Ende der 70er Jahre kehrt Jutta für ein paar Tage nach Berlin zurück. Sie arbeitet jetzt ehrenamtlich bei einer linken Zeitung und will über einen politischen Prozess aus Berlin berichten. Jürgen, mit dem sie Ende der 60er Jahre in Berlin studiert hat, holt sie vom Flughafen ab. Jetzt muss sie sich wieder an ihre Studienzeit erinnern – und auch an Herbert: Herbert hat damals Autos geknackt und kam dafür zwei Jahre ins Gefängnis. Danach träumte er von der Gründung einer eigenen Existenz. Er wurde von einer Gruppe von Studenten entdeckt, der auch Jutta angehörte. Diese Gruppe wollte sich von ihrer etablierten und bürgerlichen Herkunft lösen und im politischen Untergrund emanzipieren. Herbert brauchte jedoch keine bürgerliche Haut mehr abzustreifen – weil er nie eine besaß. Das machte ihn in den Augen der Studenten authentisch – vor allem in den Augen Juttas. Um Anerkennung zu finden, stellte Herbert seine kriminellen Erfahrungen in den Dienst der Gruppe. Was die Studenten übersahen: Herbert versuchte mit seinen Mitteln nichts anderes, als Anerkennung und Geborgenheit in der Gesellschaft zu finden, die sie ablehnten. Als sie das erkannten, distanzierten sie sich von ihm ...
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