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TV-Kritik/Review: "The Marvelous Mrs. Maisel": Witzige und warmherzige Dramedy-Serie der "Gilmore Girls"-Macher
von Marcus Kirzynowski(14.12.2017)

Miriam Maisel (Rachel Brosnahan), von allen außer ihren Eltern nur Midge genannt, ist die perfekte 1950er-Jahre-Hausfrau: schön, klug, charmant, energiegeladen, Kindererziehung, gesellschaftliche Verpflichtungen und liebevolle Aufmerksamkeit für den Ehemann problemlos unter einen Hut bringend. Ihr Gatte Joel (Michael Zegen) ist hingegen eher ein Durchschnittstyp: Er hat einen Job im mittleren Management einer Kunststofffirma, den sein Vater ihm besorgt hat, ist von der Arbeit aber so gelangweilt, dass er von einer Karriere als Stand-Up-Komiker träumt. Jedoch ist er leider nicht besonders lustig. Seine Ehefrau unterstützt ihn selbstlos bei seinen eher erfolglosen Versuchen, auf der offenen Kleinkunstbühne eines Manhattaner Nachtclubs zu reüssieren. Die scheinbar perfekte Zweisamkeit platzt eines Abends nach einem besonders misslungenen Auftritt (vorher fand Midge bereits zu ihrer größten Enttäuschung heraus, dass Joel seine besten Gags von einem bekannten Fernsehkomiker geklaut hatte), als er ihr gesteht, eine Affäre mit seiner Sekretärin zu haben, und beginnt, seinen Koffer zu packen. Plötzlich steht die junge Frau alleine mit ihren beiden kleinen Kindern da, muss wieder bei ihren exzentrischen Eltern einziehen (die praktischerweise im gleichen Appartmenthaus wohnen) und sich darüber klar werden, was sie nun aus ihrer wiedergewonnenen Freiheit machen will. Gleich der erste Weg nach dem großen Krach führt sie dabei zurück zur und erstmals selbst auf die Comedybühne. Bei ihrem völlig improvisierten Monolog über ihre gescheiterte Ehe erkennen nicht nur wir Zuschauer sofort, wer hier wirklich das komödiantische Talent ist.
Stand-Up-Comedy ist ein Thema, das US-amerikanische Serienmacher einfach nicht loslässt. Nach diversen fiktionalisierten Lebensgeschichten echter Komiker in Serienform ist

Die zweite Gemeinsamkeit zu "Gilmore Girls" sind die starken Frauenfiguren und die generelle feministische Grundstimmung, die sich durch beide Serien zieht. Wobei das Thema Emanzipation diesmal schon aufgrund der Epoche deutlicher in den Vordergrund tritt. Im Jahr 1958 war eine geschiedene Frau mit kleinen Kindern eben noch eher eine gesellschaftliche Schande als eine Selbstverständlichkeit, eine arbeitende Mutter ein Kuriosum und eine Frau, die auf der Bühne witzig ist, fast schon unerhört. So wird Midge auch gleich bei ihrem ersten Auftritt von Polizisten aus dem Scheinwerferlicht gezogen, wegen angeblich öbszöner Rede (okay, dass sie ihre Brüste entblößt, um dem Publikum zu zeigen, auf was ihr Gatte nun verzichte, trägt sicher auch dazu bei). Die Geschichte der Midge Maisel ist vor allem eine Geschichte der Selbstfindung und der Emanzipation nicht nur vom Noch-Ehemann, sondern auch von den eigenen Eltern, ihrer Gesellschaftsschicht und generell den Erwartungen und (Selbst-)Beschränkungen, die für Frauen in dieser Zeit galten. Dabei vermitteln die AutorInnen ihre Botschaft nie verbissen oder polemisch, sondern auch dank der wunderbaren Hauptdarstellerin höchst charmant und sympathisch.

Rachel Brosnahan ist ein Glücksfall für diese Serie. Ihr komödiantisches Talent bewies die vor allem aus der Dramaserie
Ihre kongeniale Partnerin in einer charakterlich komplett entgegengesetzten Rolle ist Alex Borstein als Susie Myerson, einer tomboyhaften Mitarbeiterin des Nachtclubs, die sich selbst zu Midges Managerin macht. Auch die anderen Nebendarsteller können durchweg überzeugen, wobei der schon erwähnte Tony Shalhoub als exzentrischer Mathematikprofessor, der auch zu Hause seine peniblen Routinen pflegen will, besonders heraussticht. In bemerkenswerten Gastrollen sind zudem Luke Kirby (

Neben Allen-Filmen muss man auch noch
Dieser Text basiert auf Sichtung der kompletten ersten Staffel der Serie "The Marvelous Mrs. Maisel"
Marcus Kirzynowski © Alle Bilder: AmazonDie komplette erste Staffel von "The Marvelous Mrs. Maisel" mit acht Episoden findet sich bereits in einer englischen Sprachfassung im Angebot von Amazon Prime. Ein Termin für die deutsche Synchronfassung wurde noch nicht verkündet. Eine zweite Staffel wurde ebenfalls bereits beauftragt.
Über den Autor
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Leserkommentare
Kate schrieb via tvforen.de am 14.12.2017, 22.29 Uhr:
Ich habe schon lange keinen Serien-Trailer mehr gesehen, den ich so witzig und ansprechend fand. Ich bin mir nicht sicher, ob das als Serie funktioniert, aber ich schau es mir garantiert an.
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