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Verehrte US-amerikanische Comedygröße wurde 61 Jahre alt
Norm Macdonald als Rusty Heck in "The Middle"
ABC
Norm MacDonald aus "The Orville" und "The Middle" ist tot/ABC

Der amerikanische Comedian und Schauspieler Norm MacDonald ist im Alter von 61 Jahren verstorben. In dem Zusammenhang wurde bekannt, dass er zuvor mehr als neun Jahre mit einer Krebserkrankung gelebt hatte, der er nun zum Opfer fiel. In den USA würdigten seine Kollegen aus der Comedy-Branche MacDonald für seinen Einfluss auf das Handwerk und die Szene, den er in seiner Karriere und insbesondere in seiner Zeit bei  "Saturday Night Live" Mitte der 1990er hatte.

In Deutschland ist er vermutlich vor allem aus einer seiner letzten großen TV-Rollen als Rusty Heck präsent, der eigenwillige Bruder von Mike Heck (Neil Flynn) in  "The Middle", der mit gewisser Regelmäßigkeit jede Staffel auftauchte. Daneben lieh er zuletzt im englischsprachigen Original von  "The Orville" dem galertartigen (und animierten) Charakter Lt. Yaphit die Stimme. Auch in  "Mike Tyson Mysteries" und  "Skylanders Academy" hatte er längerfristige Sprechrollen gehabt.

In Comedykreisen war MacDonald für seinen Vortrag ausschweifender absurder Geschichten bekannt, die er - ohne eine Miene zu verziehen - über Minuten mäandernd ausbreitete und fast immer in einer Pointe auslaufen ließ, die politisch unkorrekt war und bis an die Schmerzgrenze des Humors ging. Dabei gehörte das Spielen mit den Zuschauern zum Auftritt, bei dem diese über die Dauer der Geschichte langsam auf den Höhepunkt vorbereitet wurden und sich fragen mussten, ob MacDonald wirklich die geradezu schmerzliche, letzte Pointe bringen würde. Und er brachte sie jedes Mal, mit einem schelmischen Lächeln.

Yaphit in "The Orville" wurde von Norm MacDonald gesprochen.
Yaphit in "The Orville" wurde von Norm MacDonald gesprochen. 20th Century Fox TV

1959 wurde Norman Gene Macdonald (der Familienname schrieb sich mit kleinem "d") als mittleres von drei Kindern, als Sohn zweier Lehrer im kanadischen Quebec City geboren. Er begann seine Karriere ab Mitte der 1980er mit Stand-up-Auftritten, die ihm erste Aufmerksamkeit brachten. Nach einem Fernsehauftritt wurde er schließlich als einer der Autoren der Sitcom  "Roseanne" engagiert. Nach einem Jahr verließ er den Job, als er ein Angebot für eine Aufnahme im Ensemble von "Saturday Night Live" erhielt.

Dort blieb MacDonald für fünf Staffeln. Besonderen Einfluss in der Comedy-Szene erlangte er in seinen drei Jahren als Gastgeber des dortigen langlebigen Segments "Weekend Update". Hier etablierte er einen bissigeren Humor bezüglich der aktuellen Themen, während seine Vorgänger das Segment eher "albern" angelegt hatten. In Nachrufen wird gewürdigt, dass er sich in der Zeit des Mordprozesses gegen Football-Star O.J. Simpson nicht von NBC unter Druck setzen ließ, diesen mit Samthandschuhen anzupacken. Nach MacDonald Darstellung in mehreren Interview soll ihm das letztendlich auch den Job gekostet haben, da ein hochrangiger NBC-Manager und bekennender Simpson-Freund (Don Ohlmeyer) gegen ihn interveniert habe.

In der Zeit bei "SNL" kam MacDonald schon zu diversen Neben- und Gastrollen. Nach "SNL" besuchte er mit seinen unbezähmbaren Auftritten immer wieder Late-Night-Shows. In Nachrufen wird vielfach ein Auftritt bei  "Late Night with Conan O'Brien" gewürdigt, bei dem er ein Interview von Conan O'Brien mit der damaligen  "Melrose Place"-Darstellerin Courtney Thorne-Smith auf anarchische Art torpedierte.

1999 bekam MacDonald seine eigene Sitcom auf ABC, die für drei Staffeln lief,  "Norm" (OT: "The Norm Show"). Darin spielte er eine ehemaligen Profi-Eishockey-Spieler, der wegen Steuerhinterziehung und Sport-Wetten aus der Liga geflogen war und nun gemeinnützige Arbeit leisten muss, um nicht hinter Gitter zu landen. Zu den weiteren Hauptdarstellern gehörten unter anderem Laurie Metcalf ( "Die Conners"), Ian Gomez ( "Cougar Town") und Max Wright ( "ALF").

Spätere längerfristige Serienengagements umfassten die Sitcom "A Minute with Stan Hooper" (Macdonald in der Titelrolle; FOX, 2003) und die kanadische Sketch-Comedyserie "Sunnyside" (2015; CityTV) sowie eine eigene Interview-Show  "Norm MacDonald has a Show" (2018; Netflix).

Aus einer Ehe in den 1990ern hinterlässt Macdonald einen Sohn.

Zahlreiche Comedians würdigten die verstorbene Comedygröße. Darunter auch "The Orville"-Produzent Seth MacFarlane:

Zusammenschnitt von Talk-Show-Auftritten mit Norm MacDonald


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Leserkommentare

  • invwar schrieb via tvforen.de am 16.09.2021, 16.28 Uhr:
    Schön wie er über den Film von Courtney Thorne-Smith hergezogen ist, die wohl für den miesen Film auf Promotour war. Immerhin besorgte er ihr 2 Jahre später eine Gastrolle in seiner eigenen Sitcom.
  • puo (geb. 1984) schrieb am 15.09.2021, 17.04 Uhr:
    Leider kenne ich den nur aus The Orville wo er nicht nur Stimme war sondern in der Episode Staffel 2 Episode 6 (Ein fröhlicher Refrain) als Person zu sehen.

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