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"Da kann uns der Rest am A.... lecken!": Stefan Mross teilt nach "Immer wieder sonntags"-Finale gegen SWR aus

Am gestrigen Sonntagvormittag endete eine Ära: Nach 31 Jahren strahlte das Erste die letzte Live-Ausgabe der Traditionssendung
1,59 Millionen Zuschauer schalteten im Schnitt ab 10.03 Uhr die ARD ein, um beim zweistündigen Finale von "Immer wieder sonntags" dabei zu sein. Dies entsprach der höchsten Reichweite seit vier Jahren. Noch deutlich beeindruckender ist allerdings der Marktanteil: Satte 22,0 Prozent wurden beim Gesamtpublikum erzielt - der beste Wert seit 2013. Und selbst beim jungen Publikum lag die Abschiedsshow mit 9,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen deutlich über dem Senderschnitt.
Finale mit vielen Stammgästen
Zur Abschiedsshow schauen noch mal einige bekannte Gesichter und Stammgäste vorbei. Mit dabei waren unter anderem Andy Borg, Stefanie Hertel, Vanessa Mai, voXXclub, Peggy March, Semino Rossi, Die jungen Zillertaler, Joelina Drews und Achim Petry. Sie standen mit ausgewählten Songs auf der Bühne, teilweise mit abgewandelten und auf Stefan Mross zugeschnittenen Texten. Videobotschaften sendeten Jürgen Drews und

Im Fernsehen verabschiedete sich Stefan Mross in den letzten Minuten mit folgenden Worten: Eigentlich wollte ich die letzten 30 Sekunden noch irgendwas sagen, aber mir fällt nichts mehr ein. Das wichtigste Wort ist: Dankeschön an Sie liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Das war 'Immer wieder sonntags', 31 Jahre, alles Gute.
Eskalation auf der After-Show-Party
Deutlich mehr - und zwar keine netten - Worte fand Stefan Mross auf der anschließenden After-Show-Party für diejenigen, die er für das Aus seiner Sendung verantwortlich macht. Wie die BILD berichtet, gab es im Europa-Park-Hotel "Santa Isabel" einen Sektempfang, auf dem zunächst SWR-Intendant Kai Gniffke und SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler Reden hielten, in denen sie Stefan Mross und "Immer wieder sonntags" gelobt haben sollen. Der Moderator selbst wurde von den anwesenden Gästen bejubelt und soll sich gerührt die Tränen aus den Augen gewischt haben. Als Mross selbst das Wort ergriff, kippte jedoch die Stimmung.
Ich habe in den letzten Monaten nie ein negatives Wort verloren über den SWR oder die ARD. Das war mir ganz, ganz wichtig, weil das Positive überwiegt. Das ist wie in einer Ehe
, richtete Mross zunächst Worte in Richtung des SWR-Intendanten Kai Gniffke. Dessen Rede habe Mross als heuchlerisch empfunden. Das war wie eine Bestattungsrede. Und bei jedem Negativen haben Sie geklatscht. Ich weiß nicht warum.

Dann teilte der Moderator gegen SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler aus: Clemens, ich glaube, du hattest mal eine sehr unerfolgreiche Fernsehshow
, soll er laut BILD vor versammeltem Publikum zu ihm gesagt haben. Für mich kam es so rüber, als wäre das mit mir eine kleine Rache-Aktion von dir.
Und weiter: Das soll kein Vorführen sein hier, Clemens. Ich wurde auch vorgeführt! Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so! Aber nicht nur mich, Ihr habt ein ganzes Format gestrichen. Und jetzt singt ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist. Ich habe dir die Frage gestellt: Was bringt Ihr nächstes Jahr sonntags um 10.03 Uhr? Da hat Clemens zu mir gesagt: 'Wahrscheinlich Wiederholungen von 'Immer wieder sonntags'.'
Dem soll Bratzler vor Ort widersprochen haben - und Buhrufe vom Publikum dafür geerntet haben.
Mross wies darauf hin, dass er in den vergangenen Monaten nie öffentlich gegen ARD oder SWR geschossen habe: Ich habe immer zu euch gehalten. Man hat ja eine wunderbare Zeit hinter sich. Nur das Ende, das Finale: Irgendwann trennt man sich. Wie man sich trennt, ist eine andere Sache.
Im Mai schilderte Mross gegenüber der BILD den Moment, in dem er vom Ende der Show erfahren hat. Diesen bezeichnete er als eiskalt
(TV Wunschliste berichtete).
"Da kann uns der Rest am Arsch lecken!"
Ich wollte heute eigentlich gar nicht auf diesen Empfang kommen. Aber ich bin es meinem Team schuldig, das seit fast 22 Jahren hier Hand in Hand mit mir gearbeitet hat. Da kann uns der Rest am Arsch lecken!
, setzte Mross auf der After-Show-Party seine Wutrede in Richtung der SWR-Verantwortlichen fort. Ich werde jetzt diesen Raum verlassen, weil es hier drinnen zu viel negative Energie ist. Ich möchte euch alles, alles Gute wünschen. Die wichtigsten Leute habe ich im Telefon oder bei WhatsApp. Ihr seid die Besten - von meiner Familie bis hin zu meinem letzten Kabelträger.
Anschließend verließ Stefan Mross nach weniger als einer Stunde die After-Show-Party frühzeitig.
Gegenüber der BILD erläuterte Mross, dass er sich seine Rede wohlüberlegt habe, weil er im Vorfeld gewusst habe, dass der SWR sich heute in erster Linie selbst feiern wird. Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich? Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist.
Der SWR selbst hält sich mit einer Reaktion auf die Worte von Mross zurück. Der BILD teilte der Sender mit, dass man sich diesbezüglich nicht öffentlich äußern werde: Uns war wichtig, Stefan am Ende unserer langen und guten Zusammenarbeit nochmals die Bühne zu geben, die er nach mehr als 20 Jahren verdient hat. Wir haben immer wieder betont, wie schwer uns die Entscheidung, 'Immer wieder sonntags' zu beenden, gefallen ist. Bei aller verständlichen Emotionalität war und ist uns ein respektvolles Miteinander wichtig. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Aussagen auf einer internen Veranstaltung nicht öffentlich äußern.
Spardruck und Entwicklung digitaler Unterhaltungsformate
Die ARD sieht sich schon seit längerer Zeit einem enormen Sparzwang ausgesetzt, womit das Aus von "Immer wieder sonntags" begründet wurde. Die Rede ist davon, dass der SWR "auch unter wachsendem Kostendruck ein starker Anbieter von öffentlich-rechtlicher Unterhaltung und großen Live-Erlebnissen" bleiben werde. Die bisher für "Immer wieder sonntags" eingesetzten Mittel sollen teilweise eingespart und teilweise in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. Es sollen neue Formate entwickelt werden, die sich strategisch "an veränderten Mediennutzungsgewohnheiten" orientieren sollen.
Diese Erklärung fügt sich ein in einen schon länger zu beobachtenden Trend, dass die ARD das Budget für Unterhaltung zunehmend umschichtet - weg vom klassischen linearen Fernsehen hin zu in erster Linie für die ARD Mediathek produzierten Formaten. Hier hat man vor allem das begehrte junge Publikum im Blick, das man in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt hat. Ob diese Rechnung aufgehen wird, steht auf einem anderen Blatt.
"Immer wieder sonntags" ging erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten auf Sendung und wurde 2003 von Max Schautzer moderiert. Seit 1998 war das Gelände des Europa-Park-Erlebnisresorts in Rust Austragungsort der Open-Air-Live-Sendung. 2004 moderierte kurzzeitig für ein Jahr Sebastian Deyle, bevor 2005 Stefan Mross übernahm und der Show 21 Jahre lang seinen Stempel aufdrückte.
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Leserkommentare
Helmprobst schrieb via tvforen.de am 11.09.2026, 09.59 Uhr:
Bravo, Mross! Stellvertretend für alle Angestellten, die ihren Chefs gerne mal die Meinung geigen würden weil sie deren Inkompetenz und strategische Fehler tagtäglich ausbaden und gegenüber Kunden rechtfertigen müssen, hat er da absolut nachvollziehbar gehandelt und sollte dafür von Publikum und Presse gefeiert werden. Er und seine Sendung wurden da wirklich sehr unfair behandelt.Allerdings ist ihm hoffentlich klar, dass er sich damit für Gastauftritte im "Schlager-Spass" disqualifiziert hat. Denn solche Herren wie die SWR-Chefs sind leider meist nachtragend.kleinbibo schrieb via tvforen.de am 08.09.2026, 13.45 Uhr:
Hat Mross zum Abschied auch Trompete gespielt?Vritra schrieb am 09.09.2026, 14.24 Uhr:
Nein, aber die kleinste Geige der Welt.Ondina schrieb via tvforen.de am 08.09.2026, 16.36 Uhr:
Norbert schrieb:kleinbibo schrieb:
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> Hat Mross zum Abschied auch Trompete gespielt?
Nein, aber er hat auf der Abschiedsparty seinem
ehemaligen Chef den Marsch geblasen.
Der war gutNorbert schrieb via tvforen.de am 08.09.2026, 14.45 Uhr:
kleinbibo schrieb:Hat Mross zum Abschied auch Trompete gespielt?
Nein, aber er hat auf der Abschiedsparty seinem ehemaligen Chef den Marsch geblasen.Norbert schrieb via tvforen.de am 08.09.2026, 13.27 Uhr:
Nimmer wieder sonntags...CW1999 schrieb am 07.09.2026, 18.26 Uhr:
Also ich kann Stefan Mross sehr gut verstehen. Wir haben ja schon im Frühjahr erfahren, wie unschön ihm das mitgeteilt wurde. Er hat ja auch gesagt, dass es ihm um die Art und Weise des Vorgangs geht. Und ich finde es auch gut, wie sehr er sich vor sein Team stellt und ich weiß von einem ehemaligen Mitarbeiter der Sendung, was Herr Mross für ein großes Herz hat und wie er sich immer für alle Mitarbeiter bis zum kleinsten Kabelträger einsetzt.
Und Andy Borg hat ja angedeutet, dass bei der Absetzung des Musikantenstadl auch nicht alles ganz koscher war. Und auch andere Moderatoren öffentlich-rechtlicher Sender (auch außerhalb der Unterhaltung wie z.B. Nikolaus Brender und Ulrich Tilgner) wurden ja sehr unschön und wenig nachvollziehbar entlassen. Das scheint bei den Öffentlich-Rechtlichen Methode zu haben.
Ich finde es sehr schade, dass diese beliebte Sendung trotz toller Quoten eingestellt wird. Da gibt es andere Sendungen, wo man eher sparen sollte. Oder auch bei den Gehältern der Führungsriege der Sender, die mehr als ein Bundeskanzler verdienen...Kaminfeuer schrieb am 07.09.2026, 17.41 Uhr:
Ich verstehe ihn vollkommen und kann sehr gut nachvollziehen wie es ihm geht. Wenn nicht er, wer dann, hat das Recht sich die Wut von der Leber weg, auszusprechen. Wer weiß denn genau, wie man mit ihm umgegangen ist und wie man ihm das Ende von „Immer wieder Sonntags“ erklärt hat. Ich steh voll zu ihm und hoffe so sehr das er erstmal zur Ruhe kommt und das gut verdauen kann.
Aber ob es nun mal Karl Moik (mit „Musikantenstadl“), Andy Borg (mit „Die Schlagerparade“ /„Musikantenstadl“) oder Petra Kusch-Lück (mit „Musikantenscheune“) oder Dieter Thomas Heck (mit „Die Schlagerparade“) oder Uwe Hühner (mit „ZDF-Hitparade“) , Günter Wewel (mit „Kein schöner Land“), Carolin Reiber (mit „Volksstümliche Hitparade“ & „Wunschkonzert“) oder Marianne & Michael (mit „Lustige Musikanten“) oder Carlo von Tiedemann (mit „Bi und to Hus“) all diese Sendungen wurde abgesetzt trotz super oder guten Einschaltquoten um sich dem jüngeren Publikum zu nähern. Nichts davon hat genützt, die Jungen Leute schauen Action Serie oder Drama Reihen, aber trotzdem haben die Sender Zuschauer verloren und glauben immer wieder durch Absetzung interessanter zu werden was jedesmal scheitert. Die Chefs der Sender haben es einfach nicht verstanden, wirklich erfolgreiche Sendungen abzusetzen um am Ende noch erfolgloser zu werden. Um all diese Sendungen tut es mir so leid. Und wie schon gesagt, ich kann Ihn gut verstehen.User 1220573 schrieb am 07.09.2026, 17.18 Uhr:
Gut, dass Stefan sich Luft gemacht hat.
Ich bin stinksauer. Man hat sich auf SonntagVormittag gefreut, dass man mal für ein paar Stunden seine eigenen Sorgen vergessen konnte.
Das war eine Sendung von Format mit einem tollen Moderator.
Aber für solche Kitschsendungen mit Verona Pooth und Co., da ist genug da.
Für eine Moderatorin, die keinen Satz fehlerfrei sprechen kann. Und nächstes Jahr zur gewohnten Sendezeit evtl.
Wiederholungen zu bringen, das ist ja wohl die größte Frechheit.
Ich wünsche Stefan jedenfalls alles erdenklich Gute und hoffe, dass das Glück auf seiner Seite ist.
Er hat es toll gemacht!!!Kaminfeuer schrieb am 07.09.2026, 18.05 Uhr:
Sie haben so recht! 😭Batman schrieb am 07.09.2026, 16.21 Uhr:
was für ein Kasper, der wird wohl keine Sendung mehr bei den ÖRs bekommen ...Mario@98 schrieb am 08.09.2026, 00.14 Uhr:
Die ÖRs haben so einen Moderator auch garnicht mehr verdient so wie man ihn behandelt hat. Die Quittung zahlen Mross und die Zuschauer während die Chefetage sich die eigenen Taschen noch voller machen kann mit den frei werdenden Mitteln.Winslow schrieb am 07.09.2026, 15.28 Uhr:
So redet er also mit Leuten, die ihm über zwei Jahrzehnte eine Arbeit gegeben haben. Mal sehen, wie viele Jobs er jetzt noch bekommt.Vritra schrieb am 09.09.2026, 14.26 Uhr:
Das wird sich noch zeigen.User 1220573 schrieb am 07.09.2026, 17.20 Uhr:
Er hat alles richtig gemacht. Ich stehe voll hinter ihm.
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