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Überraschende erste Eigenproduktion für Social-Media-Gigant
Nicole Byer als Nicole Byer in "Loosely Exactly Nicole"
Bild: MTV
Facebook belebt MTV-Comedy "Loosely Exactly Nicole" wieder/Bild: MTV

Unlängst hatte der Social-Media-Gigant Facebook angekündigt, dass man in die professionelle Serienproduktion einsteigen möchte (TV Wunschliste berichtete), da man darin eine Möglichkeit sieht, die eigene Reichweite zu verbessern. Als erstes bekannt gewordenes Projekt mit dem Production-Value einer Fernsehserie hat sich nun allerdings "Loosely Exactly Nicole" entpuppt, das MTV einst um den "Girl Code"-Star Nicole Byer an den Start schickte. Die Serie gehört zu den Formaten, die MTVs Entscheidung zum Opfer gefallen waren, in Zukunft keine fiktionalen Serien mehr zu zeigen, sondern nur noch Reality und Musik. Unklar ist, ob die entsprechenden Verträge für die Fortsetzung von "Loosely Exactly Nicole" bereits unterschrieben sind - jedenfalls berichtet Deadline das unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Quellen, während Facebook das selber nicht kommentieren wollte.

Facebook hatte angekündigt, dass man einerseits in Shortform-Formate (Laufzeit fünf bis zehn Minuten) zum Ausbau des eigenen Video-Angebots investieren wolle, andererseits aber durchaus auch mit hochwertigen Produktionen auf Augenhöhe von Netflix und den US-Fernsehsendern antreten wolle. Die Comedy "Loosley Exactly Nicole" wäre da sicher nicht gerade das Vorzeigeformat, das man sich als Speerspitze wünschen würde: Da möchte man dann doch lieber ein Prestigeprojekt und große Namen, wie es einst Netflix mit David Fincher, Kevin Spacey und "House of Cards" vorgemacht hat.

Die Comedy "Loosely Exactly Nicole" handelt von Nicole, die ihr Leben alles andere als im Griff hat. Als sie einen kleinen Wohnungsbrand bei sich auslöst, muss sie bei ihrer Schwester und deren Familie einziehen, wo sie ihren Nichten und Neffen ganz eigenwillige Lebensratschläge gibt. Zwar wurde das Format von Kritikern durchaus wohlwollend als ehrliche Serie über den Kampf einer modernen Frau mit dem Alltag und auf der Suche nach dem persönlichen Lebensglück gewürdigt, aber große Wellen schlug das Format bei weitem nicht und kam bei MTV nur auf durchschnittlich 198.000 Zuschauer pro Folge (Live+SD).

Mehr noch, gerade MTV hat mit "Sweet/Vicious" ein weiteres Format eingestellt, das auch in den sozialen Netzwerken deutlich höhere Wellen geschlagen hat. Diese Serie beschäftigt sich mit dem oft unter den Teppich gekehrten Thema von Vergewaltigungen auf den Campussen und in den Wohnheimen der US-Universitäten. Zwei ungleiche Studentinnen nehmen den Kampf auf und versuchen durch Selbstjustiz, an ihrer Universität Täter durch Einzuschüchterung von Wiederholungstaten abzuhalten. Auch diese Serie fand bei MTV leider kein großes Publikum, sucht nun aber hoffnungsvoll nach einer neuen Heimat, zumal sie dazu führte, das viele bisher schamvoll schweigende Opfer von Vergewaltigungen erkannt haben, dass sie nicht alleine sind und endlich eine öffentliche Diskussion um diesen Tabu-Komplex entstanden ist.


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