Im Mittelpunkt dieser „conte moral“ steht Augustin, Mathematikdozent an einer kleinen deutschen Universität, dem aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung alles leicht und ohne Mühe zugefallen ist, so, als müsse es eben eintreten. Dieses Gefühl der selbstverständlichen Zwangsläufigkeit aller ihn betreffenden Ereignisse wird zum Grund seiner konzentrierten, selbstbesessenen Einstellung dem Leben gegenüber, seiner ängstlichen Suche nach dem Sinn seines eigenen Lebens. Er wird von dem Gedanken gequält, dass in dieser Welt, wo man alles darf, die Freiheit ihren Sinn verloren hat. Vergeblich sucht er Hilfe bei einem Mädchen, das ihn verlässt und bei einem Kollegen, einem Theologen. Obwohl er nicht gläubig ist, nähert er sich einer kleinen Gruppe serbischer Emigranten, die der orthodoxen Kirche angehört. Um festzustellen, ob Gott wirklich existiert, begeht er ein Sakrileg. Er unterzieht sich einer psychiatrischen Behandlung. Alle sind bereit, ihn von seiner Schuld freizusprechen. Doch Augustin fühlt sich erst geheilt, als er sich selber bestraft. „Befreit“ verlässt er die Heilanstalt.
* Transparenzhinweis: Für gekennzeichnete Links erhalten wir Provisionen im Rahmen eines Affiliate-Partnerprogramms. Das bedeutet keine Mehrkosten für Käufer, unterstützt uns aber bei der Finanzierung dieser Website.
Alle Preisangaben ohne Gewähr, Preise ggf. plus Porto & Versandkosten.
Bestimmte Inhalte, die auf dieser Website angezeigt werden, stammen von Amazon. Diese Inhalte werden "wie besehen" bereitgestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.