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TV-Kritik/Review: "Take Two": Reueloser Krimi-Genuss mit Rachel Bilson

TV-Kritik/Review: "Take Two": Reueloser Krimi-Genuss mit Rachel Bilson

von Bernd Krannich (29.08.2018)
Neue Krimiserie startet bei VOX
Eddie Valetik (Eddie Cibrian) und Sam Swift (Rachel Bilson) in "Take Two"
Bild: MG RTL D / Jeff Weddell / © 2018 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
TV-Kritik/Review: "Take Two": Reueloser Krimi-Genuss mit Rachel Bilson/Bild: MG RTL D / Jeff Weddell / © 2018 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.

Bei VOX startet heute (29. August) die neue Serie "Take Two", neue Doppelfolgen werden wöchentlich ab 20.15 Uhr. "Castle"-Schöpfer Andrew W. Marlowe und seine Ehefrau Terri Edda Miller entwickelten das Format um die Zusammenarbeit eines Privatdetektivs und einer gefallenen Schauspielerin, dessen erste Staffel derzeit noch in den USA Weltpremiere feiert.

Schauspielerin Sam Swift war ganz oben und ist nun auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Und vor allem nüchtern. Nicht nur mit 200 Episoden ihrer Serie Hot Suspect feierte Sam Erfolge, auch mit viel Alkohol. Als binnen kurzer Zeit ihre Serie abgesetzt wird und dann auch noch vor laufenden Kameras ihre Verlobung durch das Bekanntwerden einer Affäre in die Brüche geht, schaut die Schauspielerin zu tief in die Flasche - und findet sich schließlich nach einigen Entgleisungen im richterlich angeordneten Entzug und auf den Titelseiten der Klatschpresse wieder.

Einzig ihre Agentin hält noch zu ihr und hat am Ende von Sams Zeit in der geschlossenen Entzugsklinik ein neues Jobangebot parat: Sam könnte eine Privatermittlerin spielen. Da Sam nach der Therapie ihr Leben ernsthafter angehen will, will sie dazu Einblicke in diesen Beruf sammeln - und ihre Agentin verschafft ihr ein "Praktikum" bei einem Ex, dem grummeligen, graumelierten Privatdetektiv Eddie Valetik.

Natürlich reiben sich die beiden unterschiedlichen Charaktere aneinander, natürlich bleiben sie längerfristig aneinander hängen und natürlich bahnt sich zwischen den beiden eine Romanze an, die von jedem in ihrem Umfeld bemerkt wird, außer von ihnen selbst.

Eddie und Sam und ein alter bekannter: "Castle"-Darsteller Seamus Dever in einer Gastrolle in Folge fünf, "Ein besonderer Auftrag"
Eddie (Eddie Cibrian) ist dabei ein gradliniger und ehrlicher Ermittler, ein Ex-Polizist, der sich unter den Kollegen mit seiner kompromisslosen Art einmal ins Abseits gebracht hatte und nun eben als einsamer Wolf für Gerechtigkeit sorgt. Bezeichnend für ihn ist, dass sein Bürogehilfe ein ehemaliger jugendlicher Straftäter ist: Roberto "Berto" Vasquez (Xavier de Guzman) war von einer Gang vereinnahmt und schließlich von Eddie festgenommen worden, nach Verbüßung der Jugendhaft hatte Eddie ihn direkt angeworben. Bertos hauptsächliche Aufgabe sind Online-Ermittlungen, gerne auch mit beiläufigem Hacking.

Sam (Rachel Bilson; "O.C., California", "Hart of Dixie") wird hingegen als moderne Frau dargestellt, schlagfertig, sich ihrer Fähigkeiten bewusst, aber eben auch in einer Umbruchphase ihres Lebens und daher von Selbstzweifeln geplagt. Durch ihren Skandal haben viele falsche Freunde ihr nun den Rücken gekehrt. Trotz allem ist Sam sehr positiv eingestellt und ein herzensguter Mensch, dabei allerdings auch häufig aufdringlich und zudem zerstreut. Daneben lebt sie in ihrer eigenen Welt zwischen Fans, Papparazzi und ihrem "Privatleben". Als sie fürchten muss, dass ein mit ihrem Ex gemachtes "Privatvideo" an die Öffentlichkeit kommt, sorgt sie sich: "Jeder wird es sehen. Mich. Nackt.... aus den schlimmsten Winkeln! Die Leute werden sagen, sie würden es niemals anschauen - aber sie werden es anschauen! Und nochmal. Und Nochmal. Und NOCHMAL Meine Eltern werden es natürlich nicht anschauen. Aber meine Freunde ... schauen's bestimmt. Und meine Schwester .... die wird es auf jeden Fall ansehen.... und Mister Martinez. " - "Wer ist Mister Martinez?!" - "Mein Lehrer aus der fünften Klasse, der gesagt hat, aus mir würde nie etwas werden. Der wird es auf alle Fälle schauen!"

Insgesamt weiß "Take Two" als leichte Sommerunterhaltung durchaus zu überzeugen. Die Witzchen zwischen Sam und Eddie sind zwar erwartbar schlüpfrig, was durch die ordentliche Chemie der beiden Hauptdarsteller aufgefangen wird. Überhaupt sind die Hauptrollen passend besetzt - Cibrian setzt den mit wenigen Gesichtausdrücken auskommenden Einzelkämpfer gut in Szene, Bilson beherrscht schon seit jeher schnell redende, chaotische Frauenrollen.

Durch Sams Beruf kommen immer wieder ansehnliche Undercover-Einsätze in filmreifen Verkleidungen hinzu, die Einbeziehung von Sams bisherigem Berufsleben und ihrer Serie "Hot Suspect" erlaubt immer wieder Meta-Blicke ins Film- und Fernsehgeschäft.

Das Ensemble der Nebenfiguren ist gut ausgebaut und unterhaltsam: In Detective Christine "Chris" Rollins (Aliyah O'Brien) hat Eddie eine letzte Vertraute bei der Polizei, mit der er auch nach Dienstschluss "Benefits" teilt - zumindest so lange, bis Sam auf der Bildfläche erscheint. Daneben hat der Ex-Cop in Zeus (Lamont Thompson) noch einen alten, väterlichen Freund, der mittlerweile in Penison ist und eine Bar betreibt.

Jordan Gavaris bereichert als Gerichtsmediziner Mick English den Cast
In Sams Umfeld finden sich ihre flippige, unbezahlte Assistentin, die gradlinige Monica (Alice Lee), die mit ihrem Wissen aus dem Psychologie-Studium nicht hinter dem Berg hält und nebenbei dabei ist, ihren Doktor zu machen, sowie die bereits erwähnte Agentin Syd (Heather Doerksen) als Rückhalt. Garniert wird der erweiterte Cast mit dem Gerichtsmediziner Mick English, der von "Orphan Black"-Darsteller Jordan Gavaris gekonnt als Sam-Swift-Fan dargestellt wird.

Die einzelnen Folgen sind ebenso wie die Handlungsbögen von "Take Two" gefällig inszeniert: Gleich im ersten Fall stolpern Eddie und Sam über ein Verbrechen, das Schlagzeilen macht - was Eddie dazu motiviert, nach außen hin auch weiter mit Sam zusammenzuarbeiten, auch nachdem sich ihre Rolle zerschlägt. Und bald darauf wird die Zusammenarbeit des ungleichen Teams durch neue Bewährungsauflagen für Sam und eine Bürgschaft von Eddie zementiert. Die Fälle gewähren nach und nach tiefere Einblicke in das bisherige Leben und das Selbstverständnis der beiden Protagonisten.

Soviel zur Haben-Seite. Im Soll stehen die regelmäßig sehr flachen Dialoge à la "Eddie, schau!" oder das beständige "In meiner Serie hatten wir mal einen Fall, wo...". Oder gezwungen "sexy Szenen", wo Sam etwa eine Ausbeulung in Eddies Jeans bemerkt und er erwidert: "Das ist meine Pistole!" Viele Charaktere wirken deutlich überzeichnet, wie man es bei klassischer "Sommerunterhaltung" erwarten kann. Und der Einfachheit halber erweist sich Berto als Meisterhacker, der die Ermittlungen beständig mit neuen Infos aus dem Reich der Nullen und Einsen voranbringen kann.

Auch mit der inneren Logik haperte es dann bisweilen, insbesondere dass Eddies anfangs angeblich eher mäßig laufende Detektei doch in sehr gut eingerichteten Räumen beherbergt ist und einen gewaltigen "Lagerraum" umfasst, in dem sich dann Sam einnisten kann. Für eine Serie, die eigentlich in Los Angeles spielen soll, sind die Darsteller doch meist in recht warme Pullis gehüllt - wird doch in Kanada gedreht. Auch bei mancher Greenscreen-Aufnahme wird ein knappes Budget im wahrsten Wortsinn "sichtbar".

Alles in allem präsentiert sich "Take Two" als leichter Krimi-Snack, der von viel Routine gekennzeichnet ist und nicht gerade das Rad neu erfindet. Die beiden Serienerfinder sind ebenso wie die beiden Hauptdarsteller erfahrene Profis und so lässt sich die Serie vielleicht am ehesten mit Freibad-Pommes vergleichen: Keine hohe Kunst, aber wenn man in der richtigen Stimmung ist, ein sättigender Genuss, den man nicht bereut.

Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten neun Episoden der Serie "Take Two".

Meine Wertung: 3.0/5

Bernd Krannich
© Alle Bilder: MG RTL D / Jeff Weddell / © 2018 American Broadcasting Companies, Inc



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Leserkommentare

  • User_853408 schrieb am 01.09.2018, 08.51 Uhr:
    User_853408Ich kann viele Ihrer Aussagen verstehen bzw. auch mit "unterschreiben", Herr Krannich. Z.B. das mit der "leichten Krimi-Kost". Wenn der Serie aber eine Chance gegeben wird, kommt der Anspruch noch durch. Der "Stoff" Staffel 1 Castle war jetzt auch nicht das, was danach aus der Serie wurde. Ich vertraue Milmar! Was ich jedoch auch zugeben muss: Die Schauspieler sind noch etwas schwach auf der Brust, das kommt vielleicht noch, wenn der Anspruch steigt.
    Was ich jedoch nicht verstehen kann, dass jemand, der über "Anspruch" schreibt, vor der Veröffentlichung seiner geistigen Ergüsse noch nicht mal ein Rechtschreibprogramm über seine Worte laufen lässt. Den Anspruch hab ich!
  • Spenser schrieb am 30.08.2018, 15.44 Uhr:
    SpenserMir hatten die ersten beiden Folgen sehr gefallen. Die Serie entprach genau dem, was ich mir erhofft hatte - dazu noch Rachel Bilson, einer meiner weiblichen Lieblings TV Stars.... glänzende neue Serie. Beide Daumen steil nach oben!

    Hoffentlich erholen sich die Quoten noch, bevor VOX den Stecker zieht. Zu Not...die Staffel kommt ja auch zeitnah auf DVD heraus :)
  • Sveta schrieb am 30.08.2018, 15.20 Uhr:
    SvetaIch war nach den guten Vorabkritiken leider enttäuscht. Die Protagonisten kommen bei aller Sympathie bei weitem nicht an das Castle-Team heran, weder von den Darstellern noch von den Dialogen her. Und die Fälle sind das übliche 0815 US-Krimi-Einerlei, gerade der zweite gestern war ja extrem konstruiert. Kann man sich ab und zu mal anschauen, muß man aber nicht.
  • Darkness schrieb am 30.08.2018, 15.10 Uhr:
    DarknessMr.Silver schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > üblicher US Krimi Schrunz der hier keinen vom
    > Hocker reißt, schon der
    > Trailer konnte mich nicht überzeugen,
    > lächerlichstes Team ever ... beide
    > Daumen runter.


    das sehe ich auchn so .. US Serien Overkill
  • Waldlaeufer schrieb am 30.08.2018, 14.02 Uhr:
    WaldlaeuferDiese Serie ist leichte Krimikost, die immer den einen oder anderen Schmunzler parat hält. Leider meinen ja viele Krimis und Tatorte mittlerweile sehr tiefgründig und verwoben daherzukommen, da freue ich mich nach einem anstrengenden Tag einfach mal auf eine seichte aber recht gut gemachte Serie. Allemal besser als all der Schrott der auf den Privaten gesendet wird.

    Und wem es nicht gefällt, der soll einfach was anderes gucken. Auswahl gibt es ja genug.
  • Helmprobst schrieb am 30.08.2018, 12.33 Uhr:
    HelmprobstCharmante, leichte Unterhaltungsserie mit sympathischen Hauptfiguren. Gefällt mir gut. Hoffentlich hält VOX durch.
  • Mr.Silver schrieb am 30.08.2018, 09.55 Uhr:
    Mr.Silverüblicher US Krimi Schrunz der hier keinen vom Hocker reißt, schon der
    Trailer konnte mich nicht überzeugen, lächerlichstes Team ever ... beide
    Daumen runter.
  • Waders schrieb am 30.08.2018, 09.12 Uhr:
    WadersEs macht keinen Spaß den beiden zuzusehen. Rachel oder auch Summer nervt gewaltig und dieser Vergleich mit ihrer Serie...wir haben das oder das dann gemacht, ist einfach nur lächerlich.

    Gruß Waders
  • Vritra schrieb am 29.08.2018, 23.34 Uhr:
    Vritra"Die beiden Hauptdarsteller [sind] erfahrene Profis"

    Hihi, selten so gelacht. Beide sind schauspielerisch ganz große Tiefflieger. Herr Cibrian ist nett anzuschauen, aber bei mir neben seinen beiden Ex-Kollegen aus CSI:M (Die Sonnenbrille Caruso und Adam Rodiguez) in meiner persönlichen Top 10 der schlechtesten Schauspieler ganz oben. Rachel Bilson wird wohl auch nie einen Oscar bekommen...

    Aber ein seichtes Krimi Guilty Pleasure geht ja immer, weshalb ich der Serie mal eine Chance geben werde. Meine Erwartungen sind aber entsprechend weit unten.
  • Kate schrieb am 29.08.2018, 22.09 Uhr:
    KateIch mag die Serie.

    Ja, sie erinnert an "Castle" und ja, es ist nicht gerade ein Neuerfindung des Krimi-Genre.

    Doch es macht Spaß den beiden zuzusehen. Es ist ein sympathisches Team und bis jetzt sind die Geschichten interessant. Für mich ist es genau die leichte Kost, die ich mir Mittwoch Abend wünsche.
  • Sentinel2003 schrieb am 29.08.2018, 17.17 Uhr:
    Sentinel2003Mein Bedürfnis ist auch weiterhin fast bei Null, das Ding zu Gucken.
 

Über den Autor

  • Bernd Krannich
Bernd Krannich ist Jahrgang 1974 und erhielt die Liebe zu Fernsehserien quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war Fan früher Actionserien und technikbegeistert, Bernd verfiel den Serien spätestens mit Akte X, Das nächste Jahrhundert und Buffy. Mittlerweile verfolgt er das ganzes Serienspektrum von "The Americans" über "Arrow" bis "The Big Bang Theory". Seit 2007 schreibt Bernd beruflich über vornehmlich amerikanische Fernsehserien, seit 2014 in der Newsredaktion von TV Wunschliste.