Die Cité des Muguets, eine Sozialbausiedlung in der Banlieu von Paris, erwacht nach einer chaotischen Nacht: Jugendliche des Viertels und Ordnungshüter haben sich heftige Straßenschlachten geliefert, nachdem der 16-jährige Abdel Ichah beim Verhör auf dem Polizeirevier schwer verletzt wurde. Für sein Umfeld ist er der Tropfen, der das seit langem randvolle Fass zum Überlaufen bringt und zum Aufstand führt. Unter den revoltierenden Jugendlichen sind auch drei unzertrennliche Freunde: Saïd hält sich mit kleinen Deals über Wasser; Hubert versucht, mit seiner pazifistischen Einstellung in der Cité zu überleben; Vinz dagegen ist überzeugt, dass es ohne Hass und Gewalt nicht geht. Als er den Revolver findet, den einer der Polizisten während der Tumulte verloren hat, scheut er nichts und niemanden mehr, um seinen Kumpel Abdel zu rächen ..."Wir sind draußen eingeschlossen", sagt eine der Figuren in "Hass" und trifft damit den Kern des Films. Wer meint, es ginge um den Hass der Jugendlichen auf Staat und Gesellschaft, macht es sich zu leicht. Der Regisseur Mathieu Kassovitz zeigt Jugendliche, die keinerlei Platz in der Gesellschaft gefunden haben. Sie irren umher, auf der Suche nach etwas Zeitvertreib, ohne Orientierung, ohne Perspektive. Sie leben nur im Augenblick, die Vergangenheit zählt nicht. Diese Bezugslosigkeit ist es, die sie zu Gefangenen ihrer selbst macht. Sie sind Ausgeschlossene ohne inneren Halt.
(arte)
"Hass" war 1995 das Ereignis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes, ausgezeichnet mit dem Preis für die beste Regie. Der Film erhielt elf César-Nominierungen und gewann die Trophäe in den Kategorien Bester Film, Bester Produzent und Bester Schnitt. Beim Europäischen Filmpreis gewann er den Felix für den besten jungen europäischen Film. Parallel zum Kinostart von "Hass" am 31. Mai 1995 erschien auch eine vom Film inspirierte Schallplatte, auf der verschiedene Rapper und Musiker ihre Sicht auf die Pariser Vorstädte zum Ausdruck bringen."Hass" ist der zweite Spielfilm, bei dem der Schauspieler Mathieu Kassovitz selbst das Drehbuch schrieb und Regie führte. Sein Debüt als Autorenfilmer gab er nach einigen Kurzfilmen mit dem Spielfilm "Lola liebt's schwarzweiß" (1993).
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