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Rosamunde Pilcher im Alter von 94 Jahren gestorben

Rosamunde Pilcher ist tot. Die britische Erfolgsautorin ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Dies bestätigte ihr Sohn Robin Pilcher gegenüber The Guardian. Noch bis Weihnachten sei sie in bester Verfassung gewesen, doch am vergangenen Sonntag erlitt sie einen Schlaganfall und hat seitdem nicht mehr das Bewusstsein wiedererlangt. Am 6. Februar verstarb sie. Besondere Bekanntheit erreichte Pilcher auch in Deutschland durch ihre zahlreichen Liebesromane, deren Verfilmungen bis heute regelmäßig den Sonntagabend im ZDF schmücken.
Rosamunde Pilcher wurde als Rosamunde Scott am 22. September 1924 in Lelant im südenglischen Cornwall geboren. Im Alter von 15 Jahren begann sie zu schreiben. 1942 trat sie nach ihrem Schulabschluss während des Zweiten Weltkriegs dem freiwilligen Dienst des Women's Royal Naval Service bei und arbeitete als Sekretärin im Außenministerium. 1946 heiratete die damals 22-jährige Autorin den Textilunternehmer Graham Pilcher und zog mit ihm in den Ort Longforgan bei Dundee in Schottland. Gemeinsam bekamen sie vier Kinder. Ab Ende der 1940er Jahre bis 1965 schrieb Pilcher neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter unter dem Pseudonym Jane Fraser Kurzgeschichten und Liebesgeschichten für Frauenmagazine. Laut eigener Angabe tat sie dies am Küchentisch sitzend, da es im Haus keinen Platz für einen eigenen Schreibtisch gab.
Ihren Durchbruch als kommerziell erfolgreiche Romanautorin erlebte Pilcher erst 1987 im Alter von 63 Jahren mit der FamiliensagaSeit 1993 hat das ZDF bis heute 143 Verfilmungen von Pilchers Romanen und Erzählungen ausgestrahlt, die mit bis zu sieben Millionen Zuschauern zu den erfolgreichsten Sendungen im Programm des Mainzer Senders zählen. Verantwortlich für die Drehbuchfassungen zeichnet unter anderem die als Inga Lindström bekannte Autorin Christiane Sadlo.
2002 wurde Pilcher der Titel eines "Officer of the Order of the British Empire" verliehen. Sohn Robin Pilcher beschrieb sie "als wundervolle, eher alternativ-denkende Mutter. Sie berührte und beeinflusste das Leben vieler Menschen jeden Alters, nicht nur durch ihr Schreiben, sondern viel eher durch persönliche Freundschaften."
"Die
Aus Anlass des Todes von Rosamunde Pilcher ändert das ZDF sein Programm und zieht die Erstausstrahlung der 144. Pilcher-Verfilmung "Die Braut meines Bruders" vom 3. März auf den 10. Februar vor. Bereits am Samstag, 9. Februar, wird ab 12.15 Uhr "Rosamunde Pilcher: Die Muschelsucher" wiederholt.
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Leserkommentare
Anonymer Teilnehmer schrieb via tvforen.de am 12.02.2019, 19.03 Uhr:
Ah okay, ich hab dann immer die gesehen, bei denen einer dem anderen gleicht. Die, bei denen man nicht unterscheiden konnte, ob es Rosamunde Pilcher oder Inga Lindström ist - höchstens an den Namen ;-)Wobei ich mich jetzt an einen erinnere, der wirklich nicht flach war: Es war ein Mehrteiler, ich erinnere mich aber an den Namen derzeit nicht. Ein Pianist hat seine Frau und seine Tochter verloren, die tödlich verunglückt sind (die Eltern im Film wären im wahren Leben wahrscheinlich eher die Großeltern gewesen :-) ). Letztlich fand sich dann in seinem Haus eine Gemeinschaft mehrerer Menschen und hat zusammen Weihnachten gefeiert. Ich erinnere mich aber nicht mehr daran, wie und warum diese ganze Gruppe zusammengefunden hat.
Mit dem "typischen Stil" meine ich dieses häufige Schema "Frau kehrt ins Heimatdorf zurück und trifft die Jugendliebe, die natürlich viel netter ist als der arrogante Verlobte".Anonymer Teilnehmer schrieb via tvforen.de am 12.02.2019, 17.21 Uhr:
Meine Oma war ein großer Pilcher-Fan. Sie war sehr ordentlich und hatte die Pilcher-Romane extra sortiert, eine ganze Reihe Pilcher :-)Für mich wären die Bücher nichts, aber ich bin mir sicher, dass die Bücher weitaus besser als die Filme sind. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die deutschen Adaptionen dieser Romane so auf die Zustimmung von Rosamunde Pilcher gestoßen sind. Ich habe lange keinen Film mehr gesehen und es auch nicht vor (früher hin und wieder mit meiner Oma), aber ich weiß noch, wie flach und nichtssagend die waren.Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 10.02.2019, 22.30 Uhr:
Ja, ich war auch traurig, als ich das hoerte. Andererseits ist 94 ein stolzes Alter, das nicht viele Menschen erreichen. Mir fallen nur Mary Higgins Clark und Anne Golon ein, die Autorin der "Angélique" Romane.Alle erwaehnen immer nur "Die Muschelsucher".
Mein Geheimtip: "Heimkehr", das von 1936 bis 1946 in London und Cornwall handelt, und das Erwachsenwerden eines 14 jaehrigen Maedchens, Judith Dunbar, ins schwierigen Zeiten beschreibt.
Meines Erachtens ist das Pilcher's Meisterwerk, und wesentlich besser als "Die Muschelsucher" oder "September".
Was mir ehrlich gesagt weder als Roman noch als Verfilmung gefiel, war "Wilder Thymian"."Wintersonne" muss ich erst noch lesen, steht schon seit ein paar Jahren im Buecherregal.Gruss,ChrissieChrissie777 schrieb via tvforen.de am 13.02.2019, 21.56 Uhr:
Das klingt nach "Wintersonne".Gruss,ChrissieWikki schrieb:Wobei ich mich jetzt an einen erinnere, der
wirklich nicht flach war: Es war ein Mehrteiler,
ich erinnere mich aber an den Namen derzeit nicht.
Ein Pianist hat seine Frau und seine Tochter
verloren, die tödlich verunglückt sind (die
Eltern im Film wären im wahren Leben
wahrscheinlich eher die Großeltern gewesen :-) ).
Letztlich fand sich dann in seinem Haus eine
Gemeinschaft mehrerer Menschen und hat zusammen
Weihnachten gefeiert. Ich erinnere mich aber nicht
mehr daran, wie und warum diese ganze Gruppe
zusammengefunden hat.
Mit dem "typischen Stil" meine ich dieses häufige
Schema "Frau kehrt ins Heimatdorf zurück und
trifft die Jugendliebe, die natürlich viel netter
> ist als der arrogante Verlobte".Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 12.02.2019, 17.38 Uhr:
"Karussell des Lebens" mit Barbara Wussow und Christiane Hoerbiger war alles andere als flach.
Aber am besten gefielen mir der englische Zweiteiler "Heimkehr" mit Peter O'Toole und Joanna Lumley:https://www.imdb.com/title/tt0158653/referenceAuch "Die Muschelsucher" mit Angela Lansbury fand ich sehr gelungen.Gruss,ChrissieWikki schrieb: Ich kann mir kaum vorstellen, dassdie deutschen Adaptionen dieser Romane so auf die
Zustimmung von Rosamunde Pilcher gestoßen sind.
Ich habe lange keinen Film mehr gesehen und es
auch nicht vor (früher hin und wieder mit meiner
Oma), aber ich weiß noch, wie flach und
> nichtssagend die waren.LuckyVelden2000 schrieb am 07.02.2019, 19.07 Uhr:
Ruhe in Frieden
Hast uns immer mit guten Büchern und FIlmen beschert, dafür Danke ich dir liebe Rosamunde Pilcher.
Ein schönes Alter erreicht, wir hoffen und beten daß wir auch einmal so Alt werden und ein schönes Leben hatten
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