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Tödliches Scheidungsdrama als True-Crime-Vorlage
Amanda Peet und Christian Slater übernehmen Hauptrollen in "Dirty John: The Betty Broderick Story"
Bild: HBO, USA Network
Christian Slater und Amanda Peet führen zweite Staffel von "Dirty John" an/Bild: HBO, USA Network

Die Details für die zweite Staffel der Anthologie-Serie "Dirty John" sind festgezurrt: Amanda Peet und Christian Slater haben die Hauptrollen in der neuen Staffel, die an den Fall der verurteilten Doppelmörderin Betty Broderick angelehnt ist. Seinerzeit hatte das Format von Produzentin Alexandra Cunningham ("Desperate Housewives") direkt zum Auftakt die Bestellung über zwei Staffeln erhalten.

"Dirty John" will sich inhaltlich in jeder Staffel einem realen Verbrechen annehmen, das mit einer sehr schlecht gelaufenen epischen Liebesgeschichte zusammenhängt. In der als "Dirty John: The Betty Broderick Story" bezeichneten Staffel geht es um eine der schmutzigsten Scheidungskriege der amerikanischen Rechtsgeschichte, der schließlich darin endete, dass die verlassene und gedemütigte Ehefrau ihren Ex-Mann und seine neue Ehefrau 1989 ermordete, wofür die 1947 geborene Betty Broderick verurteilt wurde. Lief die erste Staffel der von Universal Cable Productions hergestellten Serie noch beim Lifestylesender Bravo, wird die zweite Staffel beim USA Network ausgestrahlt werden. International und in Deutschland hat Netflix die Rechte.

Amanda Peet ("Brockmire", "Togetherness"; Ehefrau von "Game of Thrones"-Schöpfer David Benioff) schlüpft in die Rolle von Elizabeth "Betty" Broderick (geborene Bisceglia), während Christian Slater nach dem Ende seiner aktuellen Serie "Mr. Robot" die Rolle des Ehemanns Dan Broderick übernehmen wird. Laut Deadline wird die Staffel ausschließlich von Regisseurinnen inszeniert werden.

Betty und Dan hatten 1969 geheiratet und schnell eine Familie gegründet. Während Dan sein Studium fortsetzte, kümmerte sich Betty um die Familie und trug den Hauptteil des Familieneinkommens bei. Dan machte hintereinander Abschlüsse in Medizin und Jura, während insgesamt fünf gemeinsame Kinder zur Welt kamen. Nach Dans Doppelabschluss war er ein gefragter Mann und wurde schließlich an der Westküste angestellt, nachdem die Familie bislang an der Ostküste gelebt hatte. Da nun Dan für ein sehr gutes Einkommen sorgen konnte, wurde Betty 1982 Vollzeit-Hausfrau.

Dan engagierte um die Zeit die 21-jährige Linda Kolkena als seine Anwaltsgehilfin. 1985 zog Dan schließlich aus und gestand die zuvor schon von Betty vermutete - und von ihm vehement bestrittene - Affäre mit Linda. Betty reagierte sehr emotional auf den Vertrauensbruch, erhielt und missachtete diverse Kontaktverbote, lud nach und nach die Kinder bei ihm ab. Die noch 1985 von Dan eingereichte Scheidung zog sich hin - unter anderem auch wegen der Frage, was Betty zustünde, da sie einen wichtigen finanziellen Beitrag zu Dans Ausbildung geleistet hatte. 1989 wurde die Scheidung rechtskräftig und Dan heiratete umgehend Linda - diese soll Angst gehabt haben, dass Betty bewaffnet zur Hochzeit erscheinen würde.

Doch Betty schlug erst kanpp ein halbes Jahr später zu. Schon im Vorfeld der Hochzeit hatte sie allerdings einen Revolver gekauft. Mithilfe eines Schlüssels aus dem Besitz der gemeinsamen Tochter verschaffte sie sich nachts Zutritt zum Haus von Dan und erschoss das Ehepaar im Bett.

Sie stellte sich später und bestritt die Tat nicht, stellte es aber so hin, dass sie nicht geplant gehabt hatte, die beiden zu töten, sondern durch die aufwachende Linda in Panik geriet. Indizien widersprachen der Angabe - so fehlte das Telefon im Schlafzimmer und Dan hatte den Angriff zunächst überlebt, Betty aber keine Hilfe gerufen.

Neben der Frage des Vorsatzes ging es auch darum, ob sie nun nach dem zermürbenden Scheidungskrieg und die damit einhergehenden weiteren Herabwürdigungen durch den Ehemann und seine Ehefrau zu ihrer Tat getrieben wurde, oder Betty wurde, oder ob eben ihre "Persönlichkeit" sie zur Tat gebracht habe. Betty wurde schließlich zu "lebenslänglicher" Haft verurteilt, zwei Anträge auf vorzeitige Entlassung wurden abgelehnt, der nächste ist erst 2032 möglich.


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