Kurs auf Orango, eine der bevölkerungsreichsten Inseln des westafrikanischen Bissagos-Archipels: Hier leben die Bijagos, eine Volksgruppe mit matriarchalischer Gesellschaftsstruktur. Tatsächlich suchen sich hier die Frauen ihre Männer aus und machen die Heiratsanträge, besitzen die Häuser, sind für die Kindererziehung verantwortlich, fungieren als Hohepriesterinnen bei animistischen Zeremonien, organisieren die Arbeit, hüten die Schlüssel zu den Reislagern, treffen Entscheidungen als Familienoberhaupt und sichern die Nachkommenschaft. Frauen genießen bei den Bijagos hohes Ansehen und sind für das Gleichgewicht zwischen der Welt der Lebenden und der Toten verantwortlich. Ein solches Matriarchat ist nicht nur gemessen am westlichen Lebensstil eine Besonderheit, sondern auch im Vergleich zum übrigen Afrika. Auch wenn diese Kultur Jahrhunderte überdauert hat, setzt sich inzwischen doch der westliche Lebensstil durch. Weil zunehmend mehr Kinder weiterführende Schulen besuchen, könnte das dazu beitragen, dass die angestammten Traditionen im Hinblick auf das Verhältnis der Geschlechter zerbröckeln. Ob sich die matriarchalische Bijago-Kultur behaupten kann, liegt in den Händen der kommenden Generationen.
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