Warum sagen viele Zuschauer immer wieder, "es ist wie im Leben", wenn Inge Meysel Mutterrollen spielt? Warum meinen Kritiker, sie stellte nur immer sich selbst dar und sei zum Klischee geworden? - Das Porträt will ergründen, mit welchen Mitteln und lebendigen Erfahrungen Inge Meysel den Kontakt zu einem Millionenpublikum herstellte. Sie erzählt von ihrer Kindheit unter Arbeitern und wie der Vater versucht hat, aus ihr eine anständige Bürgerstochter zu machen. Dann die kurze Zeit als Schauspielerin, bis sie von den Nationalsozialisten Berufsverbot bekam - Inge Meysel war Halbjüdin. Sie erinnert sich vor der Kamera an die Zeit im Dritten Reich und welche leidvollen Erfahrungen später in ihre Rollen eingingen. 1975 gedreht: Geschichte eines Lebens, aber auch Geschichte des deutschen Fernsehens. Mit Inge Meysel ist die erste Fernsehgeneration großgeworden. Mutter Wolffen sagt im "Roten Hahn" von Gerhart Hauptmann: "Mein Leben war auch kein Spaß". Inge Meysel, die diese Rolle unter ihrem verstorbenen Mann John Olden spielte, weiß, wovon sie spricht.
(ARD)
Daten
Länge: ca. 80 min.
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Cast & Crew
- Kamera: Jens Heik








