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Episode "Die Letzten der Starks" sorgt für Kritik
"Game of Thrones": Sansa Stark (Sophie Turner)
Bild: HBO
"Game of Thrones"-Schelte wegen Position zu Gewalt gegen Frauen/Bild: HBO

Achtung! Der Artikel enthält nachfolgend Hinweise zur Handlung der ACHTEN Staffel von "GAME OF THRONES". Lesen auf eigene Gefahr!

Zwei Szenen aus der jüngsten Episode von "Game of Thrones", "Die Letzten der Starks" (8x04), sorgen aktuell wegen des Umgangs mit Frauen sowie das dort gezeichnete Frauenbild für Kritik, wie Deadline meldet.

Vorgeschichte
Die Rolle der Frauen in "Game of Thrones" hat schon immer für Kritik gesorgt. Man mag darauf verweisen, dass es sich bei der Serie immerhin um die Darstellung einer mittelalterlichen, patriarchalischen Gesellschaft im Krieg handelt, so dass mangelnde Frauenrechte (von Gleichberechtigung ganz zu schweigen) und Frauen als Opfer männlicher Willkür und Gewalt durchaus "realistisch" sind - aber dann öffnet man sich natürlich der Kritik, dass andere Dinge in der Serie nicht so realistisch sind. Die Figuren haben etwa doch allesamt gute Zähne, und an einer infizierten Kampfeswunde ist auch noch niemand Wichtiges gestorben - trotz eines mittelalterlichen Standes der Medizin.

Besondere Aufregung ernteten bisher unter anderem eine Sexszene zwischen Jaime und Cersei an Joffreys aufgebahrtem Körper (Episode 4x03), die viele Zuschauer als Vergewaltigung auffassten, die rituelle Verbrennung von Sharin Baratheon (5x09) sowie die Vergewaltigung von Sansa durch Ramsey Bolton (5x06).

Die Letzten der Starks
Die jüngste Folge nun beinhaltete zwei Situationen, die den Zorn bekannter Künstler auf sich zog. Einerseits die Hinrichtung von Missandei (Nathalie Emmanuel): Die einzige prominente weibliche Person-of-Color wurde letztendlich abseits der in der Serie gezeigten Handlung gefangengenommen und als Spielball zwischen Cersei und Daenerys - zwei weißen Figuren - exekutiert.

Daneben sorgte aber vor allem auch eine Aussage von Sansa für Unmut. In einem Gespräch mit dem Hund Sandor Clegane (Rory McCann) kam zur Sprache, dass sie sich seit der letzten Begegnung der beiden in der Auftaktstaffel sehr verändert habe - auch weil sie von Joffrey, Kleinfinger und Ramsey Bolton als Objekt behandelt und mehrfach gedemütigt und missbraucht wurde.

"Du hast dich verändert, kleiner Vogel", kommentiert der Hund in der deutschen Synchronfassung der Folge. "Hättest du Königsmund [damals] mit mir verlassen, wär' all das nicht passiert. Kein Kleinfinger, kein Ramsey ... nichts davon!" Für Ärger sorgt nun Sansas Erwiderung, die die Hand des Hundes ergreift und ihm tief ins Gesicht schaut: "Aber ohne Kleinfinger, Ramsey und den Rest ... wäre ich mein Leben lang ein kleiner Vogel geblieben." Danach verlässt Sansa das Gespräch.

Die Implikation, die viele darin sehen, ist, dass Sansa nur durch den Missbrauch durch andere stark geworden ist - und Sansa das billigend akzeptiert. Exemplarisch für den Widerspruch hierzu mag ein Twitter-Beitrag von Jessica Chastain ("The Help") sein, die die Metapher des "kleinen Vogels" geschickt mit der anderen bekannten Rolle von Sansa-Darstellerin Sophie Turner in den aktuellen X-Men-Filmen als Jean Grey und Dark Phoenix kombiniert. Chastain verweist darauf, dass die Kraft immer aus der Person kommt, oder anders gesagt: Im 'kleinen Vogel' steckte schon immer ein Phönix.

Die afro-amerikanische Filmregisseurin und TV-Produzentin Ava DuVernay, die gerade für Netflix "When They See Us" am Start hat, kritisierte den recht unrühmlichen Tod von Missandei ebenfalls bei Twitter als Beispiel für einen enttäuschenden Abschluss für die einzige weibliche, schwarze Figur der langlebigen Serie.


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Leserkommentare

  • Bulio schrieb am 10.05.2019, 22.06 Uhr:
    Buliovöllig übertrieben. GOT ist sowieso schon viel korrekter als früher und trotzdem finden die immer was. Einfach unglaublich, die Leute sollen doch wieder in Kindergarten gehen und dort rumjammern.
  • Vritra schrieb am 10.05.2019, 13.02 Uhr:
    VritraKünstlerische Freiheit und Politcal Correctness passen oft nicht unter einen Hut. Im speziellen Kontext von GoT, das eindeutig zur High Fantasy zählt, eine moderne Gleichberechtigung zu erwarten ist schon die Höhe der Lächerlichkeit!

    Der Typ schreibt sich übrigens Ramsay...
  • Creepy_Crowley schrieb am 09.05.2019, 20.01 Uhr:
    Creepy_CrowleyWer sich  1. bei einer im Mittelalter angelegten Serie ,die von Anfang an nicht an Sex und Gewalt gespart hat an so etwas stört und 2. Es in der ACHTEN Staffel immer noch nicht gerafft hat. Sollte sich weniger Sorgen um die Aussage der Serie Machen als viel mehr um sein gestörtes Mitteilungsbedürfnis.  Ps: Ich wette keiner der rum geheult hat ,hat auch daran Gedacht die Folge auszuschalten und die Serie nicht mehr zu gucken. Soweit, dass sie die Sensationsgeilheit besiegt, geht die Empörung denn dann doch eher selten.
  • Aymalin schrieb am 09.05.2019, 18.15 Uhr:
    AymalinKomisch - als ein alter weißer Mann von einem Kleinwüchsigen völlig unrühmlich bei der Verrichtung seiner Notdurft erschossen wurde, hat sich niemand beschwert.
  • Lobotoyour schrieb via tvforen.de am 09.05.2019, 16.42 Uhr:
    LobotoyourNun ja: Valar Morgulis.

    Fun Fact: Im Mittelalter hatten die Menschen nicht zwangsläufig schlechte Zähne. Die haben Zweige zur Zahnpflege benutzt. Softdrinks und Zucker: Nicht auf dem Speiseplan.