. Markante Auftritte hatte er in den 1980er- und 1990er-Jahren unter anderem in den Kinofilmen  "Der Unbeugsame",  "Colors - Farben der Gewalt",  "Tage des Donners",  "Falling Down",  "Walter & Frank - Ein schräges Paar" und  "Apostel!". Letztgenanntes Werk markierte nicht nur seine zweite Regiearbeit. Zum fünften Mal durfte sich Robert Duvall für sein Spiel als charismatischer Prediger zudem über eine Oscar-Nominierung freuen.

Lob und Anerkennung gab es auch für die 1989 veröffentlichte Miniserie  "Weg in die Wildnis" (ebenfalls bekannt als "Der Ruf des Adlers"), in der er den Texas-Ranger Augustus McCrae verkörperte. Eigenen Angaben zufolge sein Lieblingspart unter all seinen zahlreichen Engagements. Im Fernsehen sorgte Duvall nicht zuletzt Mitte der 2000er-Jahre in Walter Hills Westernzweiteiler  "Broken Trail" für Furore, der ihm nach drei erfolglosen Emmy-Nominierungen den bedeutendsten TV-Preis der USA bescherte.

Auch im fortgeschrittenen Alter drehte der vier Mal verheiratete, aber kinderlos gebliebene Schauspieler fleißig weiter, wirkte etwa in  "Open Range - Weites Land",  "The Road",  "Crazy Heart",  "Jack Reacher",  "Widows - Tödliche Witwen" und  "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe" (sein finaler Auftritt) mit. Seine letzte von insgesamt sieben Oscar-Nominierungen (die sechste gab es für  "Zivilprozess" von 1999) wurde ihm für das Drama  "Der Richter - Recht oder Ehre" aus dem Jahr 2014 zuteil. Beim Westernkrimi  "Wild Horses" von 2015 stand Duvall nicht nur vor der Kamera, sondern ein viertes und letztes Mal als Regisseur auch dahinter. Ein weiteres Zeichen für die große Liebe zu seiner Arbeit, die nach seinem Tod glücklicherweise weiterleben wird.



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