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Wie Leserhinweise uns wieder auf die Fährte von Peter Frankenfeld führten
"Same procedure as every year": Butler James (Freddie Frinton) und Miss Sophie (May Warden)
SWR/NDR/Annemarie Aldag
Die "Dinner for One"-Lüge: Eine Spurensuche geht weiter .../SWR/NDR/Annemarie Aldag

Im letzten Jahr hatten wir uns in einer größeren Recherche damit beschäftigt, wie der Kultsketch  "Dinner for One" nach Deutschland gekommen ist - und mit den mysteriösen Ungereimtheiten rund um seine erste Aufführung im deutschen Fernsehen (TV Wunschliste berichtete). Danach erreichten uns einige sehr wertvolle Hinweise von Lesern, vor allem bei tvforen.de, für die wir uns hier noch mal sehr herzlich bedanken möchten! Die neuen Spuren fassen wir hier zusammen - manches können wir nun ergänzen, an anderen Stellen müssen wir uns selbst korrigieren. Und zuletzt wollen wir natürlich auch wieder einen Blick auf die "Dinner for One"-Sendetermine für dieses Silvester werfen!

Zur Entstehungsgeschichte des Sketches

Schon im letzten Jahr hatten wir erörtert, dass die Entstehungsgeschichte des Sketches selbst nicht zweifelsfrei zu rekonstruieren ist. So findet man verschiedenste Jahreszahlen dazu, wann er erstmals aufgeführt wurde und wann Freddie Frinton erstmals in die Rolle des Butlers James schlüpfte. Ein Artikel des British Comedy Guide, auf den wir bei den Recherchen im letzten Jahr noch nicht gestoßen waren, schreibt sich auf die Fahnen, mit den kursierenden Mythen aufzuräumen (stellt teilweise aber selbst falsche Behauptungen auf) und beschreibt eine Variante, die wir so noch nicht kannten: Frinton soll den Sketch Anfang der 1940er Jahre erstmals gesehen und dann neues Material vom befreundeten Liverpooler Komiker Harry Rowson sowie eigene Slapstick-Einlagen ergänzt haben. Diese Variante sei dann 1945 in Blackpool erstmals aufgeführt worden. Die vollständigen Exklusivrechte habe Frinton erst 1967 erworben, wie am 18. Mai des Jahres in "The Stage" bekanntgegeben wurde. Das sei hier noch der Vollständigkeit halber erwähnt, da wir bisher andere Daten und Szenarien beschrieben hatten.

Die Erstaufführung bei Peter Frankenfeld?

Wir erinnern uns: Der Auslöser für unsere Recherche waren Ungereimtheiten bezüglich des 8. März 1963. Hier soll die deutsche TV-Erstaufführung des Sketches in der Sendung  "Guten Abend!" stattgefunden haben. An dem Tag lief diese aber überhaupt nicht; die Showreihe war schon im September 1961 beendet worden. Übrigens geplant, wie sich inzwischen herausgestellt hat: Der Spiegel wusste schon nach der ersten Sendung, dass es nur acht Ausgaben geben sollte. Nachweisbar ist eine Aufführung von "Dinner for One" in der von Evelyn Künneke moderierten Sendung  "Bitte, lassen Sie sich unterhalten" am 9. Dezember 1961. Die Legende, dass Peter Frankenfeld den Sketch 1963 nach Deutschland geholt hat, war selbst vom NDR nicht zu belegen und musste stark angezweifelt werden. Das war schon anderen aufgefallen; selbst der NDR hat in der Dokumentation "Glückwunsch, Miss Sophie - 50 Jahre 'Dinner for one'" von 2013 die Künneke-Sendung erwähnt. Die Legende um Frankenfeld hat sich aber so festgesetzt, dass sie immer wieder zitiert wird und etwa in "60 Jahre Dinner for One - Die Jubiläumsshow" von 2023 wird Künneke schon wieder außen vor gelassen. Die Geschichte wirft wohl zu viele Fragezeichen auf, um sie in einer Dokumentation oder gar Spielshow unterhaltsam rüberzubringen. Wir von TV Wunschliste sind aber nerdig genug, um weiterhin das tatsächliche Erstausstrahlungsdatum herausfinden zu wollen. Denn Zweifel bleiben - warum Frankenfeld mit dem Sketch in Verbindung gebracht wird, obwohl die vorliegenden Daten zeitlich nicht zusammenpassen, war bisher nicht zu klären.

Evelyn Künneke neben Peter Frankenfeld (oben) und Regisseur Heinz Dunkhase (unten)
Evelyn Künneke neben Peter Frankenfeld (oben) und Regisseur Heinz Dunkhase (unten) imago images/​United Archives /​/​ NDR (Screenshots) /​/​ Montage: fernsehserien.de

Guten Abend! - 1. Sendung (22. Oktober 1960)

Bravo-Ausschnitt: Freddie Frinton in "Guten Abend!" Bravo Nr. 4/1961

Ein entscheidendes Fundstück wurde uns nun bei tvforen.de genannt: Im Fernsehprogramm der Bravo-Ausgabe Nr. 4 aus dem Jahr 1961 wird - anlässlich der dritten Sendung von "Guten Abend!" - auf die ersten beiden Folgen zurückgeblickt, mit eher negativer Kritik: "Das Beiprogramm muß Peter Frankenfeld sorgfältiger zusammenstellen. Durchschnittliche Artisten genügen nicht in einer 'anspruchsvollen' Sendung. Bis jetzt erfüllte nur der englische Komiker Mr. Frinton die Erwartungen der Fernseher: Seine Pantomime 'Tea für two' erntete helle Begeisterung." Über dem Text ist ein Bild abgedruckt von Freddie Frinton als Butler; am Bildrand sieht man den legendären Tigerkopf. Vom NDR erhielten wir im Januar die Bestätigung, dass Frinton laut Produktionsprotokollen zwei Mal zu Gast war bei "Guten Abend!": am 22. Oktober 1960 und am 8. April 1961, d. h. in den Ausgaben 1 und 5. Das erwähnte Bild stammt demnach aus der ersten Ausgabe. Laut NDR geht aber leider weder aus den Produktionsprotokollen noch aus den Pressetexten zu den Sendungen hervor, welche Sketche aufgeführt wurden. Reicht der Tigerkopf als Beweis dafür aus, von einer Aufführung in der ersten Sendung auszugehen? Der Titel "Tea für two" [sic!] und die Beschreibung als "Pantomine" säen leider Zweifel.

Guten Abend! - 5. Sendung (8. April 1961)

Beim Blick auf die fünfte Sendung kommen wir noch mal zurück auf die damalige NDR-Mitarbeiterin Sonja Göth, die später im Publikum der uns bekannten Aufzeichnung saß und sich mit ihrem legendären "Schrei-Lachen" dort verewigt hat. In seinem Lexikon "Dinner for One von A - Z" beschreibt Stefan Mayr nämlich, dass Göth den Sketch vor der Aufzeichnung schon mal bei der vermeintlichen Deutschland-Premiere im Theater am Besenbinderhof bei "Guten Abend!" gesehen habe, dort aber viel weiter weg gesessen sei. Zwar fand an diesem Ort auch die Künneke-Sendung "Bitte, lassen Sie sich unterhalten" statt, aber Mayr schreibt hier explizit von "Guten Abend!". Mit dem neuen Wissen vom NDR im Hinterkopf, dass Frinton tatsächlich in der Showreihe zu Gast war, setzen wir also nun auch voraus, dass Göth wirklich bei Frankenfeld im Publikum saß und nicht bei Künneke. Demnach kann es sich dabei nur um die fünfte Ausgabe von "Guten Abend!" handeln, denn die erste fand im Operettenhaus auf der Reeperbahn statt. Das würde also dafür sprechen, dass der Sketch am 8. April 1961 in "Guten Abend!" (erstmals?) präsentiert wurde.

Auf der nächsten Seite fassen wir unsere Erkenntnisse zu "Guten Abend!" noch mal zusammen und zeigen, dass "Dinner for One" auch im Rahmen anderer Sendungen gezeigt wurde.



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Leserkommentare

  • siebentöter schrieb via tvforen.de am 04.01.2026, 11.13 Uhr:
    Ich konnte leider über "Dinner for One" auch nie lachen. Da war ja Kuli mit seinen Ansagen witziger!
  • User 1444810 schrieb am 03.01.2026, 14.44 Uhr:
    Frankenfeld hat sich gern mit der Entdeckung geschmückt. Es wundert mich, daß jetzt die Künnecke-Show wieder aus dem Rennen genommen wird. Ich habe mich geärgert, daß sie in der 60er-Jubiläumsshow nicht erwähnt wird. Ich erinnere mich, ein Foto aus einer TV-Zeitschrift von 1961 gesehen zu haben, eindeutig mit dem Bild von Frinton und Wardeh und "Dinner for One" in "Lassen Sie sich unterhalten".
    Hier ist noch ein Beweis
    In der Sendung „Bitte lassen Sie sich unterhalten“ mit Evelyn Künnecke am 9.Dezember 1961 trat ein damals unbekanntes englisches Komikerpaar, Freddie Frinton und May Warden auf mit „Dinner for one“. Die hochschwangere Frau Margarete Welty lachte so heftig, daß die Wehen einsetzten. Im Spital kam Sohn Dieter zwei Wochen zu früh auf die Welt. Dieser datenmäßig genau dokumentierte Vorfall ist auch der Beweis, daß nicht Peter Frankenfeld der Entdecker Frintons in Blackpool 1962 für den deutschen Markt war und er den Sketch in seiner Sendung  im März 1963 erstmals brachte, wie er immer kolportierte.
    Und noch eine Geschichte gibt es
    Die offizielle Fotosession des norwegischen Königshauses 2000:
    Anwesend waren auch die Verlobte des Thronfolgers und zukünftige Kronprinzessin Mette-Marit mit ihrem knapp 4jährigen Sohn Marius. Die Familie stand steif und königlich bereit zum traditionellen Familienphoto, als Marius vorstürzte und über ein dort liegendes Eisbärfell hupfte. Inspiriert von "Dinner for one" stahl der Kleine den Majestäten die Show und wurde zum Liebling der Norweger.
  • Somnambule schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 21.09 Uhr:
    Ein Interview mit Fernsehunterhaltungschef des NDR Henri Regnier über die Aufzeichnung von "Dinner for one" gibt Aufschluss:
    https://www.youtube.com/watch?v=BYIwQLbzp8c
    -
  • U-56 schrieb via tvforen.de am 03.01.2026, 16.12 Uhr:
    Somnambule schrieb:
    Ein Interview mit Fernsehunterhaltungschef des NDR
    Henri Regnier über die Aufzeichnung von "Dinner
    for one" gibt Aufschluss:

    Henri Regnier meint hier, es wäre 1959 gewesen. Die erste Aufführung von "Dinner for one" im deutschen Fernsehen war aber doch wohl am 22. Oktober 1960 in der ersten Ausgabe von "Guten Abend!" mit Peter Frankenfeld. In der Hörzu 42/60 wurde jedoch Freddie Frinton bei der Ankündigung der Sendung mit keinem Wort erwähnt.
    http://www.bilder-hosting.info/vorschau/cqs1767451197y.JPG (http://www.bilder-hosting.info/viewer.php?id=cqs1767451197y.JPG)
    http://www.bilder-hosting.info/vorschau/opt1767451251l.JPG (http://www.bilder-hosting.info/viewer.php?id=opt1767451251l.JPG)
  • Somnambule schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 21.05 Uhr:
    Hier ein Programmhinweis (eine Sendung des SDR, 1988):
    https://www.youtube.com/watch?v=7YjvuycTqz4
    -
  • George Bailey schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 17.50 Uhr:
    Lustiger Sketch, schaue ich mir an.
  • A.J. schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 16.21 Uhr:
    Das Original schaue ich auch nicht jedes Silvester, aber einige der zahlreichen Remakes sind wirklich gut gemacht und darüber kann ich dann lachen. Spontan fällt mir Ralf Schmitz ein, der könnte glatt ein Enkel vom Butler James sein. Hannes und der Bürgermeister sowie Heißmann und Rassau haben auch gute Remakes gemacht.
  • WilliWinzig schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 15.02 Uhr:
    Willst Du damit andeuten, dass die heutigen Möchtegern-Comedian, oder wie sie sich nennen besser sind? Wenn ich schon Chris Tall, Johan König, Michael Mittermaier und Co sehe, bekomme ich schon eine Gänsehaut. Die bringen nur das, was das Skript ihnen vorschreibt. Wie die kleinen Kinder. La la la la la laaa.
    Die Perfektionisten, die sich zuhause Gedanken darüber gemacht haben, wie man ein Publikum zum Lachen bringt, gibt es nicht mehr. Hape Kerkeling bildet da eine eher seltene Ausnahme.
    Und die anderen Typen? Mit billigen, abgedroschenen Witzen und Bermerkungen, möglichst nur noch unter die Gürtellinie, das Publikum verarschen. Die sind ja so doof, die zahlen sogar Geld dafür. Die wollen es ja gar nicht anders.
  • jeanyfan schrieb via tvforen.de am 02.01.2026, 19.40 Uhr:
    Schau dir doch mal irgendwelche US-Sitcoms an, egal ob jetzt aus den 80ern/90ern oder aktuelle. Da hast du ja auch ei Publikum, was an den kleinsten Stellen halb ausflippt und wo du manchmal dasitzt und denkst "Kriegt euch wieder ein, soo witzig war das jetzt ja auch wieder nicht". Das ist ja kein Stück anders im Grunde als bei "Dinner for One". Das wird halt übertrieben dargestellt, dass du als Zuschauer unterschwellig per se schon mal das Gefühl kriegst "Muss ich jetzt witzig finden, weil die sich drüber so beömmeln".
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 02.01.2026, 19.34 Uhr:
    Ich ziehe meinen Hut vor Leuten, die so wasserdicht schreiben können wie du.
    Und gut, dass du es noch mal betont hast. Da wage ich erst recht nicht, zu widersprechen.

    So wasserdicht!
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 02.01.2026, 18.20 Uhr:
    in England ist der Sketch ja angeblich weitgehend unbekannt und da ist er wohl ziemlich exklusiv aufgetreten.
    kann ich auch nachvollziehen.
    Stolpern, den Betrunkenen spielen.
    das ist halt 50er Jahre. das ist völlig klar, dass das in England kein Mensch mehr kennt.

    mit Stolpern, Trivialslapstick und auf Betrunken machen kann man heute nicht mehr kommen.
    der Quotendruck ist nicht da. Silvester hat ja wohl das schlechteste Programm überhaupt, senderübergreifend, wobei die nackte Kanone Trilogie wird durchgespielt, das ist Slapstick, aber in erster Linie auch viel Wortwitz und die extrem trockene Art des Synchronsprechers von Leslie Nielsen, die Mimik... bei Dinner for One ist das ja völlig Fehlanzeige, also nacke Kanone ist meilenweit über dem Clown-Niveau von dinner for one.
    dinner for one ist ein Anachronismus und es gibt welche, die sich dabei amüsieren. wenn man weiß, dass der gleich stolpert schon mal lachen, weil der stolpert ja gleich. na ja.
    dinner for one hat minimal Wortwitz.
    das gehört ja auch zur Absurdung Überhöhung des nicht mehr zeitgemäßen Sketches. damals hätte das in Deutschland sowieso nur eine Minderheit verstanden, den Halbwitz da am Ende - mit quälend langem Anlauf.
    Slapstick gehört dazu. aber wenn man damit heute kommen will, muss man ein ganz anderes Niveau bieten und nicht 50er Jahre Zirkus-Clown Niveau.
    sich dann auslassen über heutige Komiker, die sich lieber Comedians nennen, und die zumindest im TV viel mehr tun müssen als "Torte ins Gesicht"... ist unpassend.
    welcher nennenswerte Schauspieler scheitert denn daran, einen Betrunkenen zu spielen?
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 02.01.2026, 18.20 Uhr:
    in England ist der Sketch ja angeblich weitgehend unbekannt und da ist er wohl ziemlich exklusiv aufgetreten.
    kann ich auch nachvollziehen.
    Stolpern, den Betrunkenen spielen.
    das ist halt 50er Jahre. das ist völlig klar, dass das in England kein Mensch mehr kennt.

    mit Stolpern, Trivialslapstick und auf Betrunken machen kann man heute nicht mehr kommen.
    der Quotendruck ist nicht da. Silvester hat ja wohl das schlechteste Programm überhaupt, senderübergreifend, wobei die nackte Kanone Trilogie wird durchgespielt, das ist Slapstick, aber in erster Linie auch viel Wortwitz und die extrem trockene Art des Synchronsprechers von Leslie Nielsen, die Mimik... bei Dinner for One ist das ja völlig Fehlanzeige, also nacke Kanone ist meilenweit über dem Clown-Niveau von dinner for one.
    dinner for one ist ein Anachronismus und es gibt welche, die sich dabei amüsieren. wenn man weiß, dass der gleich stolpert schon mal lachen, weil der stolpert ja gleich. na ja.
    dinner for one hat minimal Wortwitz.
    das gehört ja auch zur Absurdung Überhöhung des nicht mehr zeitgemäßen Sketches. damals hätte das in Deutschland sowieso nur eine Minderheit verstanden, den Halbwitz da am Ende - mit quälend langem Anlauf.
    Slapstick gehört dazu. aber wenn man damit heute kommen will, muss man ein ganz anderes Niveau bieten und nicht 50er Jahre Zirkus-Clown Niveau.
    sich dann auslassen über heutige Komiker, die sich lieber Comedians nennen, und die zumindest im TV viel mehr tun müssen als "Torte ins Gesicht"... ist unpassend.
    welcher nennenswerte Schauspieler scheitert denn daran, einen Betrunkenen zu spielen?
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 02.01.2026, 17.51 Uhr:
    is richtig, aber es sind schon in gewisser Weise Pointen. es sei denn, es ist die Vietnamesin da mit ihrer Wissenschafts-Show, bei ihr merkt man, dass sie es nicht kann
    es ist natürlich damals, ich habe sogar an Silvester noch mal reingesehen, der Sketch ist, wie ich bereits wasserdicht geschrieben habe, überhaupt nicht mehr zeitgemäß, extrem auffällig gemacht. er stolpert und die Zuschauer geraten in Ekstase. und das beim ersten Stolperer.
    hat den Charme der 50er Jahre, lassen wir es duchrgehen als extrem plump gemacht.
    man gerät doch nicht in Ekstase, wenn jemand stolpert.
    das ist Trivialhumor aus der Klamottenkiste
  • jeanyfan schrieb via tvforen.de am 02.01.2026, 08.01 Uhr:
    badspaenzer schrieb:
    Die Zuschauer bei Dinner for One sind eindeutig
    instruiert, wahrscheinlich bezahlt, um da zu
    Lachen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das 61
    noch funktioniert hätte ohne bezahlte Lacher.
    Damals hatten die Zuschauer zwar praktisch noch
    kein TV.
    aber beim ersten Stolpern über den Tigerkopf
    geraten die Zuschauer geradezu in Ekstase. das ist
    zu offensichtlich.

    Das ist doch in heutigen TV-Shows kein Stück anders. Da werden die Zuschauer ja auch künstlich angeheizt und sollen an bestimmten Stellen klatschen und lachen. Bei der heute-show wird das teilweise ja auch so zusammengeschnitten, dass Lacher aus anderen Stellen gezeigt werden, wenn das bei der aktuellen Stelle nicht gut genug war. In dem Sinne war Fernsehen ja schon immer Inszenierung.
  • Spoonman schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 14.46 Uhr:
    badspaenzer schrieb:
    die denken sich zumindest teilweise Programme aus.
    es ist ja außerdem ja nun mal wesentlich
    schwerer, mit Wortwitzen zu Punkten als mit einer
    abgedroschenen Clown-Nummer, wie es Dinner for One
    ja nun mal ist,

    Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung, wovon du redest. Da du behauptest, den Sketch nur ein einziges Mal gesehen zu haben, ist das auch kein Wunder. Freddie Frinton ist mit "Dinner for One" hunderte Male aufgetreten und hat dabei natürlich gemerkt, welche Elemente beim Publikum funktionieren und welche nicht. Dementsprechend dürfte er den Sketch immer wieder verändert und verfeinert haben. Wenn bei dir nur das Stolpern über den Tigerkopf hängengeblieben ist, sagt das mehr über dich aus als über "Dinner for One".
    in den 50er Jahren. da langte es
    vielleicht noch, wenn man sich als Clown zu große
    Schuhe anzog und sich tolpatsich stellte. damit
    kann man aber heute nicht mehr kommen.
    Dinner for One funktioniert ohne Quotendruck als
    Running Gag zu Silvester. Man zeigt so was aber
    nicht mehr im heutigen TV.

    Viele Elemente in "Dinner for One" sind zeitlos, z.B. die Darstellung eines immer betrunkener werdenden Mannes (daran ist schon so mancher Komiker gescheitert) oder auch die Parodie der imaginären Geburtstagsgäste mit ihren Marotten. Meine Lieblingsstelle als Kind war anfangs das Trinken aus der Blumenvase, was natürlich ein ziemlich simpler Gag ist. Später hab ich mich am meisten af die Stelle gefreut, wo Frinton den verschütteten Wein mit der Hand wieder ins Glas schieben will.
    Übrigens enthält der Sketch durchaus auch Wortwitz. Das fängt bei den Namen der Gäste an und hört bei der Schlusspointe auf, die viele Zuschauer vermutlich erst nach diversen Wiederholungen verstanden haben. Deshalb wundert es mich eigentlich, dass nie eine Version mit deutschen Untertiteln gezeigt wurde. In der Mediathek gibt es für die englischen Dialoge interessanterweise nur englische Untertitel.
    Und was heißt "ohne Quotendruck"? Die Einschaltquoten in den 3. Programmen waren über Jahrzehnte hinweg so hoch, dass der Sketch immer mehr Sendeplätze bekam (im NDR lief er gestern z.B. viermal) und irgendwann auch ins Erste gehievt wurde. Allein die drei quotenstärksten Ausstrahlungen kamen gestern zusammen auf 5,3 Mio. Zuschauer.
  • James Finlaysons Assistent schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 12.56 Uhr:
    Zitat:
    "Man zeigt so was aber nicht mehr im heutigen TV. man zeigt ja auch keine Zirkus-Clowns
    mehr oder Charlie Chaplin. das ist einfach vorbei. auf dem Niveau ist das. "
    Hier muß ich dir allerdings energisch widersprechen:
    Die Werke von Chaplin, Keaton, Lloyd, Langdon, Laurel & Hardy
    sind bis heute noch als großartige Klaßiker angesehen und werden
    es auch noch in 50 Jahren sein.
    Wenn man sie bewußt ansieht steckt da schon sehr viel mehr dahinter
    als nur "große Clownsschuhe" und "Torte ins Gesicht".
    In diese "Hall of Fame" würde ich jetzt "Dinner for One" nicht erheben,
    der Sketch an und für sich ist aber schon gelungen.
    Was ich allerdings gar nicht
    nachvollziehen kann ist der künstliche Kult um ihn und daß er zur Silvester-
    Programm-Tradition gehört. Genauso wie andere Weihnachts- und Silvesterfolgen
    von durchgehend guten humoristischen Serien.
    Slapstick war schon immer ein fester Bestandteil in der Sparte "Filmkomödie"
    und wird es auch immer bleiben - von Mel Brooks in den 70ern, Jim Carrey
    in den 90ern bis hin zur "Die nackte Kanone"-Neuauflage letztes Jahr.
    Bei den Komikern mit "Wortwitz" fallen mir aber keine Neuzugänge ein,
    hier greife ich immer auf die Urgesteine wie Woody Allen oder Gerhard Polt
    zurück.
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 11.27 Uhr:
    die denken sich zumindest teilweise Programme aus. es ist ja außerdem ja nun mal wesentlich schwerer, mit Wortwitzen zu Punkten als mit einer abgedroschenen Clown-Nummer, wie es Dinner for One ja nun mal ist, in den 50er Jahren. da langte es vielleicht noch, wenn man sich als Clown zu große Schuhe anzog und sich tolpatsich stellte. damit kann man aber heute nicht mehr kommen.
    Dinner for One funktioniert ohne Quotendruck als Running Gag zu Silvester. Man zeigt so was aber nicht mehr im heutigen TV. man zeigt ja auch keine Zirkus-Clowns mehr oder Charlie Chaplin. das ist einfach vorbei. auf dem Niveau ist das.
    heute müsste ein Zirkus-Clown eine viel akrobatischere Vorstellung bringen als Freddie Frinton, und selbst dann kommt er nicht mehr im TV vor.
    wobei 50er Jahre. das ist 61 aufgezeichnet.
    die Zuschauer bei Dinner for One sind eindeutig instruiert, wahrscheinlich bezahlt, um da zu Lachen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das 61 noch funktioniert hätte ohne bezahlte Lacher.
    Damals hatten die Zuschauer zwar praktisch noch kein TV.
    aber beim ersten Stolpern über den Tigerkopf geraten die Zuschauer geradezu in Ekstase. das ist zu offensichtlich.
  • James Finlaysons Assistent schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 20.11 Uhr:
    Frog and Starfish schrieb:
    Michael Mittermeier würde ich nicht als
    Möchtegernkomiker bezeichnen.

    Michael Mittermeier würde ich nicht MAL als Möchtegernkomiker bezeichnen.
  • Frog and Starfish schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 17.51 Uhr:
    WilliWinzig schrieb:
    Willst Du damit andeuten, dass die heutigen
    Möchtegern-Comedian, oder wie sie sich nennen
    besser sind? Wenn ich schon Chris Tall, Johan
    König, Michael Mittermaier und Co sehe, bekomme
    ich schon eine Gänsehaut. Die bringen nur das,
    was das Skript ihnen vorschreibt. Wie die kleinen
    Kinder. La la la la la laaa.
    Die Perfektionisten, die sich zuhause Gedanken
    darüber gemacht haben, wie man ein Publikum zum
    Lachen bringt, gibt es nicht mehr. Hape Kerkeling
    bildet da eine eher seltene Ausnahme.
    Und die anderen Typen? Mit billigen,
    abgedroschenen Witzen und Bermerkungen, möglichst
    nur noch unter die Gürtellinie, das Publikum
    verarschen. Die sind ja so doof, die zahlen sogar
    Geld dafür. Die wollen es ja gar nicht anders.
    Michael Mittermeier würde ich nicht als Möchtegernkomiker bezeichnen.
  • ^_^ schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 14.53 Uhr:
    BTW: Vielleicht auch noch erwähnenswert ... ;o)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dinner_for_One
    1999 wurde die Aufzeichnung per Computer nachkoloriert und zum Jahreswechsel 1999/2000 erstmals ausgestrahlt. Die kolorierte Fassung erfreute sich keiner großen Beliebtheit. In einigen Ländern kam es zu öffentlichen Protesten. In der Regel wird seitdem wieder die Schwarzweiß-Version gezeigt. In der ARD Mediathek steht die Farbversion zur Verfügung.
    Dinner for One – Die Farbversion https://mediathekviewweb.de/#query=%23Dinner%20for%20One%20&everywhere=true
    Erwas gekürzt auch auf YT zu finden ...

    https://www.youtube.com/watch?v=HnozL_Ugx4E
  • Dustin schrieb via tvforen.de am 04.01.2026, 12.33 Uhr:
    badspaenzer schrieb:
    wer sich da bei amazon Wunschzettel und dem ganzen
    sonstigen Kokolores wie Kirchgang und Hausmusik
    als Erwachsener noch drüber freut hat einen
    extrem trübsinnigen Alltag.

    Ich finde anderen ihr Fest madig zu machen ist eher ein Zeichen für einen trübsinnigen Alltag. Ich bin selbst auch kein Weihnachtsfan, aber wenn andere Spaß dran haben, wer bin ich ihnen zu sagen, das das falsch ist?
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 11.23 Uhr:
    James Finlaysons Assistent schrieb:
    Snake, wenn er jemanden sieht, der eine andere
    als die vorherrschende Meinung hat.

    LÖL
    Da habe ich wohl einen Nerv getroffen, mit der Meinung.
    So hart getroffen, das gleich zwei getroffene Hunde bellen, innerhalb von Minuten.
    Seltsam, seltsam...
    Snake
  • James Finlaysons Assistent schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 10.18 Uhr:
    Snake, wenn er jemanden sieht, der eine andere
    als die vorherrschende Meinung hat.

    https://i.ibb.co/s0fWhwt/snatchers.jpg
    (https://ibb.co/7wfkHWb)
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 10.14 Uhr:
    hast du das mit den Geschenken immer noch nicht verkraftet?
    vielleicht gibt es nächstes Jahr was.
    Fang schon mal mit dem Wunschzettel an
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 01.01.2026, 01.43 Uhr:
    badspaenzer schrieb:
    wat? Wer bist du denn?
    ich habe Weihnachten realistisch beschrieben.
    wer sich da bei amazon Wunschzettel und dem ganzen
    sonstigen Kokolores wie Kirchgang und Hausmusik
    als Erwachsener noch drüber freut hat einen
    extrem trübsinnigen Alltag.
    so wird ein Schuh draus.

    Buahahahahaha!!!
    So herrlich bei Euch Figuren. Immer nach dem Motto: "Nicht ich, sondern DUUU!!"
    "Ich bin nicht seltsam, aaalle anderen sind es"
    "Hier gibts nicht nur einen Geisterfahrer sondern Hunderte" :-)

    Snake
  • Daniel1986 schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 16.46 Uhr:
    ^_^ schrieb:
    In der Regel wird seitdem wieder die
    Schwarzweiß-Version gezeigt. In der ARD Mediathek
    steht die Farbversion zur Verfügung.

    Der NDR zeigt die Farbversion i. d. R. auch noch ein Mal pro Silvester linear. Um 18:30 Uhr sollte es heute soweit sein.
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 12.33 Uhr:
    es gibt natürlich einen Grund, warum diese Form des "Humors" es ansonsten nicht überlebt hat.
    Torte ins Gesicht, Dinner for One oder so was... das ist ja praktisch das Niveau.
    Stumpfer Kinderwitz ohne Worte.
    die Leute konnten damals nicht mal englisch.
    Wozu auch?
    50er Jahre Humor von der primitivsten Sorte.
    das Ding ist ja 61 aufgezeichnet, da war es eigentlich schon zu spät dafür. daher passt auch s/w.
    ich nehme auch an, dass die Leute deswegen eine Farbverion nicht mochten.
    das passt einfach nicht.
    als würde man die kleinen Strolche oder Dick und Doof kolorieren.
    passt nicht.
    wobei das Niveau bei Dinner for One da noch mal ne Spur tiefer liegt.
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 31.12.2025, 12.18 Uhr:
    wat? Wer bist du denn?
    ich habe Weihnachten realistisch beschrieben.
    wer sich da bei amazon Wunschzettel und dem ganzen sonstigen Kokolores wie Kirchgang und Hausmusik als Erwachsener noch drüber freut hat einen extrem trübsinnigen Alltag.
    so wird ein Schuh draus.
  • jeanyfan schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 23.47 Uhr:
    Ich fand die Farbversion gut gemacht und angenehm anzuschauen. Ich versteh zwar die Leute, die den Sketch lieber nach wie vor in schwarz-weiß sehen. Aber ich fand das auch übertrieben, wie man sich damals drüber aufgeregt hatte. Zum Glück kann man sowas heutzutage ja einfach in ne Mediathek stellen und dann soll es sich jeder anschauen, wie er will. Wäre meiner Ansicht nach auch die beste Lösung bei solchen auf 16:9 geschnittenen und ursprünglich in 4:3 gedrehten Sachen, wenn man da einfach beide Versionen anbietet und dann dem Zuschauer überlässt, welche er lieber ansehen will. Hab ich aber ehrlich gesagt noch nirgends gesehen, dass das so gemacht wurde.
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 23.45 Uhr:
    Lass gut sein, Norbert.
    Seit den Weihnachtsposts kennt doch jeder seine bitter, trübsinnige Meinung.
    Ich glaube, er ist der Grinch. Da darf niemand fröhlich sein :-)
    Snake
  • ^_^ schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 23.25 Uhr:
    Hm, also über "Lebensmittel im Gesicht" kann ich nicht mehr lachen,
    über diesen harmlosen Sketch immer noch. ;o)
    BTW: Hierüber auch ... ^^

    https://i.postimg.cc/5tvZXMCv/(fernandez)-kellerlachen-936x.jpg
    (https://postimages.org/)
  • Norbert schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 20.33 Uhr:
    badspaenzer schrieb:
    man kann darüber lachen, zumindest wenn man sich
    das Gemüt eines Kindes bewahrt hat. so wie man
    halt darüber lacht, wenn jemand ne Torte ins
    Gesicht kriegt.

    Und du gehst zum Lachen in den Keller?
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 18.17 Uhr:
    also laut Wiki wird es in einigen Ländern zu Jahresende ausgestrahlt.
    wer auch immer sich das anguckt. 1x habe ich es mir angesehen.
    der Sketch ist bestenfalls 50er Jahre Humor.
    man kann darüber lachen, zumindest wenn man sich das Gemüt eines Kindes bewahrt hat. so wie man halt darüber lacht, wenn jemand ne Torte ins Gesicht kriegt.
  • badspaenzer schrieb via tvforen.de am 30.12.2025, 18.11 Uhr:
    "In einigen Ländern kam es zu öffentlichen Protesten."

    interessiert dieses Ding außerhalb Deutschlands irgendjemanden?
  • Sentinel2003 schrieb am 29.12.2025, 12.34 Uhr:
    Großen Dank für diesen echt interrssanten Artikel! Warum allerdings beim NDR, der ja die eigentliche, deutsche Heimat für "Dinner for One" ist/war, fast nix zu holen ist, ist für mich nicht nachzuvollziehen....finde ich sehr komisch! WAHNSINN auch, wie oft dfer Sketch dann immer auf fast ALLEN Sendern wiederholt wird! Ich habe den Sketch bis heute vielleicht , gerade mal nur 2, oder 3 mal gesehen, das hat mir bis heute gereicht! 

    Es gibt ja Menschen, für die muß es zu Weihnachten die zigsten MärchenFilme geben und natürlich auch die "Kevin - allein zu hause" Filme. Oder, auch "der kleine Lord", der dieser Tage auch schon wieder zig mal wiederholt wurde! Ich konnte und kann mit "der kleine Lord" noch nie was anfangen, WARUM so derartt viele deutsche diesen Film so mögen, ist für mich nicht nachvollziehbar!
  • User 1444810 schrieb am 03.01.2026, 14.22 Uhr:
    Leider wurde immer nur der von 1980 gezeigt, es gibt einen früheren, viel besseren. Und dann gibt es noch die schlechteste Version, "Die kleine Lady" mit der Antischauspielerin Christiane Hörbiger.