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Wer
Fixpunkt der Serie ist Kiefer Sutherland, der mit der Agentensaga "24" einst Fernsehgeschichte schrieb. Dem von ihm gespielten John Weir begegnen wir zunächst in einem Beichtstuhl, sichtlich aufgewühlt, in die Enge getrieben, von allen, so sagt er, allein gelassen. Gerade brauche er einfach jemanden zum Reden, da ihm sein Leben um die Ohren zu fliegen drohe. Ein Einstieg, der neugierig macht, nach Sichtung der ersten beiden Episoden jedoch auch etwas willkürlich, zusammenhangslos erscheint.
Drei Wochen spult "Rabbit Hole" anschließend in der Zeit zurück und stellt uns Weir etwas genauer vor. Zusammen mit einem kleinen Team aus Technikexperten und Verwandlungskünstlern sorgt der Freelancer im Auftrag großer Firmen dafür, dass deren Konkurrenten Probleme kriegen, schlecht dastehen, Geld verlieren. Legal ist seine Arbeit nicht. Bislang kann ihm die misstrauische FBI-Finanzermittlerin Josephine Madi (Enid Graham) allerdings keine Verfehlungen nachweisen. Wann immer sie John zur Rede stellt, lässt er sie auflaufen, was sie offenbar nur noch mehr anspornt. Sogar handfestes Kompetenzgerangel nimmt sie in Kauf, um endlich etwas Stichhaltiges in die Hände zu bekommen.
Die geordnete Welt des Big-Business-Fixers gerät ins Wanken, als er sich von seinem alten Freund Valence (Jason Butler Harner) für einen "einfachen Job" engagieren lässt. Wäre Weir film- oder serienbewandert, wüsste er, dass dies eigentlich nur eins bedeuten kann: Ärger und Gefahr im Verzug! Die Aufgabe vermeintlich komplikationslos bewältigt, sieht er sich plötzlich mit einer Mordanschuldigung konfrontiert und muss nach einem weiteren - im wahrsten Sinne des Wortes erschütternden - Ereignis zunächst die Flucht ergreifen. Ganz Spionagespezi geht John aber schnell in den Angriffsmodus über und versucht, mit teils rustikalen Methoden, herauszufinden, wer ihn reingelegt hat.
Das Szenario erinnert stark an die Unschuldige-werden-gejagt-Thriller, die Alfred Hitchcock so gerne drehte, und taugt allemal dazu, uns zum Mitfiebern zu bewegen, auch wenn der Protagonist kein blütenweißer Sympathieträger ist. Zusätzliche Würze wollen John Requa und Glenn Ficarra ihrer Serie verleihen, indem sie Weir mit einer traumatischen Vergangenheit ausstatten. Auf küchenpsychologische Muster zurückgreifend, zeichnen sie ihn als einen Mann, der das krankhafte Misstrauen seines Vaters geerbt hat, bargeldlose Zahlungen ablehnt und das Internet nicht gerade umarmt. Mehrfach eingestreute Aufnahmen aus Überwachungskameras und wiederkehrende Einstellungen aus der Vogelperspektive, die senkrecht auf das Treiben am Boden blicken, verstärken das Gefühl, eine höhere Instanz verfolge und beobachte John. Regelmäßig schieben sich in den Auftaktfolgen Fragmente seiner Kindheit in die Haupthandlung und lassen erahnen, warum er noch als Erwachsener Tabletten schlucken muss. Besonders originell fühlt sich die Backstory eingangs nicht an. Ein Twist am Ende der zweiten Episode könnte allerdings das Ruder etwas rumreißen.
Schaut man auf den zentralen Verschwörungsstrang, kommt einem das in den 1970er Jahren spannende Blüten treibende US-Paranoia-Kino in den Sinn, vor allem Sidney Pollacks Klassiker

Das flotte Tempo, das mit der Jagd auf John angeschlagen wird, halten die Macher hoch. Und, wie erwähnt, werden unsere Nerven phasenweise erfolgreich gekitzelt, wenn einem mal wieder ganz unverhofft der erzählerische Boden unter den Füßen wegbricht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es die Serie mit ihren Überraschungen übertreibt. Das Ende des Auftaktkapitels zum Beispiel mutet in seiner Ballung dramatischer Ereignisse fast schon parodistisch an. Was ebenfalls ins Auge sticht: Der ins Fadenkreuz geratene John ist bei seiner Suche nach den Hintermännern der Verschwörung in einigen Szenen nur deshalb erfolgreich, weil sich andere Figuren verblüffend dilettantisch anstellen. Egal, wie oft bekräftigt wird, dass er ein wirklich cleverer Bursche sei, hat er in manchen Momenten einfach nur großes Glück, dass ihn seine riskanten Manöver nicht zu Fall bringen. Hin und wieder mag man das bereitwillig durchwinken. Massiv gehäuft riecht es allerdings stark nach Denkfaulheit auf Seiten der Autoren - was den Unterhaltungswert dann doch nach unten zieht. Ob "Rabbit Hole" in den verbleibenden sechs Episoden eine bessere Balance findet?
Dieser Text basiert auf der Sichtung der ersten beiden von insgesamt acht Folgen der Serie "Rabbit Hole".
Die ersten beiden Episoden der Serie "Rabbit Hole" sind ab dem 27. März bei Paramount+ verfügbar. Danach werden die Folgen im Wochenrhythmus veröffentlicht.
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Leserkommentare
User 1779899 schrieb am 22.05.2023, 10.23 Uhr:
Die Serie ist absolut empfehlenswert. Lange musste man als 24 Fan auf eine neue Serie warten, die im Style von Jack Baur auf den Bildschirm auftaucht. Kann die Kritik des Beitragschreibers also nicht nachvollziehen. Die Serie war und ist mega gut gemacht und ein muss für jeden der 24 gut fand. Top, gerne mehr davon. Die Serie Tulsa King, welche ebenfalls auf Paramount läuft ist ebenfalls sehr cool gemacht.Ava 1672824 schrieb am 29.04.2023, 12.33 Uhr:
Ich finde die Serie sehr erfrischend, spannend und mystisch zugleich. Kiefer Sutherland, passt wunderbar in diese Rolle. Wir haben schon 5 Folgen geschaut und es wird immer mehr, dramatischer und etwas unlogischer. Bei manchen Szenen, denke ich – das kann doch nicht stimmen.
Aber mal schauen, wie es weiter geht. 3 Folgen haben wir ja noch.
Aber nicht desto Trotz wunderbar inszeniert und reichlich mit Überraschungen.Sentinel2003 schrieb am 10.05.2023, 15.42 Uhr:
ganz ehrlich, ich bin bei folge 4 und sehe kaum noch durch. meine lust, weiter zu gucken, hält sich stark in grenzen.Lurch schrieb am 01.04.2023, 14.16 Uhr:
Oh, eine neue Serie mit Kiefer Sutherland - ach, wieder mal Streaming - und tschüss...Pomponius schrieb am 23.07.2023, 00.28 Uhr:
...und dann auch noch in Farbe! Geht´s noch?Bobby schrieb am 03.04.2023, 16.07 Uhr:
Was ist an Streaming schlecht?Bobby schrieb am 30.03.2023, 19.12 Uhr:
Ich finde diesen Verriss nach nur zwei Folgen etwas übertrieben. Ob die Story wirklich so hanebüchen ist oder ob die Fäden schlussendlich logisch zusammenlaufen, werden wir erst noch sehenUser 1779899 schrieb am 22.05.2023, 10.26 Uhr:
auf Paramount kannst die ganze Serie anschauen. Das "eine Woche eine Folge Prinzip" hat auf Streaming Seiten aus meiner Sicht keinen Platz mehr. Leider wird es dennoch gemacht, was mich dann die Serie erst nach einem oder zwei Monaten schauen lässt. Ich möchte selber entscheiden können, wieviele Folgen ich schaue, respektive wie oft und wie lange. Dafür bezahlt man das Abo bei den Streaming Anbietern.Bobby schrieb am 03.04.2023, 16.08 Uhr:
Jeden Montag kommt eine neue FolgeWalter Welz schrieb am 02.04.2023, 17.56 Uhr:
Wann kommt die dritte Folge? Vielleicht kann mir jemand diese Frage beantworten. Ich finde den bisherigen Plot ganz gut, freu mich auf weitere Verwicklungen.
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