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"Die Vögel" mit "Succession"-Star als Miniserie in Entwicklung

Hitchcocks Verfilmung von Daphne du Mauriers Kurzgeschichte um aggressives Federvieh besitzt Kultstatus
Muss Sarah Snook (hier in "Succession" mit Kieran Culkin und Matthew Macfadyen) bald den Blick nach oben fürchten?
HBO/Macall Polay
"Die Vögel" mit "Succession"-Star als Miniserie in Entwicklung/HBO/Macall Polay

In einer Zeit, da jeden Tag Remakes und Neuinterpretationen bekannter Stoffe angekündigt werden, muss es nicht verwundern, dass auch eine der einflussreichsten Horrorerzählungen überhaupt eine Frischzellenkur verpasst bekommen soll. Das Unternehmen Universal International Studios arbeitet an einer Miniserie von Daphne du Mauriers Kurzgeschichte "Die Vögel", (im Original: "The Birds"), die sich durch Alfred Hitchcocks  Kinoadaption aus dem Jahr 1963 tief ins kollektive Gedächtnis gegraben hat. Die Hauptrolle soll  "Succession"-Star und Emmy-Preisträgerin Sarah Snook übernehmen, die mit der Produktionsfirma vor Kurzem schon beim Peacock-Thriller  "All Her Fault" Erfolge feiern konnte.

Das derzeit Sendern bzw. Streamingplattformen angebotene "Die Vögel"-Projekt, das Tom Spezialy ( "Watchmen") zu Papier bringt und David Heyman von Heyday Television mitproduziert, wird nicht als Neuverfilmung des Hitchcock-Klassikers beschrieben, sondern ist in erster Linie inspiriert vom Ursprungsmaterial, du Mauriers Novelle, die 1952 das Licht der Welt erblickte. Im Mittelpunkt steht mit Snooks Myra Massey, einer reisenden Richterin, eine gänzlich andere Protagonistin.

Diese kehrt in ihre entlegene Heimatstadt in Alaska zurück, um eine routinemäßige Anhörung in einem Todesfall durchzuführen. Statt einer einfachen Angelegenheit, die sich schnell zu den Akten legen lässt, findet sie jedoch die von Kugeln durchsiebte Leiche einer befreundeten Person aus ihrer Jugendzeit vor. Will sie das Rätsel lösen, muss Myra ihre Rolle als Richterin hinter sich lassen. Parallel zeigt sich die Natur plötzlich feindlich, als es zu einer Reihe von Vogelangriffen kommt. Fortan ringt die Juristin mit ihren Nachforschungen und kämpft noch dazu ums nackte Überleben an einem Ort, an dem der Tod sowohl in den Schatten als auch am Himmel lauert.

Verglichen mit dem Hitchcock-Film, der im kalifornischen Bodega Bay angesiedelt ist, wählt die Miniserie einen neuen Ansatz für die Hauptfigur. War die von Tippi Hedren verkörperte Heldin im Kinostreifen noch eine typische damsel in distress, die vor den Vogelattacken gerettet werden musste, soll Snooks Richterin komplett auf sich allein gestellt sein.

"Die Vögel" neu aufzulegen, diesen Plan verfolgten in den letzten Jahrzehnten schon einige Film- und Fernsehmacher. 2007 beispielsweise wurde ein Remake mit Naomi Watts in der Hauptrolle angekündigt. Alle Bemühungen trugen bislang aber keine Früchte.

Als ausführende Produzenten der aktuell in Entwicklung befindlichen Miniserie fungieren Drehbuchautor Tom Spezialy, Sarah Snook, David Heyman und Jennifer Gabler Rawlings.



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Leserkommentare

  • Torsten S schrieb am 01.06.2026, 14.59 Uhr:
    Ohje, Klischeehafter gehts kaum. Da weiss man doch gleich, was man bekommt: Langeweile pur. Wenn man schon eine "entlegene Heimatstadt in Alaska" nimmt, noch eine Mordermittlung als Haupthandlung reinnehmen muss, wird das Thema der Vögel eher in der Nebenhandlung abgedrängt. Ähnlich wie bei TWD wo die Zombies eigentlich nur noch ausgeschmücktes Beiwerk sind, aber nicht wirklich noch eine große Rolle spielen. Das noch als Serie wo man gleich erwarten kann, dass sich alles wie Kaugummie ziehen wird. Nee. Leute, damit holt ihr keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Da wäre mir doch ein echtes Kinofilm-Remake viel lieber wo man sich auf das Wesentliche beschränken kann.
  • Phantomias schrieb am 03.06.2026, 06.33 Uhr:
    Der Handlungsort des Films, Bodega Bay, hatte 2020 912 Einwohner, also ist dieser Kritikpunkt schwach.
    Was die Handlung betrifft, bin ich vollkommen bei dir.
    Bei TWD hab ich das so interpretiert, dass hier gezeigt werden sollten, dass die Zombies keine so große Bedrohung darstellen, sondern die anderen Menschen. Das ist m.E. besonders gut an einer Szene erkennbar, in der ein paar der Protagonisten eine lange Straße durch einen Wald entlanggehen, ein Geräusch aus dem Wald hören, die Waffen anlegen, und als dort ein Zombie rauskommt, die Waffen wieder senken und entspannt weitergehen...
  • Flapwazzle schrieb am 02.06.2026, 22.24 Uhr:
    Gute Einschätzung. So schaut`s aus.