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FerienSerien: "Friday Night Lights"

12.07.2016, 18.00 Uhr - Ralf Döbele/TV Wunschliste in National
Hervorragendes Charakterdrama, für das man nicht die geringsten Football-Kenntnisse braucht
Der Cast der erste Staffel von "Friday Night Lights"
Bild: NBC
FerienSerien: "Friday Night Lights"/Bild: NBC

Dieser Artikel ist Teil unserer Artikel-Reihe FerienSerien.

Zehn Jahre ist es her, seitdem "Friday Night Lights" das Licht der Serienwelt erblickte und doch scheint das Drama um eine footballbesessene Kleinstadt in Texas bislang an vielen Fernsehfans vorbeigegangen zu sein. Dabei haben wir es hier zweifellos mit einer der besten Serien des vergangenen Jahrzehnts zu tun. Und doch, empfiehlt man sie weiter kommt häufig als Reaktion: "Football interessiert mich nun gar nicht..." Die gute Nachricht: muss es auch nicht!

"Friday Night Lights" ist keine Football-Serie, der Sport dient lediglich als Katalysator für die Erforschung der Hauptfiguren, die vor allem aus heutiger Sicht hochkarätig besetzt sind: Kyle Chandler ("Bloodline"), Connie Britton ("American Horror Story" / "Nashville"), Taylor Kitsch ("Battleship"), Matt Lauria ("Kingdom"), Jesse Plemons ("Breaking Bad"), Adrianne Palicki ("Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D."), Scott Porter ("Hart of Dixie") und Michael B. Jordan ("Creed") führen ein Ensemble an, das dem Zuschauer rasend schnell ans Herz wächst in einem lebensnahen Drama, das einen nicht mehr loslässt.

Worum geht es in "Friday Night Lights"?
In der kleinen texanischen Stadt Dillon dreht sich fast alles um High-School-Football - vielleicht auch, weil sie ihren Bewohnern sonst nicht wirklich viel zu bieten hat. Alles fiebert dem jeweils nächsten Spiel am Freitagabend entgegen. Der neue Coach Eric Taylor (Kyle Chandler) weiß, dass er Resultate bringen muss, wenn er hier weiterhin willkommen sein will. Dementsprechend haben er und seine Frau Tami (Connie Britton) sich noch nicht einmal getraut ein permanentes Zuhause in Dillon zu finden, man könnte ja schon bald wieder weiterziehen müssen. Ihre 15-jährige Tochter Julie (Aimee Teegarden) ist den Stress schon aus anderen Städten gewohnt und nimmt die Sache recht locker. Tami findet schließlich einen Job als Vertrauenslehrerin der High School. So hat sie fortan ebenfalls Einfluss auf Erics Spieler, woran der sich erst einmal gewöhnen muss.

Die Dillon Panthers starten schließlich mit einem Sieg in die Saison, doch der hat seinen Preis. Star-Quarterback Jason Street (Scott Porter) muss nach einem Zusammenprall schwer verletzt vom Feld getragen werden. Seine Freundin Lyla (Minka Kelly) ist entsetzt: Jason kann sich kaum noch bewegen, ist womöglich gelähmt. Coach Taylor schickt als Ersatz den noch unerfahrenen Matt Saracen (Zach Gilford) auf das Feld. Doch die einzigen, die außer Taylor wirklich an Matts Potential glauben sind sein bester Freund Landry (Jesse Plemons) und seine Großmutter (Louanne Stephens), um die sich Matt alleine kümmern muss, während sein Vater als Soldat im Irak ist.

Hintergründe:
"Friday Night Lights" war stets ein Kritiker-Liebling, konnte in Sachen Einschaltquoten auf NBC jedoch nie wirklich punkten. Mitten in der zweiten Staffel wurde die Produktion 2007 aufgrund des damaligen Autorenstreiks ausgesetzt, die Handlung bricht nach 15 Folgen abrupt ab. Gerettet wurde "Friday Night Lights" danach von dem amerikanischen Satellitenanbieter DirecTV (heute AT&T), der drei weitere Staffeln mit je 13 Folgen bestellte, in denen die Serie nach einem Hänger im zweiten Jahr zu ihren allerhöchsten inhaltlichen Höhen aufstieg.

FerienSerienDer Dokumentar-Stil von "Friday Night Lights" beeindruckt, manche Szenen scheinen regelrecht improvisiert, die schauspielerischen Leistungen sind für Fernsehverhältnisse ungewöhnlich natürlich und greifbar. Da wirkt die steife deutsche Synchronisation oft unpassend. Wer kann, sollte also die englische Originalversion wählen - texanischer Slang inklusive.

Mit Dillon haben die Macher von "Friday Night Lights" einen Ort geschaffen, der exemplarisch für den Alltag im Herzen der USA ist. Fast jeder, der bereits einmal die Staaten bereist hat, kennt die kleinen, fast abbruchreif erscheinenden Häuser am Stadtrand, die High Schools mit ihren bescheidenen Stadien, die sich vor allem durch riesige Flutlichter auszeichnen und die kleinen Diner und Restaurants in den Mini-Malls, die zum Treffpunkt der Jugendlichen werden. "Friday Night Lights" fängt dieses ur-amerikanische Lebensgefühl perfekt ein, ohne es zu romantisieren oder darüber ablehnend zu urteilen. Dennoch ist die Enge dieser Welt stets spürbar und vor allem die Engstirnigkeit so mancher Einwohner, die Coach Taylor bei jedem Sieg in den Himmel heben und nach einer Niederlage geradezu mit Abscheu behandeln.

Ein steter Begleiter ist auch die Frage, was aus unseren liebgewonnen Protagonisten einmal wird, wenn sie die High School verlassen. Kaum einer von ihnen wird es in die NFL schaffen, oder ein Football-Stipendium von einem College erhalten. Dillon ist voll von ehemaligen Spielern, die auf ihre Zeit im Team zurückblicken, als wäre es die beste in ihrem Leben gewesen.

So sorgen sich die aktuellen Teammitglieder natürlich um ihre Zukunft. Jeder Besuch eines Talent-Scouts wird zum Ereignis und die Leidenschaft der Spieler beherrscht deren Alltag, aus dem sie so gleichzeitig ausbrechen. Man muss wahrlich kein Sport-Fan sein um diesen Kampf um Erfolg nachvollziehen zu können. Besser zu werden bei etwas, was einem mehr als alles andere bedeutet, die Flucht vor einem tristen Alltag und die Suche nach Anerkennung, Liebe und einer besseren Zukunft - die Hauptthemen von "Friday Night Lights" sind universell.

Für wen ist "Friday Night Lights" zu empfehlen?
Letztendlich ist "Friday Night Lights" eine Serie für alle, die gekonnte Figurenentwicklung schätzen und die mit einem natürlichen und unverklärten Blick auf den American Way of Life abseits von Glamour oder Crime etwas anfangen können. Tatsächlich ist das vielleicht Erfrischendste an "Friday Night Lights", dass Chefautor Jason Katims ("Parenthood") und Produzent Peter Berg ("Operation: Kingdom") hier ein Drama abgeliefert haben, das spannend ist und absolut fesselt, jedoch fast vollständig ohne Gewalt auskommt.

Während die Pilotepisode noch etwas distanziert wirkt, findet "Friday Night Lights" bereits ab Folge 2 absolut zu sich selbst und wird von da an nur noch besser.

Zum Vorteil gereicht der Serie außerdem, dass sie tatsächlich in Texas gedreht wurde. So wirken Handlungsorte und selbst die Statisten im Hintergrund komplett authentisch. Der wolkenverhangene oder manchmal feuerrote Horizont und die weiten Felder, die ihn einrahmen, sind die ständigen Begleiter der Charaktere. So ist "Friday Night Lights" auch eine Serie für alle, die Poesie in Bildern schätzen. Diese bietet der Alltag in Dillon, vielleicht auch nur, weil er sich von dem deutschen derart stark unterscheidet.

Verfügbarkeit
Amazon hat im März 2016 "Friday Night Lights" als komplette Serie in einer exklusiven DVD-Box veröffentlicht. Sie enthält 22 Discs mit allen fünf Staffeln und 76 Episoden, sowie als Fan-Beigaben auch Postkarten, Poster und Aufkleber. Dies ist fünf Jahre nach Ende der Serie das erste Mal, dass sie vollständig auf dem deutschen Markt erschienen ist. Daneben gibt es die Box auch als UK-Import ohne deutsche Tonspur. Außerdem kann die ganze Serie als Digital-Videos aktuell bei Amazon und iTunes erworben werden, andere Anbieter haben nicht alle Staffeln im Angebot.


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Leserkommentare

  • MrsT schrieb am 13.01.2017, 23.09 Uhr:
    MrsTSehr zu empfehlen! Diese Serie hat Sucht-Potential, auch wenn man Football nicht wirklich mag.