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TV-Kritik/Review: Taylor Swift: Lohnt sich "The End of an Era" auch für Nicht-Swifties?
von R.L. Bonin(15.12.2025)

Im Rekorde brechen ist Superstar Taylor Swift Expertin: Die 14-fache
Ob Taylor-Swift-Fan oder nicht, eines muss man dem internationalen Popstar lassen: Sie weiß definitiv, wie man einen legendären Auftritt hinlegt. 149 Konzerte, fünf Kontinente, rund dreieinhalb Stunden Dauer mit einem Repertoire von über 40 Songs - allein mit diesen beeindruckenden Fakten war Taylor Swifts Welttournee The Eras Tour quasi vorbestimmt, Rekorde zu brechen. Ein paar Beispiele: Mit über zwei Milliarden Dollar an Einnahmen ist es die erfolgreichste Tournee in der Musikgeschichte. Swift füllte ausverkaufte Stadien mit zehntausenden Fans, die vor lauter Mittanzen wahrhaftig kleine Erdbeben verursachten. Auch in Deutschland stellte die Eras Tour alles auf den Kopf: Gelsenkirchen wurde kurzzeitig zu "Swiftkirchen" und in München verwandelt sich der Olympiaberg in "Mount Swiftie" mit fast genauso vielen Besuchenden im Stadion wie außerhalb.

Es wirkt wie ein Schneeballeffekt, den die Eras Tour auslöste: Mit jedem fulminanten Konzert stieg die Vorfreude auf das nächste - und zwar weltweit, dank Live-Übertragungen durch Social Media. Zufall? Glück? Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Wohl kaum. Wie die erste Folge von
Schon die erste Episode der sechsteiligen Dokuserie "The End of an Era" gewährt seltene Einblicke in Taylor Swift als "Mastermind". Die Sängerin hat viele Rufe, darunter auch Marketinggenie. Seit Jahren sorgt sie mit kreativen Easter Eggs immer wieder für Aufruhr unter ihren Fans, die in jedem Musikvideo, Satz oder sogar in Gesten geheime Botschaften vermuten - und das zurecht, wie sich oft herausstellt. Damit erzielt Swift einen klugen Doppeleffekt: Durch die vielen Rätsel sind Swifties abgelenkt, was ihr den Raum und die Zeit gibt, neue Alben oder Projekte wie die Eras Tour zu planen.
So geht es in Folge eins, "Welcome to the Eras Tour", unter anderem um den Ursprung der Tournee. Swift erklärt, dass die Eras Tour - wie vieles in ihrer Karriere - aus einem Rückschlag heraus entstanden sei. Da die Sängerin die Rechte an ihrer eigenen Musik verlor, zeichnete sie ab 2021 ihre früheren Alben neu auf. Dabei blickte die US-Amerikanerin zurück auf ihre Karriere und ihre vergangenen "Eras". Gleichzeitig stand laut Swift nach jahrelanger Pause eine neue Tournee an - wieso also nicht eine Mega-Show bieten, die ihre eigene Erfahrung widerspiegelt, sämtliche "Eras" wie Kapitel zu durchstreifen? Wie das Konzept im Detail erarbeitet wurde, zeigen lediglich kurze Einblenden, Kameraschwenker und Ausschnitte aus Proben und Aufbau. Es bleibt abzuwarten, ob spätere Episoden wirklich weitere Einblicke ins "Vorher" geben.
Die restliche erste Folge befasst sich mit dem "Während" - insbesondere als die wenigen, jedoch schockierenden Schlagzeilen die Eras Tour belasteten. Dazu zählt zum einen der brutale Angriff auf einer Tanzparty mit Taylor-Swift-Motto in Southport, England, bei dem drei Mädchen ums Leben kamen. Zum anderen wurden die Konzerte in Wien, Österreich, abgesagt, nachdem terroristische Anschlagspläne bekannt und vereitelt wurden.

Die Premiere der Dokuserie begleitet Taylor Swift hinter die Kulissen ihres Auftaktkonzerts in London, kurz nach den abgesagten Terminen in Österreich. Die Sängerin bricht mehrfach in Tränen aus, unter anderem nach privaten Treffen (ohne Kamera) mit den Familien der Opfer aus Southport. Doch getreu dem Motto "The Show Must Go On", wischt sich "Showgirl" Taylor Swift die Tränen aus dem Gesicht, um in ihrem Glitzer-Bodysuit auf der Bühne zu glänzen. Manche mögen diesen Moment als Selbstinszenierung deuten, manche als seltenen, wahren Einblick in Swifts Gefühlswelt. So oder so geht es nicht darum, über ihre Reaktion oder die Darstellung dessen zu urteilen. Sondern zu verstehen, dass die Dokuserie hier eine klare Botschaft sendet: Taylor Swift ist ein Vollprofi. Wie ein Flugzeugpilot auch seine Passagiere trotz möglicher Risiken in Sicherheit wiegt, muss die Künstlerin, Entertainerin und Businessfrau ihren "Job" erfüllen und für eine einwandfreie, dreieinhalbstündige Reise durch die Eras sorgen. Dazu gehört auch, wenige Stunden vorher mit Ed Sheeran die gemeinsamen "Überraschungssongs" einzustudieren. Die Szene, in der zwei Weltstars entspannt im T-Shirt auf der Couch gemeinsam "jammen", erinnert daran, dass Swift und Sheeran zwar Profis, aber auch leidenschaftliche Musiker sind und bleiben.
Storytellingtechnisch ist die erste Folge zweigeteilt: Sie bietet wenig Kontext zur Eras Tour und steigt mitten in einem ihrer dunkelsten Momente ein. Swift wird dabei als bodenständiger Star porträtiert, die nach über drei Stunden Tanzen und Singen erstmal ihren Freund anruft und sich ein Bad einlässt. Doch wie schon Episode eins mehrfach deutlich macht: Zu so einem Welterfolg gehört mehr als nur der Star selbst. In Folge zwei, "Magic in the Eras", rückt somit Swifts Tanzcrew in den Fokus, insbesondere Tänzer Kam Saunders sowie Choreografin Mandy Moore.Damit kommt die zweite Episode deutlich strukturierter herüber. Im Mittelpunkt steht Swifts zweifache(!) Entscheidung, das jahrelang einstudierte Set binnen kürzester Zeit zu ändern: vor dem Europa-Abschnitt ihrer Tour, kurz nach Albumrelease von "The Tortured Poets Department", womit eine neue Era hinzukam; und zum Abschluss ihrer London-Konzertreihe, bei der Swift mit Florence + the Machine den gemeinsamen Song "Florida!!!" performte. Wie aus dem Nichts müssen neue Choreos her, die heimlich an streng geheimen Orten oder flüsternd im Open-Air-Stadion geprobt werden. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen - die Crew bekommt für den immensen Erfolg satte Boni.
Insgesamt bestechen die ersten beiden Folgen von "The End of an Era" mit abwechslungsreichen und unerwarteten Einblicken in ein Kapitel der Musikgeschichte, welches noch lange nachklingen wird. Zwar ist das übergreifende Storytelling der Dokuserie bislang nicht ganz greifbar, manche von Taylor Swifts O-Tönen im Voiceover wirken dafür auch zu poetisch und vage, sodass die Aussagen durchaus eher verwirrend als einleuchtend herüberkommen. Dennoch sind die Episoden kurzweilig und können, gerade weil es nicht nur um Megastar Taylor Swift geht, auch für Nicht-Swifties durchaus sehenswert sein.
"Taylor Swift | The Eras Tour | The End of an Era" startete mit zwei Episoden am 12. Dezember auf Disney+. Zeitgleich wurde auch der Konzertfilm der letzten Show in Vancouver veröffentlicht, "Taylor Swift | The Eras Tour | The Final Show", welcher auch das Set zu "The Tortured Poets Department" enthält. Die sechsteilige Dokuserie wurde von Don Argott und Sheena M. Joyce als Co-Regisseurin inszeniert und von Object & Animal produziert. Für "The Final Show" führte Glenn Weiss Regie, produziert von Taylor Swift Productions in Zusammenarbeit mit Silent House Productions.
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Leserkommentare
User 1536758 schrieb am 21.12.2025, 01.24 Uhr:
Weder hör ich die Eagels noch denn anderen Taylor Swift ist ne Weltklasse Künstlerin Werde mir die Eras Tour Doku und C.O auch ansehendesperado591 schrieb am 20.12.2025, 09.05 Uhr:
Ich habe den Hype um diese zu groß gewachsene Frau noch nie verstanden. Klar gibt es ein paar Lieder die man gut hören kann, aber musikalische Offenbarungen sind das kaum. Und dieses Getue in Amerika wie nett sie doch zu den Fans ist und wie nahbar... naja.
Aber wie kommt man auf diese Aussage "„The Life of a Showgirl“, was zum erfolgreichsten Album der
Musikgeschichte mit über vier Millionen Verkäufen in den USA avancierte" ? Laut Wikipedia ist das erfolgreichste Album in den USA von den Eagles mit 38 Mio verkauften Exemplaren, gefolgt von Michael Jacksons Thriller mit 33 Mio - da ist Frau Swift aber noch weit entfernt! Dass ihre Streaming-Abrufzahlen durch die Decke gehen kann man vergessen, denn wer weiß, wie oft früher die gekauften Alben zu Hause abgenudelt wurden ;-)Alte schneegans schrieb am 13.01.2026, 19.37 Uhr:
Ergänzung: Was soll die Äußerung „… diese zu groß gewachsene Frau …“ ?Alte schneegans schrieb am 13.01.2026, 19.34 Uhr:
Der Hype mag manchem ein Rätsel sein (wie mir -aber gewisse Ausbrüche gibt es seit Elvis u.a.). Die Doku ist nichtsdestotrotz ganz interessant (incl. Einblick in die Arbeitsabläufe bei so einer Tour und notwendige Sportfitness) 31/2 Stunden Show in dieser aufwendigen Art (ohne den horrenden Eintrittspreis, für kleine Streaming-Gebühr) ist schon ganz nett. (Es gibt ja beides: Tour-Doku + ganzes Konzert).BeklopptesTV schrieb am 16.12.2025, 07.03 Uhr:
Dieser Hype um diese Frau... einfach nur noch nervig...Sorrmo schrieb am 17.12.2025, 08.13 Uhr:
Hast Du Swifties in Deinem unmittelbaren Umfeld, wodurch es Dir unmöglich ist, dem "Hype" zu entkommen? Ansonsten bekommt man davon doch gar nichts mit. Hier und da mal eine Meldung wie diese hier, die man, wie alles, was einen nicht interessiert, einfach überspringen kann. Wo genau ist der Nerv-Faktor?Sentinel2003 schrieb am 15.12.2025, 18.38 Uhr:
Im Prinzip macht Sie aus jedem noch so kleinsten Furz wahres Gold!!Alte schneegans schrieb am 13.01.2026, 19.49 Uhr:
Die Vergleiche hinken gewaltig:
Kardeshians & Co. vermarkten ihre Bubble, Familie, Kinder, Lebensstil, Dekadenz ect.
Taylor Swift arbeitet samt Crew hart und macht nicht aus „…jedem Furz …“ Geld. Man muss kein Fan sein, die Musik auch nicht mögen, entspannte Fürze sind es aber nicht.addicted4series schrieb am 17.12.2025, 05.16 Uhr:
Das muss man auch erst einmal können... diese Frau hat alles um sich herum "optimiert" in ihrem Leben, was überhaupt möglich ist.
Nur die Einzige ist sie damit definitiv nicht... auch bei den Kardeshians/Knowles leben alle in ihrer ganz eigenen "Bubble" - siehe deren total ausgearteten Kinder wie deren Geschäftspraktiken. Und was von selber nicht zu einem Erfolg wird, wird eben zu einem erklärt -
Nur tauschen mit denen möchte man als Normalsterblicher eher nicht - ich hätte nämlich gerne halbwegs "normale" Kinder und keine mit einem anerzogenen "Dachschaden", dass andere Leute ausschließlich dazu da sind, um deren Konten zu füllen... (und viele Influencer-Follower sind auch noch so dumm & tun es).
Jedoch muss man bei TS ganz klar trennen - sie zerrt (ihre noch nicht vorhandenen) Kinder nicht vor diverse TV-Kameras, um noch mehr Geld durch sie zu verdienen bzw. um im Gespräch zu bleiben - denn das hat sie nicht nötig...
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